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Kopfschmerzen: Diese Druckpunkte sollten Sie ansteuern

Ann-Kathrin Landzettel

02.06.2022Lesedauer: 4 Min.
Gesichtsmassage bei Frau: Sanfter Druck auf den richtigen Punkten kann besonders bei Spannungskopfschmerzen lindernd wirken.
Sanfter Druck auf den richtigen Punkten kann besonders bei Spannungskopfschmerzen lindernd wirken. (Quelle: Sophie Walster/getty-images-bilder)
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Sanfter Druck gegen Kopfschmerzen: Wer unter Spannungskopfschmerzen oder MigrĂ€ne leidet, kann als ergĂ€nzende Therapiemaßnahme Akupressur versuchen. Die Stimulation verschiedener Druckpunkte kann helfen, den Schmerz im Kopf zu lindern.

Welche Druckpunkte stimuliert werden, hÀngt von der Art der Kopfschmerzen ab und davon wo der Schmerz liegt. Wie Akupressur gegen Kopfschmerzen funktioniert und was zu beachten ist.

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz

Kopfschmerzexperten unterscheiden ĂŒber 200 verschiedene Kopfschmerzarten. Am hĂ€ufigsten sind Spannungskopfschmerzen und MigrĂ€ne. Spannungskopfschmerzen sind durch einen leichten bis mittelstarken dumpfen, drĂŒckenden oder ziehenden Schmerz gekennzeichnet, der sich ĂŒber den gesamten Kopf ausbreitet. Ursachen sind oftmals Stress, lange Bildschirmarbeit, Schlafmangel oder eine zu geringe FlĂŒssigkeitszufuhr. Fast jeder Mensch kennt Spannungskopfschmerzen.

MigrĂ€ne hingegen ist von der SchmerzintensitĂ€t deutlich intensiver und kann das Leben der Betroffenen stark einschrĂ€nken. „MigrĂ€ne ist die hĂ€ufigste Kopfschmerzerkrankung, die MĂ€nner und Frauen zum Arzt fĂŒhrt", sagt Dr. Charly Gaul, GeneralsekretĂ€r und Pressesprecher der Deutschen MigrĂ€ne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG). "MigrĂ€nepatienten stufen die SchmerzintensitĂ€t der Kopfschmerzattacken als mittelstark bis stark ein und beschreiben einen pochenden, pulsieren oder hĂ€mmernden Schmerz – in der Regel nur auf einer Seite des Kopfes."

MigrÀne ist ein Dauerproblem

Die Schmerzattacken können bis zu drei Tage anhalten – und zwingen die Betroffenen oft ins Bett. Licht- und LĂ€rmempfindlichkeit sowie Geruchsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, MĂŒdigkeit und Erschöpfung können hinzukommen. Bei MigrĂ€ne gilt eine genetische Veranlagung als Ursache gesichert.

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FĂŒr MigrĂ€neattacken werden sowohl entzĂŒndliche als auch durchblutungsbedingte Krankheitsmechanismen verantwortlich gemacht. Besteht die Veranlagung zu MigrĂ€ne, können bestimmte Reize, sogenannte Trigger, die Kopfschmerzattacken auslösen. Das können zum Beispiel Schlafmangel, starke Sonneneinstrahlung, Alkohol, Stress, Hunger, hormonelle EinflĂŒsse und bestimmte Nahrungsmittel sein.

Kopfschmerzen mit Medikamenten behandeln

Da Kopfschmerzen sehr belastend sein können, wĂŒnschen sich Betroffene eine wirksame Behandlung gegen das Stechen und Pochen im Kopf. Gegen Spannungskopfschmerzen hilft meist frische Luft, ausreichend Wasser trinken, Schlaf und Stressreduktion. Im Akutfall können zudem Schmerzmittel, etwa mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Paracetamol, die Schmerzen lindern. "Mit der Verwendung von Pfefferminzöl – in kleiner Menge auf die SchlĂ€fen aufgetragen – haben viele Spannungskopfschmerz-Betroffene ebenfalls gute Erfahrungen gemacht", sagt Gaul.

MigrĂ€ne-Betroffenen hingegen helfen vor allem Ruhe, Dunkelheit und Schlaf. Auch sollten sie versuchen, bekannte Trigger zu meiden. Die medikamentöse MigrĂ€ne-Behandlung setzt sich aus der medikamentösen Akuttherapie und der medikamentösen Vorbeugung von MigrĂ€neattacken zusammen. "Bei leichten MigrĂ€neattacken helfen meist nicht-steroidale Antirheumatika wie Ibuprofen, Diclofenac, AcetylsalicylsĂ€ure oder Naproxen. In schwereren FĂ€llen wird ein Triptan gegeben. Von den MigrĂ€nemitteln sind mittlerweile drei in der Apotheke auch ohne Rezept erhĂ€ltlich: Almotriptan, Naratriptan und Sumatriptan", erklĂ€rt der Kopfschmerzexperte. "Oftmals werden ergĂ€nzend PrĂ€parate gegen die Übelkeit wĂ€hrend der Schmerzattacke eingenommen."

Akupressur gegen Kopfschmerzen: ergĂ€nzende Therapie-Maßnahme

Neben Anpassungen im Lebensstil und der Einnahme von Medikamenten gibt es eine Reihe verschiedener ergĂ€nzender Therapiemaßnahmen, die helfen können, den Kopfschmerz zu lindern, darunter die Akupressur. Unter Akupressur versteht man das AusĂŒben von Druck auf definierte Punkte, die auch aus der Akupunktur bekannt sind.

"Prinzipiell werden positive Effekte bei der Behandlung von Schmerzen und Übelkeit berichtet. Wissenschaftliche Studien, die das Verfahren so gut belegen, dass es auch im Rahmen der Leitlinien empfohlen wird, liegen allerdings nicht vor", sagt Gaul. "Dennoch können Betroffene die Akupressur bei Kopfschmerzen ausprobieren. Akupressur kann bei allen Kopfschmerzarten angewandt werden und dient dem Patienten als Hilfe zur Selbsthilfe. Da mit Akupressur keine speziellen Risiken verbunden sind, ist es durchaus einen Versuch wert."

(Quelle: Privat)


Priv.-Doz. Dr. med. Charly Gaul ist GeneralsekretĂ€r und Pressesprecher der Deutschen MigrĂ€ne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG). Der zertifizierter DMKG Kopf- und Gesichtsschmerzexperte sowie Facharzt fĂŒr Neurologie und Spezielle Schmerztherapie ist am Kopfschmerzzentrum Frankfurt am Main tĂ€tig.

Wie wirkt Akupressur gegen den Schmerz im Kopf?

Sowohl bei der Akupunktur als auch bei der Akupressur ist bislang noch nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt, warum die Verfahren manchen Kopfschmerz-Betroffenen helfen. Vermutet wird, dass es zur AusschĂŒttung verschiedener schmerzlindernder Botenstoffe kommen kann. "Die positive Wirksamkeitserwartung des Patienten spielt sicher auch eine Rolle", sagt Gaul.

Kopfschmerzen: Welche Akupressurpunkte sollte man ansteuern?

Bei der Akupressur werden nicht wie bei der Akupunktur Nadeln zur Stimulation der Punkte eingesetzt, sondern sanfter Druck mit den Fingern ausgeĂŒbt. "Empfohlen werden in der Literatur zum Beispiel der Druckpunkt Gb20, der unter dem Hinterhauptsknochen im GrĂŒbchen zwischen den beiden MuskelansĂ€tzen liegt", so der Experte. "Ebenfalls empfohlen ist der Druckpunkt Tai Yang im SchlĂ€fengrĂŒbchen an der Kreuzung der verlĂ€ngerten Augenbraue und der Linie vom Ă€ußeren Augenwinkel. Der Druckpunkt Pe6 gegen Erbrechen und Übelkeit wurde durch Studien belegt."

Akupressur bei Kopfweh: Nicht zu fest drĂŒcken

Bei Kopfschmerzen ist der Kopf sehr empfindlich. Wer Akupressur ausprobieren möchte, sollte sich vorsichtig an die Druckmassage heranwagen und nur sanften Druck zur Stimulation ausĂŒben. "Massieren Sie mit der Fingerkuppe mit leichter Vibration den Punkt fĂŒr 10 bis 30 Sekunden. Wichtig ist, dass man keine Druckstelle sieht", erklĂ€rt Gaul. "Die andere Möglichkeit ist die Akupressur mit dem Fingernagel oder einer Knopfsonde. Hier erfolgt ein lĂ€ngerer Druck bis zu einer Minute."

Anschließend sollte man schauen, wie der Kopfschmerz auf die Massage reagiert. Tut es gut, kann man die Akupressur nach einer kurzen Pause nochmals durchfĂŒhren. Nimmt der Kopfschmerz zu, sollte man die Behandlung unterbrechen. "Generell gilt: Gehen Sie mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen immer zum Arzt und lassen Sie die Ursache abklĂ€ren", sagt Gaul. "Das gilt besonders, wenn diese plötzlich auftreten, Übelkeit und Erbrechen hinzukommen oder eine Kopfverletzung vorausgegangen ist. Warnsignale, die in Zusammenhang mit Kopfschmerzen ebenfalls abgeklĂ€rt werden sollten, sind Nackensteifigkeit, Fieber, Sehstörungen sowie Verwirrtheit, Benommenheit und BewusstseinstrĂŒbung."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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