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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was tun bei Sonnenallergie?

Von Astrid Clasen

Aktualisiert am 02.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Hand neben einer Cremetube
Gegen den Juckreiz bei akuter Sonnenallergie hilft beispielsweise eine äußerliche Behandlung mit kühlenden und/oder entzündungshemmenden Mitteln. (Quelle: Ake Ngiamsanguan/getty-images-bilder)
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Alle Jahre wieder eine Sonnenallergie – das kennen viele. Was lässt sich tun, um das Problem in den Griff zu kriegen? Lesen Sie, welche Behandlung hilft.

Das Wichtigste im Überblick


  • Akute Sonnenallergie – was tun zum Schutz der Haut?
  • Was hilft gegen den Sonnenallergie-Ausschlag?
  • Was hilft vorbeugend gegen Sonnenallergie?

Eine Sonnenallergie (Fachbegriff: polymorphe Lichtdermatose) äußert sich durch einen stark juckenden Hautausschlag an Stellen, die ungewöhnlich intensiver UV-Strahlung direkt ausgesetzt waren. Wer einmal ein solches Sonnenekzem hatte, entwickelt es meist über Jahre hinweg immer wieder – in hiesigen Breiten üblicherweise im Frühjahr oder außerhalb der Saison während eines Sonnenurlaubs.

Die gute Nachricht: Eine Sonnenallergie lässt sich wirksam behandeln. Akute Beschwerden bessern sich schon durch einfache Maßnahmen wie etwa konsequenten Sonnenschutz. Und wer rechtzeitig etwas gegen die Sonnenallergie tut, kann ihr Auftreten sogar verhindern.

Akute Sonnenallergie – was tun zum Schutz der Haut?

Um eine akute Sonnenallergie zu behandeln, ist es vor allem wichtig, weitere UV-Belastungen der Haut zu vermeiden. Das gilt besonders für UV-A-Strahlung, da diese am häufigsten der Auslöser für die Beschwerden ist: Rund 90 Prozent der Menschen mit polymorpher Lichtdermatose reagieren vor allem auf UV-A-Licht empfindlich.

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Das Beste, was Betroffene bei akuter Sonnenallergie tun können, ist also: raus aus der Sonne gehen. Wer den Aufenthalt im Freien nicht ganz vermeiden kann oder möchte, sollte die Haut dort konsequent vor Licht schützen. Das heißt in erster Linie: lange, sonnenschützende Kleidung tragen. Zudem ist es ratsam,

  • vor jedem Aufenthalt in der Sonne ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und Breitbandfilterwirkung auf die Haut aufzutragen (hilfreich scheint dabei auch die Kombination des UV-Filters mit dem Antioxidans Alpha-Glucosylrutin zu sein)
  • draußen bei jeder Gelegenheit schattige Plätze aufzusuchen
  • die Sonne etwa drei Stunden vor bis drei Stunden nach ihrem Höchststand ganz zu meiden

Wichtiger Hinweis
Manchmal können bestimmte Kosmetika eine Sonnenallergie mit verursachen – wie etwa bei der Mallorca-Akne, die als Sonderform der polymorphen Lichtdermatose gilt. Darum empfiehlt es sich, als Lichtschutzmittel vorsichtshalber keine fettigen Cremes oder Öle zu verwenden, sondern Gele oder hydrophile Cremes.

Was hilft gegen den Sonnenallergie-Ausschlag?

Wird die Haut nach Ausbruch der Sonnenallergie konsequent vor UV-Strahlung geschützt, sind die Beschwerden bald (meist nach spätestens einer Woche) wieder weg. Was Betroffene bis dahin selbst gegen den Juckreiz tun können, ist: die betroffenen Hautstellen sanft kühlen – etwa mit feuchten Tüchern.

Wenn das nicht genug gegen den juckenden Sonnenallergie-Ausschlag hilft, kann eine Behandlung mit einem äußerlich anzuwendenden Mittel sinnvoll sein. Linderung verschafft manchmal schon das Auftragen einer weißen Schüttelmixtur (Lotio alba), die Betroffene in einer Apotheke herstellen lassen können.

Womöglich kann auch ein Antihistaminikum gegen den Juckreiz bei akuter Sonnenallergie helfen. Die Behandlung kann mit Tabletten oder äußerlich (etwa mit Dimetinden 0,1 % Gel) erfolgen. Allerdings zeigen Antihistaminika bei der polymorphen Lichtdermatose meist nur eine schwache Wirkung.

Daher verordnen Ärztinnen und Ärzte einigen Betroffenen Glukokortikoide ("Kortison"), um den Juckreiz bei akuter Sonnenallergie zu lindern – etwa eine Hydrocortison-Creme zur örtlichen Behandlung der betroffenen Hautstellen. In schweren Fällen sind manchmal auch Kortison-Tabletten das Einzige, was hilft.

Bei der als Mallorca-Akne bezeichneten Sonderform der Sonnenallergie kann zudem eine sogenannte keratolytische Behandlung bewirken, dass der Ausschlag schneller abheilt. Dabei kommen äußerlich Cremes oder Gele (etwa mit einem Vitamin-A-Abkömmling wie Adapalen oder Tretinoin) zum Einsatz, welche die oberen Hautschichten auflösen sollen.

Der mit dem Sonnenallergie-Ausschlag verbundene Juckreiz ist oft stark ausgeprägt, sodass Betroffene es kaum vermeiden können, sich zu kratzen. Entstehen dabei Hautverletzungen, können leicht Bakterien in die Haut eindringen und Entzündungen verursachen. Gegen eine solche bakterielle Superinfektion helfen ärztlich verschriebene Antibiotika-Tabletten.

Was hilft vorbeugend gegen Sonnenallergie?

Zwar lässt sich eine akute Sonnenallergie gut behandeln. Doch ohne vorbeugende Maßnahmen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der juckende Hautauschlag nächstes Jahr wiederkehrt. Was gegen solche Rezidive bei Sonnenallergie hilft, ist eine frühzeitige Gewöhnung an UV-Licht.

Dazu eignet sich die wiederholte Bestrahlung der Haut mit UV-Licht in langsam steigender Dosis: Das soll die Haut so dagegen abhärten, dass das Sonnenlicht keine Sonnenallergie mehr auslöst. Damit dieses sogenannte Licht- oder Photo-Hardening (englisch Hardening = Abhärtung) funktioniert, muss es spätestens vier bis sechs Wochen vor der ersten stärkeren Sonnenbelastung stattfinden.

Allerdings kann eine UV-Bestrahlung unerwünschte Wirkungen haben, wie sonnenbrandähnliche Hautschäden oder Entzündungen am Auge. Es birgt also gewisse Risiken, eine Sonnenallergie vorbeugend zu behandeln. Was Betroffene daher auf keinen Fall tun sollten, ist, die Haut selbst gegen UV-Licht abzuhärten – etwa im Solarium. Nur bei einem Photo-Hardening unter fachärztlicher Kontrolle ist gewährleistet, dass die UV-Belastung dabei so gering wie möglich bleibt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Wiebke Posmyk
Sonnenallergie

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