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Der Zen-Garten – Wie Sie ihn anlegen und was er bedeutet

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Natur in idealisierter Form  

Der Zen-Garten – Wie Sie ihn anlegen und was er bedeutet

07.02.2018, 15:32 Uhr | ch, jb, t-online.de

Der Zen-Garten – Wie Sie ihn anlegen und was er bedeutet. Steinbuddah im Zen-Garten (Quelle: Getty Images/absolutimages)

Zen-Garten: Anstatt den ganzen Garten in dem japanischen Stil zu gestalten, können Sie auch kleine Bereiche entsprechend dekorieren. (Quelle: absolutimages/Getty Images)

Steine, Kies und Moos – was langweilig klingt, wirkt gekonnt inszeniert edel und beruhigend. Wie Sie einen Zen-Garten auf Ihr Grundstück oder sogar in Ihr Büro holen, erklären wir Ihnen Schritt für Schritt.

Die Bedeutung des Zen-Gartens

Zen ist eine japanische Entwicklung des Buddhismus und bedeutet so viel wie Selbstversenkung und Meditation: das Wahrnehmen des Hier und Jetzt – ohne zu werten. Ziel ist, sich den Augenblick bewusst zu machen und das logische Denken auszuschalten. Dies fördert innere Ruhe und Gelassenheit, was sich positiv auf den gesamten Organismus auswirken kann. Dieses Bewusstsein können auch Sie erleben – in Ihrem Zen-Garten.

Der klassische Zen-Garten

Der Zen-Garten ist eine Besonderheit der traditionellen japanischen Gartenkunst und stellt die Natur in idealisierter Form dar. Ein demnach harmonisch und ästhetisch gestalteter Garten lädt zum entspannten Verweilen und Betrachten ein: Großzügige Sand- oder Kiesflächen, symbolhafte Steinsetzungen und ausgesuchte Pflanzen wie beispielsweise Moos erzeugen eine Weite und Tiefe, die den Garten optisch vergrößert. Durch die besondere Atmosphäre dient der Zen-Garten als Ort der Ruhe, aber auch als Inspirationsquelle.

Selbst in einem kleinen Dachgarten lassen sich solche Elemente einbringen und es entsteht eine ansprechende Landschaft in Kleinformat, in der Sie sich nach einem stressreichen Tag ausruhen und sammeln können.

Zen-Garten (Quelle: Getty Images/ClaraNila)Zen-Garten: Die traditionelle, japanische Gartenkunst stellt die Natur in idealisierter Form dar. (Quelle: ClaraNila/Getty Images)

Einen Zen-Garten anlegen

Die traditionelle japanische Gartenkunst können Sie in wenigen Schritten selber gestalten. Hierfür ist eine umfangreiche Planung sehr wichtig. Am besten zeichnen Sie sich vorab einfach Ihre Ideen – idealerweise maßstabsgetreu – auf. Hierdurch können Sie auch erkennen, ob Ihre Wünsche umsetzbar sind. Anhand der Skizze können Sie auch die entsprechenden Kosten sowie den Aufwand der Umgestaltung besser kalkulieren.

In einem Zen-Garten sollten die wichtigsten vier Elemente nicht fehlen. Diese sind

  1. Bäume
  2. Moos
  3. Steine
  4. Wasser, welches durch Sand symbolisiert wird.

Genaues Abmessen und Abstecken

Wenn Sie die Skizze angefertigt und alle benötigten Materialien besorgt haben, können Sie mit der Umgestaltung beginnen. Stecken Sie vorab mit Hilfe von Stäben und Fäden die Flächen für Bäume, Kies und Steine entsprechend ab. 

Rasenfläche komplett entfernen

Da ein Zen-Garten vorwiegend aus feinem Kies oder Sand besteht, müssen Sie bei der Umgestaltung den Rasen komplett entfernen. Hierzu zählt auch das komplette Wurzelwerk, da sonst der Rasen durch das Kiesbett hindurch wachsen kann. Zusätzlich können Sie auf das ausgehobene Beet auch ein Gartenvlies oder eine wasserdurchlässige Folie legen. Sie verhindert ebenfalls, dass Unkraut, Gras oder andere Pflanzen im Kiesbett wachsen. Ist die Folie verlegt, können Sie den Bereich mit Kies und Sand auffüllen. 

Achtung
Achten Sie beim Verteilen des Kieses darauf, dass Sie die Folie nicht beschädigen, da hier ansonsten Unkraut und Co. durchwachsen können
.

Bäume pflanzen und Garten dekorieren

Da ein Zen-Garten besonders durch Minimalismus hervorsticht, sollten Sie Dekoelemente wie Bäume, Moos und Steine nur sparsam einsetzen. Traditionell werden als Pflanzen vorwiegend Bonsaibäume verwendet, die entweder vereinzelt eingepflanzt oder im Kübeltopf entsprechend im Kies platziert werden. Denken Sie daran, nur eine geringe Anzahl an Bäumen einzusetzen, da bei dieser Form der Gartengestaltung weniger mehr ist. Damit der Garten grüner wirkt, können Sie auf den Boden um die Bonsaibäume vereinzelt Moos anpflanzen. 

Achtung
Pflanzen Sie die Bäumchen nicht nebeneinander oder in Gruppen. Kleine Wäldchen oder eine Hecke sind bei Zen-Gärten nicht erwünscht.

Steine und Dekoelemente platzieren

Als letzten Schritt können Sie große Steine und Dekoelemente wie buddhistische Skulpturen entsprechen in Ihrem Zen-Garten platzieren. Wichtig ist bei der Anordnung, nicht symmetrisch vorzugehen. Vermeiden Sie auch, ausschließlich Elemente mit derselben Größe oder Form zu verwenden. 

Linien mit der Harke ziehen

Wenn Sie fertig mit dem Anlegen Ihres Zen-Gartens sind, können Sie mit dem meditativen Harken beginnen. Der Sand symbolisiert die Weite des Meeres und die Steine symbolisieren die Inseln, Berge oder Klippen. Mit einem Rechen, der den Wind darstellt, kann man kontinuierlich die Wellen des Meeres als Spuren in den Sand zeichnen. Die Linien sollten daher weich und wellenförmig sein. 

Wenn Sie geübt in der Linienführung sind, können Sie nun beginnen, die Muster so zu gestalten, dass weder ein Ende noch ein Anfang zu erkennen ist. 

Der kleine Zen-Garten für den Schreibtisch

Im Handel angeboten werden Zen-Gärten in Miniaturformat als Meditationshilfe oder zu dekorativen Zwecken. Diese kleinen Gärten bestehen meist aus einem rechteckigen Rahmen, in dem sich Sand und Steine befinden. Mit einer kleinen Harke können Sie auch hier im Sand den Wind oder das Meer symbolisch nachahmen. Durch das Konzentrieren auf diese Übung fällt es leichter, den gewünschten meditativen Zustand zu erreichen und neue Kraft für den Alltag zu tanken.

Einen Miniatur-Zen-Garten selber machen

Einen Miniatur-Zen-Garten können Sie kaufen oder auch selber machen. Hierfür benötigen Sie

  • einen Behälter,
  • feinen Quarzsand sowie eine
  • geringe Anzahl an Kieselsteinen und Muscheln und
  • die Zen-Harke.

Die Zen-Harke erhalten Sie im Baumarkt oder Bastelbedarfsladen.

Füllen Sie die Schale oder die flache Kiste bis zu einem Viertel mit dem Sand – dieser wird besonders fein, wenn Sie ihn vorab sieben. Legen Sie anschließend drei bis vier Steine sowie ein bis zwei Muscheln in den Sand – eine ungrade Anzahl ist bei der Gestaltung besonders beliebt. Platzieren Sie diese Elemente nicht an einem Platz, sondern verteilen Sie diese entsprechend im Sand, sodass Sie noch ausreichend Platz haben, um entsprechende Bahnen mit der Harke zu fahren. Bei der Dekoration für den Zen-Garten gilt: Weniger ist mehr. 

Unser Tipp
Anstatt einer Harke können Sie auch ein Stäbchen oder einen Kugelschreiber zum Gestalten des Sandes nutzen.
Bei den Bahnen gibt es kein richtiges und kein falsches Muster.  

Zen-Garten oder japanischer Garten?

Unterschiede zwischen einem Zen-Garten und einem japanischen Garten gibt es viele. Bei einem japanischen Garten steht vor allem die Nachempfindung der Natur im Vordergrund – allerdings in Miniaturform. Zudem ist die Symbolik bei einem Japangarten besonders wichtig. Die Miniaturgärten stellen ein Landschaftsbild auf kleinstem Raum nach. 

Zen-Gärten sind hingegen eher eine Art Trockengärten. Hier steht vor allem die Meditation sowie die Selbstversenkung im Vordergrund. Der Geist soll mithilfe der spärlich eingesetzten Elemente herausgefordert werden. 

 

Verwendete Quellen:
  • Deavita
  • Gartentipps
  • Everyday Feng Shui
  • Mein-Zengarten.at
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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