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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Antikörper gegen Hepatitis B – was der Titer aussagt

Von Lydia Klöckner

Aktualisiert am 06.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Eine Ă„rztin zeigt einem Patienten etwas auf einem Laptop.
An den Laborwerten für den Antikörpertiter lässt sich feststellen, ob eine Person gegen Hepatitis B geschützt ist oder sich erneut impfen lassen sollte. (Quelle: fizkes/getty-images-bilder)
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Reicht mein Impfschutz gegen Hepatitis B aus? Um das zu klären, wird manchmal der Titer gemessen. Wann das sinnvoll ist und wie hoch der Titer sein sollte.

Eine Impfung sorgt dafür, dass der Körper Abwehrstoffe gegen einen Krankheitserreger bildet, sogenannte Antikörper. Um eine Infektion zuverlässig verhindern zu können, müssen die Antikörper in ausreichender Zahl im Blut vorhanden sein.


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Diese Zahl bezeichnen Fachleute als Antikörpertiter, kurz Titer. Er lässt sich durch eine Blutuntersuchung ermitteln und wird in internationalen Einheiten pro Liter Blut angegeben.

Welcher Titer fĂĽr einen wirksamen Impfschutz ausreicht, ist je nach Erkrankung verschieden. Im Falle von Hepatitis B sollte der Titer mindestens 100 internationale Einheiten (IE) pro Liter Blut betragen.

Diesen Wert erreicht der Körper – sofern das Immunsystem normal funktioniert – nach drei Impfungen. Nach offizieller Empfehlung sollten diese bereits in den ersten Lebensmonaten stattfinden, also im Säuglingsalter.

Eine Bestimmung des Titers nimmt die Ärztin oder der Arzt danach für gewöhnlich nicht vor: Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Impfung Babys und Kindern fast immer einen ausreichenden Schutz bietet.

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Hepatitis-B-Impfung: Darum wird bei Erwachsenen der Titer kontrolliert

Eine Bestimmung des Titers, also eine Messung der Antikörperzahl im Blut, ist nur nach einer Hepatitis-B-Impfung im Erwachsenenalter notwendig. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Impfung bei Erwachsenen mitunter nicht so gut wirkt wie bei Kindern.

Das Alter ist zwar nicht der einzige Faktor, der über den Impferfolg entscheidet. Auch bestimmte Krankheiten können dazu führen, dass die Impfung nicht ihre vollständige Wirkung entfaltet. Klar ist aber: Je älter die geimpfte Person, umso wahrscheinlicher ist es, dass ihr Immunsystem nicht (oder nicht im ausreichenden Maße) auf die Impfung anspricht.

  • Antikörper dank Impfung: So schĂĽtzt der Impfstoff gegen Hepatitis-B-Viren

Deshalb wird bei Erwachsenen nach der Hepatitis-B-Impfung der Titer ermittelt. Je nach gemessenem Titer unterscheidet sich das weitere Vorgehen der Ă„rztin oder des Arztes.

Einen Ăśberblick ĂĽber die Titerwerte und deren Bedeutung bietet die folgende Tabelle:

Titer Einstufung weiteres Vorgehen
100 oder mehr IE pro Liter ausreichender Impfschutz keine weitere Impfung nötig
10 bis 99 IE pro Liter Low-Responder (Person, deren Immunsystem zu schwach auf die Impfung anspricht) eine sofortige weitere Impfung, dann erneute Kontrolle des Titers nach vier bis acht Wochen
weniger als 10 IE pro Liter Non-Responder (Person, bei der die Impfung kaum oder gar nicht wirkt) Test auf chronische Hepatitis-B-Infektion. Falls negativ, weitere Impfung und dann erneute Kontrolle des Titers nach vier bis acht Wochen

Personen, deren Immunsystem nur schwach auf die Impfung reagiert (Low-Responder), brauchen mitunter mehrere weitere Impfungen, bis ihr Titer beim Mindestwert von 100 Internationalen Einheiten (IE) pro Liter Blut angelangt ist.

Laut offizieller Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) können bis zu zwei Impfserien folgen. Eine Serie umfasst drei Impfdosen, insgesamt sind also bis zu sechs einzelne Impfungen möglich. Nach jeder Dosis prüft die Ärztin oder der Arzt den Titer durch eine erneute Blutuntersuchung.

Bei Menschen, deren Immunsystem nicht oder fast nicht auf die Impfung anspricht (Non-Respondern) ist das Vorgehen ähnlich – mit dem Unterschied, dass die Ärztin oder der Arzt vorher eine chronische Infektion mit Hepatitis-B-Viren ausschließen muss.

Denn wenn eine Person kaum auf die Impfung reagiert, deutet das darauf hin, dass ihr Immunsystem beeinträchtigt ist. Es könnte also sein, dass sie bereits unwissentlich Hepatitis-B-Viren in sich trägt, weil ihr Immunsystem sich nicht gegen sie wehren kann.

In diesem Falle erhält die oder der Infizierte eine antivirale Therapie, also eine Behandlung, die sich gegen die Viren richtet.

Lässt sich hingegen keine chronische Hepatitis-B-Infektion nachweisen, wird die Ärztin oder der Arzt versuchen, den Antikörpertiter – und somit den Impfschutz – durch weitere Impfungen zu erhöhen. Auch in diesem Fall können insgesamt bis zu sechs Impfdosen folgen.

Wenn das nicht reicht, rät die STIKO nicht zu weiteren Impfungen. Ob diese etwas bringen, ist nicht abschließend geklärt und unter Fachleuten umstritten.

Wie oft sollte der Titer kontrolliert werden?

Der Impfschutz lässt im Laufe der Zeit nach, der Antikörpertiter sinkt also allmählich ab. Wie schnell, hängt unter anderem vom Alter, Geschlecht und dem Gesundheitszustand der Person ab und lässt sich im Vorhinein nicht sicher abschätzen.

Darum sind in bestimmten Fällen regelmäßige Titerkontrollen sinnvoll. Bei Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist und die deshalb erneut gegen Hepatitis B geimpft wurden, sollte die Untersuchung einmal im Jahr erfolgen.

Wer ein gesundes Immunsystem hat und sich zum Beispiel aufgrund des Berufs impfen lässt, sollte nur einmal alle zehn Jahre zur Kontrolle.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
Hepatitis B

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