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Krätze an der Hand: Was ist dann zu beachten?


Krätze an der Hand – was ist dann zu beachten?

Von Astrid Clasen

Aktualisiert am 28.11.2022Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Hautärztliche Untersuchung einer Hand
Beim Aufspüren von Krätzmilben in der Haut kann ein beleuchtetes Handmikroskop (Dermatoskop) helfen. (Quelle: kudryavtsev)
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An bestimmten Stellen tritt die Hautkrankheit Krätze besonders oft auf. Die Hand ist eine davon. Erfahren Sie, wie es dazu kommt und was dagegen hilft.

Das Wichtigste im Überblick


  • Woher Krätze an der Hand kommt
  • Wie sich Krätze an der Hand äußert
  • Was gegen Krätze an der Hand hilft

Bei Krätze – fachsprachlich Scabies genannt – ist die Haut von Krätzmilben befallen. Deren Weibchen graben feine Gänge in die Oberhaut (Epidermis), wo sie leben und ihre Eier ablegen. Dabei bleiben die winzigen Parasiten praktisch immer in der obersten Schicht der Oberhaut: der Hornschicht (Stratum corneum), welche die äußere Schutzbarriere der Haut bildet.

Mehr wissen

Krätzmilben nehmen Sauerstoff nur per Diffusion über ihre Körperoberfläche auf. Diffusion bedeutet, dass sich der Sauerstoff passiv vom Ort höherer zum Ort niedrigerer Konzentration bewegt. Darum können die Milben nicht tief in die Haut vordringen: In tieferen Hautschichten bekämen sie zu wenig Sauerstoff.

Je dünner die Haut ist, umso leichter können Krätzmilben in sie eindringen. Körperstellen mit dünner Hornschicht sind aus diesem Grund besonders häufig von Krätze betroffen. An der Hand sind das vor allem die Fingerzwischenräume und das Handgelenk; bei Babys und Kleinkindern zeigt sich Krätze oft auch an der Handinnenfläche.

Woher Krätze an der Hand kommt

Hauptsächlich entsteht Krätze an der Hand – ebenso wie an jeder anderen Körperstelle – durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt mit einem Menschen, der von Krätzmilben befallen ist. Tiere können die Hautkrankheit nicht auf den Menschen übertragen.

Da Krätzmilben sich langsam fortbewegen und ihre Anzahl auf der Haut meist niedrig ist, muss der Hautkontakt großflächig sein und mindestens 5 bis 20 Minuten dauern, damit er zur Übertragung der Krätze ausreicht. Wer also etwa die Hand einer befallenen Person länger hält, kann sich dadurch anstecken.

Hingegen gilt bei gewöhnlicher Krätze eine Übertragung durch flüchtige Berührungen – wie Hand geben oder kurz umarmen – als ausgeschlossen. Nur bei der seltenen Borkenkrätze (Scabies crustosa), bei der die Haut teils von mehreren Millionen Milben befallen ist, kann schon ein kurzer Hautkontakt zur Ansteckung führen.

Wie sich Krätze an der Hand äußert

Krätze äußert sich an der Hand durch dieselben Symptome wie an anderen Körperstellen auch. Als erstes Anzeichen für den Befall sind manchmal die von den Krätzmilben in die Oberhaut gegrabenen Gänge zu erkennen: Sie erscheinen als winzige erhabene und geschlängelte Linien auf der Haut.

Oft sind diese Milbengänge allerdings gerade bei gewöhnlicher Krätze schwer aufzuspüren. An der Hand finden sie sich am ehesten zwischen den Fingern und am Handgelenk. Bei Babys und Kleinkindern kann sich Krätze auch an der Handfläche zeigen – doch bei Erwachsenen und älteren Kindern normalerweise nicht.

Deutlicher bemerkbar macht sich Krätze an der Hand am Ende der Inkubationszeit: Dann bildet sich ein Hautausschlag mit Rötungen, Knötchen und/oder Bläschen an den befallenen Stellen. Typischerweise ist der Ausschlag mit Juckreiz verbunden, der nachts meist am stärksten ist. Das kann massive Schlaf- und Konzentrationsstörungen zur Folge haben.

Wegen des starken Juckreizes weist die von Krätze befallene Hand oft deutliche Kratzspuren auf. Wenn Betroffene ihre Haut beim Kratzen verletzen, können zudem Bakterien in die Wunde eindringen und so eine Entzündung hervorrufen: Dadurch kann die Stelle stärker gerötet sein und nässen; teils bilden sich auch Eiter und Schorf.

Zunächst bleibt der juckende Ausschlag bei Krätze an der Hand mehr oder weniger auf die von Krätzmilben befallenen Stellen begrenzt. Im weiteren Verlauf können sich die Beschwerden jedoch auf Bereiche ausbreiten, wo sich keine Krätzmilben befinden.

Doch wer seine Haut besonders gründlich pflegt, entwickelt bei einem Befall mit Krätzmilben manchmal nur eine sogenannte gepflegte Krätze: Dabei ist an der Hand und an anderen betroffenen Stellen zwar der Juckreiz zu spüren, aber kaum etwas von der Hautkrankheit zu sehen.

Hingegen ist die hochansteckende Borkenkrätze, die vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auftritt, nicht zu übersehen. Bei dieser schweren Form von Krätze kommt es hauptsächlich an Handfläche, Fußsohle, Ellenbogen und Knie zu einer extremen Krustenbildung. Oft sind hier auch Körperbereiche von Milben befallen, die normalerweise nicht betroffen sind (wie etwa das Gesicht).

Was gegen Krätze an der Hand hilft

Gegen Krätze an der Hand sind zwei Dinge besonders wichtig: Hygienemaßnahmen, um Krätzmilben in der Umgebung (vor allem an kürzlich benutzten Textilien) loszuwerden, sowie eine Behandlung mit einem Arzneimittel, um die Parasiten auf und in der Haut abzutöten.

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Für gewöhnlich lässt sich Krätze an der Hand örtlich behandeln. Meist kommt dazu eine Creme mit dem Wirkstoff Permethrin zum Einsatz. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es nötig, diese lückenlos auf den gesamten Körper aufzutragen und mindestens acht (besser: zwölf) Stunden einwirken zu lassen.

Wenn die Permethrin-Creme unzureichend wirkt oder für Betroffene aus sonstigen Gründen ungeeignet ist, lässt sich Krätze an der Hand alternativ mit einer anderen Creme oder mit Tabletten behandeln. Die meisten Behandelten sind schon bald nach der Anwendung nicht mehr ansteckend.

Mehr erfahren

Lesen Sie genauer nach, wie sich Krätze erfolgreich behandeln lässt und wie Sie die Krätzmilben in der Wohnung loswerden.

Solange die Behandlung bei Krätze an der Hand nicht ganz abgeschlossen ist, können Betroffene die Krätzmilben leicht an andere Menschen weitergeben. Daher ist es ratsam, bis dahin auf langes Händchenhalten, Sex und sonstige enge Körperkontakte zu verzichten.

Lässt sich enge körperliche Nähe kaum vermeiden (etwa in der Pflege), kann das Tragen von langärmeliger, körperbedeckender Kleidung und Einweghandschuhen davor schützen, sich mit Krätze anzustecken. Kommt die Hand dennoch mit der Haut einer befallenen Person in Kontakt, hilft es, direkt danach die Hände (auch unter den Fingernägeln) und Arme gründlich zu waschen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • "Scabies". Online-Informationen der Centers for Disease Control and Prevention (CDC): www.cdc.gov (Abrufdatum: 18.11.2022)
  • "Skabies (Krätze)". Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Stand: 5.7.2022)
  • "Krätze (Skabies)". Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 9.3.2022)
  • "Skabies (Krätze)". Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 9.12.2021)
  • "Skabies (Krätze)". Online-Informationen des öffentlichen Gesundheitsportals Österreichs: www.gesundheit.gv.at (Stand: 12.8.2019)
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