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Was hinter der Angst vor Kontrollverlust steckt

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 04.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Frau mit Depressionen: Angst vor Kontrollverlust kann bei manchen Menschen so groß sein, dass sie zu psychischen Problemen führt.
Die Angst vor Kontrollverlust kann zu psychischen Problemen führen. (Quelle: kitzcorner/getty-images-bilder)
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Die meisten Menschen streben nach Sicherheit. Sie gibt ihnen das Gefühl, Kontrolle über ihr Leben zu haben, Entscheidungen selbstbestimmt zu treffen und Dinge zu planen. Kommt es zu einem Kontrollverlust, besteht die Gefahr, die innere Orientierung zu verlieren.

Wenn die Handlungsfähigkeit entgleitet, findet eine extreme Form des Kontrollverlustes statt. So können unter anderem psychischen Störungen entstehen. Es gibt sogar Menschen, die mit der ständigen Angst vor Kontrollverlust leben und dadurch stark in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind. Was dahinter steckt und was dabei hilft, die innere Sicherheit zu behalten.


Was Sie gegen Stress tun können

Zu viel Stress kann auf Dauer krank machen. Betroffene leiden unter psychischen und körperlichen Folgen. Doch es gibt einige Tricks, mit denen Sie ganz leicht Stress abbauen und vermeiden können.
Der beste Weg, Stress zu vermeiden, ist eine Entspannungstechnik zu erlernen. Das kann Yoga sein, autogenes Training oder aber auch die progressive Muskelrelaxation (PMR) nach der Methode von Edmund Jacobsen.
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Angst vor Kontrollverlust: Folge unsicherer Zeiten

Der Wunsch nach Sicherheit, Planung und Mitbestimmung ist Bestandteil eines jeden Lebens. Die Angst, die Kontrolle über das eigene Leben, den Körper oder die seelische Gesundheit zu verlieren, nimmt dann zu, wenn das als sicher empfundene Weltbild Risse bekommt.

Viele Menschen haben im Rahmen der Corona-Pandemie erlebt, was es heißt, Kontrollverlust zu erleben. Auch mit Blick auf den Krieg in der Ukraine wird deutlich, welche Ausmaße von Kontrollverlust die Menschen dort erleben müssen. Körperliche Erkrankungen, plötzliche Verluste und Unfälle fördern die Angst vor Kontrollverlust ebenfalls.

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Warum ist Kontrollverlust so einschneidend?

Eines der Grundbedürfnisse nach dem Psychotherapieforscher Klaus Grawe ist das Bedürfnis nach Kontrolle und Orientierung. Wird dieses Bedürfnis über einen längeren Zeitraum nicht bedient, fühlen wir uns hilflos und ausgeliefert, in einer Situation gefangen und abhängig von äußeren Faktoren. Man gerät von der aktiven Handlungsfähigkeit in die Passivität.

Kontrollverlust bedeutet dabei in einer bestimmten Situation das Gefühl zu haben, nichts beeinflussen zu können, ausgeliefert zu sein und keinen Handlungsspielraum mehr zu haben. Dinge geschehen ohne das eigene Zutun und sind nicht mehr beeinflussbar oder lenkbar. In einer solchen Situation werden Hilflosigkeit und Schutzlosigkeit empfunden. Es geht an die körperliche oder seelische Existenz. Eine absolute Bedrohungssituation, die mit einem Höchstmaß an Angst und Überforderung verbunden sein kann.

(Quelle: Privat)


Dr. Andreas Hagemann ist Psychiater und Ärztlicher Direktor der auf Psychosomatik spezialisierten Röher Parkklinik in Eschweiler bei Aachen.

Trauma: Folge von lebensbedrohlichen Ereignissen

"Tritt der Kontrollverlust plötzlich ein, wird er als lebensbedrohlich empfunden und kann er nicht angemessen verarbeitet werden, wie das im Rahmen von Unfällen, Naturkatastrophen, Kriegen oder körperlichen Gewalterfahrungen und Missbrauch geschehen kann, kann sich ein Trauma ausbilden", weiß Dr. Andreas Hagemann, Ärztlicher Direktor der auf Psychosomatik spezialisierten Röher Parkklinik in Eschweiler bei Aachen.

Diese tiefe seelische Verletzung könne sich so stark festsetzen, dass eine posttraumatische Belastungsstörung entsteht, in der das Erlebte in Erinnerungen immer wieder durchlebt wird. "Betroffene befinden sich in ständiger Angst und Alarmbereitschaft, zeigen Vermeidungsverhalten und empfinden starke negative Gefühle", sagt Hagemann.

Angst vor Kontrollverlust: Wann wird es kritisch?

Es gibt Menschen, die ständig von der Angst begleitet sind, dass solche unkontrollierbaren Ereignisse wie Krankheit, Trennung, Arbeitslosigkeit oder Tod in ihr Leben treten. "Diese Angst vor Kontrollverlust und Hilflosigkeit wird oft so stark, dass sie in dem Versuch mündet, möglichst viel Kontrolle und Sicherheit zu erlangen", sagt Hagemann.

"Dieses krampfhafte, als existenziell notwendig erlebte Streben, kann sich zu Angststörungen, Panikattacken, Zwangsstörungen, Depression, Phobien und Essstörungen auswachsen, etwa einer Magersucht, in welcher Betroffene eine enorme Kontrolle über den eigenen Körper ausüben."

Wie mit der Angst vor Kontrollverlust umgehen?

Gerade in Zeiten, in denen es so viele einschneidende Veränderungen auf der Welt gibt, ist es nicht ungewöhnlich, dass Ängste entstehen. Oft hilft es, sich mit anderen Menschen dazu auszutauschen, über Ängste und Sorgen zu sprechen und Wege zu suchen, wie man anderen helfen und sich selbst schützen kann. Wer merkt, dass sein Alltag immer stärker von Ängsten und dem Wunsch nach Kontrolle bestimmt und die Lebensqualität zunehmend eingeschränkt ist, sollte sich nicht scheuen, Hilfe anzunehmen.

"Es ist schwer zu erkennen, wo die Angst aufhört und wo eine Angsterkrankung anfängt. Generell gilt: Suchen Sie bei länger anhaltenden belastenden Symptomen möglichst früh therapeutische Hilfe – bevor sich die Angst vor Kontrollverlust zu einer Angsterkrankung oder die Verstimmung zu einer Depression entwickelt", rät der Facharzt für Psychiatrie.

"Wird irgendwann alles zu viel, sucht sich dieses Zuviel ein Ventil. Vieles ist dann nicht mehr rational gesteuert und gerät außer Kontrolle. Hier braucht es professionelle Begleitung, um die Ängste zu behandeln, eine andere Perspektive zu erarbeiten und den Weg raus aus der Angstspirale 'Was noch passieren könnte' zu finden. Ziel ist, das Gefühl von Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung zu stärken."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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