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Häufiges Nasenbluten bei Kindern: Kann es Leukämie sein?


Häufiges Nasenbluten bei Kindern – kann es Leukämie sein?

Von Astrid Clasen

Aktualisiert am 25.10.2022Lesedauer: 3 Min.
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Frau behandelt Kind mit blutender Nase
In seltenen Fällen ist häufiges Nasenbluten Anzeichen einer Leukämie. (Quelle: Zinkevych/Getty Images)
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Oft ist häufiges Nasenbluten bei Kindern unbedenklich. Doch auch schwerwiegende Gründe wie etwa Leukämie können dahinterstecken. Was Eltern wissen sollten.

Leukämie – umgangssprachlich Blutkrebs genannt – ist eine insgesamt vergleichsweise seltene Form von Krebs. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren macht sie allerdings fast ein Drittel aller Krebserkrankungen aus. Ihre Symptome sind sehr vielfältig – dazu zählen etwa Blutarmut, häufige Infekte oder eine verstärkte Neigung zu Blutungen. Letzteres kann sich beispielsweise äußern durch:

  • punktförmige Hauteinblutungen (Petechien)
  • blaue Flecken (Hämatome) schon nach leichten Stößen
  • ungewöhnlich lange blutende Wunden
  • öfter auftretendes Zahnfleischbluten
  • häufiges Nasenbluten

Dass Leukämie manchmal verstärkt zu solchen Blutungen führt, liegt daran, dass die Leukämiezellen die Bildung funktionsfähiger Blutzellen im Knochenmark stören: Sie verdrängen dort zunehmend die gesunden Zellen, aus denen normalerweise weiße und rote Blutkörperchen sowie Blutplättchen entstehen.

Sind dadurch im Blut viel zu wenig Blutplättchen vorhanden, steigt das Risiko für Blutungen. Denn die Blutplättchen (fachsprachlich: Thrombozyten) sind für die Blutgerinnung unverzichtbar: Sie sorgen bei Verletzungen dafür, dass die Blutung zum Stillstand kommt. Darum kann häufiges Nasenbluten bei Kindern manchmal ein Anzeichen für Leukämie sein.

Leukämie als Ursache eher unwahrscheinlich

Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass keine Leukämie dahintersteckt. Denn häufiges Nasenbluten kommt gerade bei Kindern und Jugendlichen oft auch ohne ersichtlichen Grund vor – etwa während eines starken Wachstumsschubs – und ist meist völlig harmlos.

Zudem blutet die Nase ziemlich schnell: Ihre Schleimhaut ist von vielen zarten Blutgefäßen durchzogen, die leicht einreißen können. Kinder brauchen also beispielsweise nur einmal kräftig die Nase zu putzen oder in der Nase zu bohren – und schon kann Blut fließen. Besonders schnell passiert das, wenn die Nasenschleimhaut vorgeschädigt ist – etwa durch trockene Heizungsluft im Winter, Klimaanlagen im Sommer oder die übertriebene Anwendung von abschwellenden Nasentropfen und Nasensprays.

Darüber hinaus kann häufiges Nasenbluten bei Kindern neben Leukämie auf viele weitere Krankheiten oder auf Verletzungen hinweisen, die deutlich weniger schwerwiegend sind. Zu den möglichen Ursachen für eine öfters blutende Nase gehören zum Beispiel:

  • erkältungsbedingter Schnupfen
  • Allergien (wie Heuschnupfen)
  • äußere Einwirkungen (wie Stürze oder Schläge)
  • fieberhafte Infekte (wie Grippe oder Masern)
  • Blutschwämmchen (Hämangiom) in der Nase
  • Veränderungen an der Nasenscheidewand (etwa Eiteransammlungen oder kleine Risse bzw. Löcher)
  • gut- oder bösartiger Tumor in Nasenhöhle oder Nasennebenhöhle
  • Bluthochdruck
  • erblich bedingte Blutgerinnungsstörung (wie Hämophilie A oder B)

Selbst wenn häufiges Nasenbluten bei Kindern zusammen mit anderen möglichen Anzeichen einer Leukämie auftritt, ist das kein Grund zur Panik: All diese Beschwerden können ebenso gut auf andere – teils völlig harmlose – gesundheitliche Probleme hinweisen.

Was tun bei Nasenbluten?

Trotzdem ist es ratsam, unerklärliches häufiges Nasenbluten bei Kindern möglichst bald ärztlich abklären zu lassen: Nur so lassen sich ernst zu nehmende Ursachen sicher ausschließen. Sollte doch eine Leukämie für das Nasenbluten verantwortlich sein, ist eine rasche Diagnose besonders wichtig. Denn Kinder haben fast immer schnell fortschreitende Formen von Blutkrebs, bei denen sich der Gesundheitszustand innerhalb weniger Tage massiv verschlechtern kann.

Achtung: Wenn die Nase anhaltend heftig blutet, ist sofortiges Handeln nötig – egal, was dahintersteckt. Denn starkes Nasenbluten kann vor allem bei Babys und kleinen Kindern schnell lebensbedrohlich werden. Darum in dem Fall umgehend den Rettungsdienst (Telefonnummer 112) rufen und bis zu dessen Eintreffen geeignete Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen – das heißt:

  • dafür sorgen, dass das Blut nicht nach hinten in den Rachen fließt (etwa, indem das Kind in aufrechter Position bleibt und den Kopf nach vorne hängen lässt),
  • die Nasenflügel für einige Minuten mit den Fingern zusammendrücken und
  • unterstützend einen feuchtkalten (Wasch-)Lappen oder ein (in ein Tuch gewickeltes) Kühl-Pack in den Nacken legen.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • "Nasenbluten". Online-Informationen des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V. (Hrsg.): www.hno-aerzte-im-netz.de (Abrufdatum: 10.10.2022)
  • "Epistaxis (Nasenbluten)". Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Stand: 5.5.2022)
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