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Wie unser Gehirn altert und wie viel Vergesslichkeit "normal" ist

Von Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 06.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Illustration: Gehirn verliert Masse: Krankheiten, wie Demenz, beschleunigen den Alterungsprozess des Gehirns. Es verliert schneller an Volumen als es gewöhnlich der Fall ist.
Krankheiten, wie Demenz, beschleunigen den Alterungsprozess des Gehirns. Es verliert schneller an Volumen als es gewöhnlich der Fall ist. (Quelle: libre de droit/getty-images-bilder)
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Das Gehirn ist ein riesiger Hochleistungscomputer. Alterungsprozesse machen sich erst zu einem späten Zeitpunkt bemerkbar. Denn das Gehirn kann aufgrund seiner vielen Nervenzellen und Netzwerke eine Menge ausgleichen.

Mit dem Altern ver√§ndert sich auch unsere Konzentrations- und Merkf√§higkeit, da mit der Zeit viele Nervenzellen absterben. Wie schnell das Gehirn altert, ist von vielen Faktoren abh√§ngig ‚Äď auch davon, ob sich im Alter eine Demenz entwickelt.


Neun Ursachen f√ľr Vergesslichkeit

gestresste Frau am Schreibtisch: Stress: Bei Stress sind wir zunehmend √ľberfordert, dass schw√§cht die Aufmerksamkeit und das Kurzeitged√§chtnis. Grund daf√ľr ist das Stresshormon Cortisol, welches bei l√§nger anhaltender √úberforderung, ausgesch√ľttet wird und Nervenzellen angreift. Werden die Nervenzellen in bestimmten Gehirnarealen angegriffen, wirkt sich das auf unser Erinnerungsverm√∂gen aus und wir werden vergesslich.
Mann schaut w√§hrend Arbeit aufs Handy: Ablenkung: Ablenkungen sind eine allt√§gliche Ursache f√ľr Vergesslichkeit. Kurz mal beim Lernen auf das Handy geschaut und schon wei√ü man nicht mehr, worauf man sich zuvor konzentriert hat. Aber auch Stress kann ablenken. Gedankenkarussele beeintr√§chtigen die Konzentration. Menschen, die unter Stress leiden denken viel √ľber ihre Probleme nach und lenken sich von wesentlichen Aufgaben ab.
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Wie funktioniert das Gehirn?

Das Gehirn wiegt etwa 1,5 Kilogramm und erinnert optisch an eine √ľbergro√üe Walnuss. Das Gehirn enth√§lt etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen), die √ľber 100 Billionen Nervenverbindungsstellen (Synapsen), miteinander verbunden sind. Die Nervenzellen verarbeiten st√§ndig Informationen und Reize und leiten diese an andere Nervenzellen weiter. So gelangen die Informationen in die verschiedenen Bereiche des Gehirns. Das Gehirn ist als Schaltzentrale zudem mit allen K√∂rperteilen √ľber das R√ľckenmark sowie den Nervenfasern verbunden.

Wann "altern" Nervenzellen im Gehirn?

Die verschiedenen Bereiche des Gehirns √ľbernehmen unterschiedliche Aufgaben. So kontrolliert das Gro√ühirn beispielsweise Bewegungen und verarbeitet Sinneseindr√ľcke von au√üen. Auch ist es f√ľr Sprache, H√∂ren, Ged√§chtnis und Intelligenz verantwortlich. Im Laufe des Lebens sterben Nervenzellen ab.

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"Ab dem 20. Lebensjahr gehen t√§glich mindestens 1.000 Nervenzellen zugrunde", sagt Prof. Kathrin Reetz, Vizepr√§sidentin der Deutschen Hirnstiftung und Leiterin der Neurologischen Ged√§chtnisambulanz in der Klinik f√ľr Neurologie an der Uniklinik RWTH Aachen. "Aufgrund der gro√üen Menge an vorhandenen Nervenzellen und Netzwerken ist es dennoch m√∂glich, bis ins hohe Alter eine gute Gehirnleistung zu haben. Das Gehirn kann schw√§cher werdende Hirnregionen sehr lange ausgleichen."

Das Gehirn verliert im Alter an Volumen

Mit zunehmendem Alter verliert das Gehirn an Volumen. Bei Erkrankungen des Gehirns schrumpft das Gehirn rascher als bei einem normalen Alterungsprozess. Trotzdem bleiben sowohl das abnehmende Volumen als auch eine m√∂gliche Gehirnerkrankungen f√ľr die Betroffenen sehr lange unbemerkt.

Bis man selbst merkt, dass das Gedächtnis nachlässt oder gar krank ist, ist im Gehirn in der Regel bereits ein großer Schaden entstanden. Als ein Beispiel nennt die Expertin die Parkinson-Krankheit: "Bevor die ersten klinischen Symptome auftreten, wie beispielsweise ein Zittern der Hände und Verlangsamungen der Bewegungsabläufe, sind bereits 70 Prozent der dopaminergen Nervenzellen untergegangen. Das zeigt sehr gut, wie viel das Gehirn noch kompensieren kann."

(Quelle: Privat)


Univ.-Prof. Dr. med. Kathrin Reetz ist Vizepr√§sidentin der Deutschen Hirnstiftung, gesch√§ftsf√ľhrende Ober√§rztin und Leiterin Neurologischen Ged√§chtnisambulanz in der Klinik f√ľr Neurologie an der Uniklinik RWTH Aachen.

Altes Gehirn oder krankes Gehirn?

Kann das Gehirn gesund altern, geht der Alterungsprozess deutlich langsamer vonstatten als beispielsweise bei einer Demenz. Ist das Gehirn gesund und fit, können Konzentration, Aufmerksamkeit, Erinnerung, Bewegungsfähigkeit und andere Hirnfunktionen zwar altersbedingt nachlassen, doch sind keine deutlichen Einschränkungen vorhanden.

"Bei einer Demenz, also einer anhaltenden oder fortschreitenden Beeintr√§chtigung des Ged√§chtnisses oder anderer Hirnleistungen mit Alltagsrelevanz, lassen die Gehirnfunktionen deutlich schneller nach als beim nat√ľrlichen Alterungsprozess", erkl√§rt Reetz. "Die h√§ufigste Ursache einer Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Bei der Erkrankung kommt es zu Eiwei√üablagerungen aus Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen, die bildgebend als auch im Nervenwasser nachweisbar sind. Diese st√∂ren die Signalweiterleitung und Nervenzellen sterben verst√§rkt ab. Die Gehirnleistung nimmt zunehmend ab."

Die zwölf Demenz-Risiken

Wer während seines Lebens die Risiken einer Demenz weitestgehend vermeiden kann, erhöht die Chance deutlich, bis ins hohe Alter eine gute Gehirnleistung zu haben. Zu den zwölf Demenz-Risiken gehören:

  • Bewegungsmangel
  • √úbergewicht
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • √ľberm√§√üiger Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • eingeschr√§nkte H√∂rf√§higkeit
  • Mangel an sozialen Kontakten
  • Depressionen
  • mangelnde Bildung
  • Kopfverletzungen
  • Feinstaubbelastung

"Die eingeschr√§nkte H√∂rf√§higkeit wird h√§ufig untersch√§tz", sagt Reetz. "Je fr√ľher diese erkannt und mit einem H√∂rger√§t ausgeglichen werden kann, desto besser ist das f√ľr das Gehirn. H√∂rt man schlechter, wird das Gehirn weniger gefordert. Es kommen weniger Reize an. Zugleich ziehen sich Menschen mit schlechtem Geh√∂r oft zunehmend aus dem Sozialleben zur√ľck, die Kommunikation nimmt ab, sie nehmen weniger an ihrer Umwelt teil und weniger von ihr wahr - was den Abbau der Gehirnleistung f√∂rdert."

Nachlassendes Gedächtnis: Wann zum Arzt?

Dass im Alltag mal etwas vergessen geht, ist normal. Es strömen täglich unzählige Informationen auf das Gehirn ein. Gerade unter Stress kann mal ein Termin vergessen, ein Name nicht erinnert oder die Konzentration geschwächt werden. Funktioniert das Gedächtnis dann wieder wie gewohnt, wenn Körper und Geist zur Ruhe kommen, besteht laut der Expertin kein Grund zur Sorge.

Aufmerksam sollte man werden, wenn man das Gef√ľhl hat, dass das Ged√§chtnis im Verlauf zunehmend schw√§cher wird. Dann sollte man einen Arzt aufsuchen und der Ursache auf den Grund gehen. "Es muss nicht gleich eine Alzheimer-Krankheit hinter den Beschwerden stecken", beruhigt Reetz. "Zunehmende Vergesslichkeit kann zum Beispiel auch gef√§√übedingt sein. Manchmal ist eine Depression der Ausl√∂ser. Neben dem Hausarzt kann eine Ged√§chtnisambulanz eine erste Anlaufstelle sein. Auch die Deutsche Hirnstiftung bietet hier eine Beratung an."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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