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Knacken im Rücken: Was es bedeutet


Knacken im Rücken: Was es bedeutet

Von Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 08.11.2022Lesedauer: 2 Min.
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Bei Bewegungsmangel oder Einnehmen derselben Position über längere Zeit, kann der Rücken verkrampfen. Wer sich danach bewegt, hört die typischen Knackgeräusche.
Bei Bewegungsmangel oder Unbeweglichkeit über längere Zeit kann der Rücken verkrampfen und verursacht Knackgeräusche. (Quelle: fizkes/Getty Images)
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Man streckt sich und plötzlich ist es da: ein lautes Knochenknacken im Rücken. Was sich oft gruselig anhört, ist meist harmlos – aber nicht immer.

Knackt der Rücken, ist oft eine Muskelverspannung im Spiel. Sie entsteht, wenn zu lange in derselben Position verharrt wird. Solche Verspannungen sind in der Regel unbedenklich und lösen sich nach kurzer Zeit wieder. Halten die Beschwerden jedoch an oder treten Begleitsymptome wie Schmerzen auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Warum macht der Rücken Geräusche?

Ein lautes Knacken im Rücken ist oft wahrnehmbar, wenn man sich reckt und streckt. Auch beim Sport kann die Wirbelsäule knacken. Tut sie dies ohne Schmerzen, ist das unbedenklich und auf die natürliche Anatomie zurückzuführen. Das Knacken im Rücken tritt oft dann auf, wenn die Wirbelsäule längere Zeit nicht in Bewegung war, beispielsweise nach langem Sitzen.

"Verharren wir länger in einer Position, wird das natürliche Gelenkspiel eingeschränkt und es verkrampfen die Muskeln, welche die Wirbelsäule stützen. Beim Strecken oder bei bestimmten Bewegungen lösen sich die Gelenkflächen kurz und die Muskeln lassen dann wieder locker. Dabei entsteht das Geräusch", sagt Professor Dr. Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) und Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, m&i-Fachklinik Herzogenaurach.


Osteoporose: Sieben Symptome

1. Schrumpfen/Größenverlust: Ein starkes Schrumpfen durch Osteoporose ist nicht unüblich, bis zu 20 Zentimeter sind bei schwerer Osteoporose möglich. Die Ursache für den Größenverlust sind Brüche an den Wirbelkörpern, die die Wirbelsäule zusammensacken lassen.
2. Gebückte Haltung: Bei fortgeschrittener Krankheit kann es zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule kommen. Das kann sich im Verlauf bis hin zum Buckel ("Witwenbuckel") und Rundrücken entwickeln. Der Rundrücken kann auch zu weiteren körperlichen Symptomen wie etwa Sodbrennen oder Kurzatmigkeit führen.
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Knacken im Rücken – woher kommt das?

Laut dem Experten ist das Knacken im Rücken vergleichbar mit dem Knacken der Finger. Lösen sich die Gelenkflächen kurz voneinander, entsteht ein Unterdruck und ein Knacken ist wahrnehmbar. Verursacht wird das Geräusch wahrscheinlich durch die Bildung von Gasbläschen in der Gelenkflüssigkeit – wie beim Öffnen einer Sprudelflasche. Die Gasbläschen platzen und die Gelenkflächen treffen wieder in ihrer natürlichen Position aufeinander.

"Das ist auch der Grund, warum Gelenke im Rahmen einer ärztlichen Behandlung oft laut knacken. Blockaden im Gelenk werden gelöst und die Gelenkbeweglichkeit wird wiederhergestellt", erklärt Kladny. "Bedenklich ist das nicht. Meist fühlen sich die Betroffenen nach dem Knacken sogar besser als zuvor – weil sich Verspannungen lösen konnten. Zu einem Arzt sollte man gehen, wenn es sehr oft knackt oder wenn Schmerzen das Knacken im Rücken begleiten."

Professor Bernd Kladny ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie.
Professor Bernd Kladny ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie. (Quelle: Glasow/dpa)

Professor Dr. Bernd Kladny ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) und Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, m&i-Fachklinik Herzogenaurach. Der Orthopäde und Unfallchirurg war maßgeblich an der VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz beteiligt.

Knacken im Rücken zeigt: Bewegung fehlt

Das Knacken im Rücken ist ein wichtiges Signal des Körpers. Es zeigt, dass der Rücken zu lange unbewegt war und sich die Muskulatur verspannt hat. Ruckartige Bewegungen, etwa beim Sport, können zusätzlich zu den Verspannungen Blockaden verursachen: "Bestimmte Bewegungen bewertet der Rücken als gefährlich.

Er spannt blitzschnell die Muskeln an, um die Wirbelsäule zu schützen. Verspannungen und Blockaden sind eine häufige Ursache von Rückenschmerzen", erklärt der Orthopäde.

Diese Maßnahmen schützen Knochen und Knorpel

Die Wirbelsäule braucht regelmäßig Bewegung, um gesund zu bleiben. Gelenke werden unter sportlicher Belastung geschmiert, besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Das ist vergleichbar mit einem Schwamm: Bei Belastung werden der Knorpel und die Bandscheibe ausgedrückt und Stoffwechselabfallprodukte können entweichen. Bei Entlastung nehmen die Gewebe wieder Nährstoffe aus der Umgebung auf.

Außerdem beugt Bewegung einem Verkürzen von Muskelfasern, Sehnen und Bändern vor. Kräftige Muskeln sind zudem eine unverzichtbare Stütze für die Wirbelsäule. Auch die Knochen brauchen für den Aufbau von Knochensubstanz Bewegung. "Wer sich zu wenig bewegt, riskiert im Alter Osteoporose und Arthrose – und ist gefährdeter für Knochenbrüche und Kreuzschmerzen", warnt Kladny.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • awmf.org: "Nicht-Spezifischer Kreuzschmerz". Langfassung der Nationalen Versorgungsleitlinie der Bundesärztekammer (BÄK), Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Ärztekammern Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), AWMF-Registernummer nvl-007. (Stand: 2017)
  • gesundheitsinformation.de: "Rücken- und Kreuzschmerzen". Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (Stand: 30. Januar 2019)
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