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Leberzirrhose – davon hängt die Lebenserwartung ab


Davon hängt die Lebenserwartung ab

Von Lydia Klöckner

Aktualisiert am 14.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ein älterer Mann hört einer Ärztin zu.
Die Lebenserwartung bei Leberzirrhose lässt sich auf Grundlage von Statistiken einschätzen. (Quelle: fizkes/getty-images-bilder)
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Die Diagnose Leberzirrhose lässt oft große Ängste aufkommen – und die Frage: Wie lange werde ich noch leben? Hier erfahren Sie, wie sich die Lebenserwartung abschätzen lässt und wovon die Prognose abhängt.

Eine Leberzirrhose ist eine schwere Erkrankung, bei der die Leber vernarbt, bis sie irgendwann nicht mehr dazu in der Lage ist, ihre Aufgabe zu erfüllen. Das beeinträchtigt nicht nur die gesamte Gesundheit und das Wohlbefinden – eine Leberzirrhose kann auch die Lebenserwartung drastisch verkürzen. Die häufigsten Todesursachen sind


Stoffwechselzentrale: So bleibt die Leber gut in Schuss

Hier liegt die Leber: Das Organ ist unverzichtbar und erfüllt viele lebenswichtige Aufgaben.
Das metabolische Syndrom ist eine Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen.
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  • Blutungen aus Krampfadern der Speiseröhre und/oder des Magens (Varizenblutungen),
  • Leberversagen und
  • Leberkrebs.

Viele Menschen, bei denen die Erkrankung festgestellt wird, haben aber die Chance, diese und andere tödliche Folgen zu verhindern und ihre Prognose zu verbessern.

Wie groß diese Chance ist, hängt vor allem davon ab, ob es gelingt, die ursächliche Erkrankung wirksam zu behandeln. Jemand, der als Folge einer chronischen Hepatitis-Infektion eine Leberzirrhose entwickelt und rasch antivirale Medikamente erhält, hätte beispielsweise eine bessere Prognose als eine alkoholabhängige Person, die ihre Sucht nicht in den Griff bekommt.

Darüber hinaus ist das Stadium der Leberzirrhose entscheidend für die Lebenserwartung: Je weiter diese fortgeschritten ist, umso schlechter funktioniert die Leber und umso größer ist das Risiko für ein Leberversagen und andere lebensbedrohliche Konsequenzen.

Statistiken zeigen: Wird eine Leberzirrhose im Anfangsstadium erkannt und behandelt, ist die Prognose gut. An einer Leberzirrhose im Endstadium hingegen sterben die meisten Erkrankten bereits innerhalb eines Jahres nach der Diagnose. Genaueres dazu erfahren Sie in der Tabelle unten.

Vom Stadium zur Lebenserwartung

Um die Lebenserwartung bei einer Leberzirrhose abschätzen zu können, muss die Ärztin oder der Arzt zunächst das Stadium der Erkrankung feststellen. Dafür ist unter anderem eine Blutuntersuchung nötig, weil bestimmte Blutwerte etwas über die Funktion der Leber aussagen.

Außerdem macht die Ärztin oder der Arzt sich ein Bild von den Beschwerden der erkrankten Person: Leidet sie bereits unter einer sogenannten Bauchwassersucht (Aszites)? Wenn ja, wie viel Wasser hat sich bereits im Bauch gesammelt? Sind bereits Hinweise auf eine gestörte Gehirnfunktion zu erkennen?

Aus den Befunden kann die Ärztin oder der Arzt dann den sogenannten Child-Pugh-Score errechnen. Die Child-Pugh-Klassifikation ist ein Punktsystem, welches, vereinfacht erklärt, so funktioniert: Für jeden Befund gibt es eine bestimmte Anzahl von Punkten. Je besorgniserregender der Befund, umso mehr Punkte werden dafür vergeben.

Je höher die Gesamtpunktzahl, umso schlechter ist der Zustand der Leber – und umso weiter fortgeschrittener das Stadium der Leberzirrhose.

Eine Leberzirrhose im Anfangsstadium wird als Child A bezeichnet. Child B ist das mittlere und Child C das Endstadium der Leberzirrhose. Folgende Übersicht zeigt, wie viele Erkrankte im jeweiligen Stadium das erste Jahr nach der Diagnose überleben:

Stadium der Leberzirrhose 1-Jahres-Überlebensrate in Prozent
Child A (Anfangsstadium) 100
Child B 85
Child C (Endstadium) 35

Bei manchen Betroffenen ist die Leber so stark beschädigt, dass nur eine Lebertransplantation sie retten kann. Diese kann die Lebenserwartung deutlich verbessern – häufig um viele Jahre oder sogar Jahrzehnte.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Herold, G.: Innere Medizin 2022. Eigenverlag, Köln 2021
  • Online-Informationen von Deximed: www.deximed.de (Abrufdatum: 13.4.2022)
  • Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Abrufdatum: 13.4.2022)
  • Online-Informationen des öffentlichen Gesundheitsportals Österreichs: www.gesundheit.gv.at (Abrufdatum: 13.4.2022)
  • Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 13.4.2022)
  • Die Lebertransplantation. Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.organspende-info.de (Abrufdatum: 13.4.2022)
  • Leberzirrhose. Online-Informationen des Berufsverbandes Deutscher Internistinnen und Internisten: www.internisten-im-netz.de (Stand: 29.9.2021)
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Von Laura Stresing, Cem Özer, Sandra Simonsen
Von Wiebke Posmyk
Leberzirrhose

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