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Nachbarschaft: Schikanen und Mobbing durch den Nachbar

Lärm, Kontrolle, Beleidigung  

Tyrannisierender Nachbar: Das können Sie dagegen tun

30.07.2021, 09:24 Uhr | jb, t-online

Nachbarschaft: Schikanen und Mobbing durch den Nachbar. Wut: Wenn der Nachbar keine Rücksicht nicht, kann dies schnell in einen heftigen Streit ausarten. (Quelle: Getty Images/(Symbilbild) SilviaJansen)

Wut: Wenn der Nachbar keine Rücksicht nicht, kann dies schnell in einen heftigen Streit ausarten. (Quelle: (Symbilbild) SilviaJansen/Getty Images)

Der geklaute Fußabtreter, etwas Hundekot vor der Tür oder der anhaltende Lärm während der Ruhezeit. Ist das Verhältnis zu anderen Mietern schlecht, kann es schnell in einen Streit münden. Wie sollten Sie sich verhalten? Wie können Sie sich wehren?

Nicht jeder versteht sich gut mit seinen Nachbarn. Das wird häufig erst dann zum Problem, wenn aus der Unstimmigkeit Schikane oder sogar Mobbing wird. Ist die Tyrannei so stark und belastend, ziehen Mieter sogar aus, um endlich Ruhe zu haben. Was können Sie bei Schikane Ihres Nachbarn tun?

Nicht jeder versteht sich gut mit seinen Nachbarn

Zwar gaben in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov aus dem vergangenen Jahr 70 Prozent der Deutschen an, sich gut mit ihrem Nachbarn zu verstehen, dennoch ist Schikane und Mobbing nicht selten. So gaben in derselben Umfrage 18 Prozent der Befragten an, sich "schlecht" oder sogar "sehr schlecht" mit ihren Nachbarn zu verstehen. Bei einem angespannten Verhältnis oder Ärger kommt es häufig sogar zur Tyrannei und Schikane zwischen zwei oder mehreren Parteien.

Darüber wird gestritten

Und wenn es zu einer Auseinandersetzung kommt, was sind dann die häufigsten Gründe? Das fragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa rund 1.000 Personen. Sie nannten folgende Punkte: 

  • Lärmbelästigung (74 Prozent), 
  • Ärger über das Auto des Nachbarn – zum Beispiel durch falsches Parken (53 Prozent) sowie
  • Missachtung der nachbarschaftlichen Pflichten (52 Prozent) – beispielsweise die Treppenhausreinigung oder Räumpflicht.

Aber auch wegen störender Haustiere oder unfreundlichem Verhalten geraten Nachbarn häufig aneinander. (Welche Gründe es noch gibt, erfahren Sie hier.)

So quälen Tyrannen andere Nachbarn

Wenn Ihr Nachbar Sie stört, sollten Sie das Gespräch suchen und ihn freundlich darauf ansprechen. Häufig wissen die Beschuldigten nicht, wie ihr Verhalten auf andere wirkt.

Es gibt jedoch auch Personen, die auf die Konfrontation mit Trotz reagieren. So kann das vorab vielleicht eher unabsichtliche, rücksichtslose Verhalten sogar in absichtliche Boshaftigkeiten ausarten. Es kann zu absichtlicher Ruhestörung (44 Prozent), ständiger Kontrolle (40 Prozent) oder Beleidigungen und Beschimpfungen (34 Prozent) kommen. 

Wie sollten Sie auf die Tyrannei Ihres Nachbarn reagieren?

Wenn Sie unter den Boshaftigkeiten Ihres Nachbarn leiden, müssen Sie nicht gleich nach einer neuen Wohnung suchen oder gar Anzeige erstatten. Vor allem letztere Option verschlimmert meist die Lage. Anwälte und Mieterschutzvereine raten zu folgenden Punkten:

  1. Informieren Sie sich bei Ihrer Hausverwaltung oder Ihrem Vermieter, was erlaubt ist und was nicht. Hausbesitzer können sich an die Gemeinde wenden und fragen, wann eine Ordnungswidrigkeit vorliegt und welches Verhalten Ihres Nachbarn noch erlaubt ist.
  2. Suchen Sie dann das persönliche Gespräch mit Ihrem Nachbarn. Wichtig ist, dass Sie dabei respektvoll und höflich bleiben – unabhängig davon, wie verärgert Sie sind. Vermeiden Sie Vorwürfe und Zurechtweisungen.
  3. Ignoriert Ihr Nachbar Ihr Anliegen, können Sie sich an den Vermieter wenden und ihm die Streitigkeiten schildern. Vorab sollten Sie ein Protokoll darüber führen, wann, wie häufig und auf welche Art Sie tyrannisiert wurden. Dokumentieren Sie dies am besten auch anhand von Fotos.
  4. Hausbesitzer können sich an eine kommunale Schiedsstelle wenden. Sowohl der Vermieter als auch die Schiedsstelle können dabei helfen, zwischen den zerstrittenen Parteien zu vermitteln.

Wenn all diese Maßnahmen keine Besserung bringen, können Sie einen Anwalt einschalten. Dieser kann beispielsweise eine Mediation einleiten. Erst wenn diese auch nichts bringt, können Sie eine Klage in Erwägung ziehen.

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