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Öko-Fisch: Essen mit gutem Gewissen

pc (CF), ar

Aktualisiert am 13.05.2015Lesedauer: 3 Min.
Heringe zählen laut Greenpeace zu den empfehlenswerten Fischarten.
Heringe zählen laut Greenpeace zu den empfehlenswerten Fischarten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Immer mehr Fischarten sind weltweit durch Überfischung gefährdet. Wer ökologisch und umweltbewusst essen möchte, sollte daher zu sogenanntem Öko-Fisch greifen. Hier erfahren Sie, wie Sie nachhaltige Meeresprodukte erkennen, welche Fischsorten Sie beruhigt essen können und wo Sie genau auf die Herkunft achten sollten.

Überfischung durch hohen Konsum

Fisch ist nicht nur lecker, sondern gilt auch als sehr gesund. Bei vielen Deutschen kommt er regelmäßig auf den Tisch. Viele Fischarten sind aber überfischt und in ihrem Bestand bedroht, sowohl weltweit als auch in direkter Umgebung von Deutschland in Nord- und Ostsee. Der Konsum ist hierzulande so groß, dass nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace mehr als 80 Prozent der in Deutschland verkauften Fische Importware sind.

Bleibt das so, könnten in 40 Jahren die meisten kommerziell genutzten Fische in ihren Beständen gefährdet oder sogar gar nicht mehr vorhanden sein, warnen Experten laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) über ökologischen Fisch.


Diese Fischsorten können sie bedenkenlos essen

Ernährungsexperten empfehlen ein bis zwei Mal Fisch pro Woche.
Eine einfache Orientierung sind die Labels des Marine Stewardship Council (MSC).
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Rückwurfverbot für Europas Fischer

Aus diesem Grund hatten sich, wie Tagesschau online berichtet, im Februar 2013 die Abgeordneten des EU-Parlaments getroffen und über eine Fischereireform verhandelt. Noch im Laufe des Jahres 2014 sollen Europas Fischer ihren Beifang nicht wieder zurück ins Meer werfen dürfen. Die Fischereireform wurde bereits mit breiter Mehrheit vom Parlament angenommen. Allerdings müssen auch die EU-Regierungen noch der Reform für einen nachhaltigen Fischfang zustimmen – hier wird mit Widerstand gerechnet.

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Der Verabschiedung der Fischereireform des EU-Parlaments wurde von Umweltverbänden und Wissenschaftlern begrüßt, da langfristigen Managementpläne nach wissenschaftlichen Kriterien festlegen sollten, wie viel Fisch gefangen werden darf.

Bisher wurde sich in diesen Verträgen nie an die Empfehlungen der Wissenschaftler gehalten und als Folge sind fast drei Viertel aller Bestände in Europa überfischt, weltweit sind es 25 Prozent. Zudem werfen europäische Fischer etwa ein Viertel des Fangs wieder zurück ins Meer um Quoten einzuhalten. Die meisten Fische sind dann allerdings bereits tot oder am sterben.

Öko-Fisch an Siegeln erkennen

Wie die Deutsche Umwelthilfe auf ihrer Homepage informiert, liegt der deutsche Fischkonsum mit über 15 kg pro Kopf weit über den legalen Fangmöglichkeiten deutscher Fischer. Würden mehr Verbraucher bewusst zu Öko-Fisch, also Fisch aus nachhaltigen Quellen, greifen und generell auf einige Fischsorten verzichten, könnte sich die Lage deutlich entspannen.

Fischprodukte aus nachhaltiger Fischerei und Aquakultur sollen Konsumenten unter anderem an Verpackungsangaben und Umwelt-Siegeln erkennen. Zu den Öko-Fisch-Siegeln gehört beispielsweise das Zeichen des Marine Stewardship Council (MSC), das 1997 vom WWF und dem Fischstäbchenproduzenten Unilever gegründet wurde.

Für Produkte aus ökologischen Aquakulturen steht außerdem das Siegel Friend of the Sea (FOS). Wenn ein Unternehmen seinen Fisch mit dem Siegel auszeichnen möchte, muss es dafür unter anderem die Schiffe der Fischer und die Fangmethoden kontrollieren sowie die Fänge genau dokumentieren.

Öko-Siegel in der Kritik

Solche Öko-Fisch-Siegel sind allerdings nicht unumstritten, da sie nicht absolut verlässlich zu sein scheinen. Einige Experten kritisieren, dass die zertifizierten Produkte nicht immer ausreichend von den Herstellern kontrolliert werden.

In einer 2012 durchgeführten Untersuchung von 130 MSC- und FOS-zertifizierten Fischbeständen stellte das Geomar-Institut in Kiel nach Aussage des Biologen Rainer Froese fest, dass "nur etwa die Hälfte der MSC-zertifizierten Produkte aus nachweislich gesunden Beständen mit angemessen niedrigem Fischereidruck stammte". Alle anderen Bestände seien zu klein oder zu hart befischt worden oder es lagen nicht genügend Informationen vor, um eine Aussage treffen zu können.

Trotzdem sollten Sie weiterhin auf die Siegel achten: "Die Produkte von MSC oder FOS sind sicherer als nicht zertifizierte Ware", so Froese weiter. Laut WWF sollten Sie generell beim Kauf von Fischprodukten auf Bio-und Umweltsiegel wert legen.

Einige Fischarten besser gar nicht essen

Nicht nur Öko-Siegel können Ihnen dabei helfen, ökologisch zu essen. Auf einige Fische sollten Sie nämlich am besten ganz verzichten. Um sich hier einen Überblick zu verschaffen, veröffentlichen diverse Umweltorganisationen regelmäßig Fisch-Ratgeber oder Einkaufsführer für Fisch, in denen sie den Verbrauchern Tipps geben, welche Fische sie bedenkenlos essen können und welche Arten besonders gefährdet sind.

Diese Empfehlungen unterscheiden sich zum Teil voneinander. In 2014 stufen sowohl Greenpeace als auch der WWF den Verzehr von Karpfen und Afrikanischer Wels als völlig bedenkenlos ein. Forelle und Hering sind laut Greenpeace ebenfalls empfehlenswert, während der WWF hier bereits rät, lieber zu anderen Sorten zu greifen.

Achten Sie bei Fisch-Ratgebern auch auf die Unterschiede bei den Fangebieten und Sorten. So ist zum Beispiel Lachs, nach Greenpeace, nicht empfehlenswert. Noch empfehlenswerte Ausnahmen bilden hier jedoch der Pazifische Lachs und der Atlantische Lachs.

Fisch bleibt trotz allem ein wichtiges und gesundes Nahrungsmittel. Mit dem richtigen ökologischen Bewusstsein können Sie die Meerestiere daher auch in Zukunft mit gutem Gewissen essen.

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Von Silke Ahrens
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