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Butter draußen oder im Kühlschrank lagern? Das sollten Sie wissen

Ranziges Streichfett entsorgen?  

Butter sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden

07.03.2021, 12:24 Uhr | stw , jb, t-online

Lifehack: Mit dem Glas-Trick wird Butter streichzart

Geschmeidig und ganz einfach zu verstreichen – so soll Butter sein. Doch frisch aus dem Kühlschrank, scheint sie von diesem Zustand weit entfernt. Ein Trick schafft in wenigen Minuten Abhilfe. (Quelle: t-online/Eigenes Material)

Weiche Butter im Handumdrehen: Wie der Trick mit dem Glas funktioniert, sehen Sie im Video. (Quelle: t-online)


Gute Butter sollte weder zu weich noch zu hart sein. Viele bewahren sie daher nicht im Kühlschrank auf, damit sie sich leichter aufs Brot streichen lässt. Doch wie schnell wird das Streichfett eigentlich ranzig und sollte man sie nicht doch besser kühlen? 

Sie gehört für viele zum Frühstück dazu: Butter. Doch auch zum Verfeinern von Gerichten und Backen wird das Streichfett verwendet. Wer die Butter jedoch falsch lagert oder nutzt, riskiert, dass sie schlecht wird.

Kann Butter schimmeln?

Durch die falsche Lagerung oder Handhabung können Lebensmittel schnell schimmeln. Echte Butter schimmelt selten, da sie größtenteils aus Fett besteht. Dasselbe gilt für Öle, Margarine oder Pflanzenfette. Aber: Sobald das Streichfett geöffnet und verwendet wurde, kann sich auch hier Schimmel bilden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn mit einem verschmutzten Messer etwas Butter entnommen wurde oder anderweitig Fremdkörper auf das Lebensmittel gelangt sind. Wird die Butter zusätzlich nicht richtig gelagert und gekühlt, kann sich schnell Schimmel bilden. Dann sollten Sie die Butter nicht mehr essen.

Muss Butter gekühlt werden?

Auch wenn viele anderer Meinung sind und es seit Jahren anders handhaben: Butter gehört in den Kühlschrank, rät die Verbraucherzentrale Berlin. Denn bei Zimmertemperatur können die im Streichfett enthaltenen Fette schnell ranzig werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Butterpäckchen bereits angebrochen ist oder nicht.

Die Aufbewahrung in einer Dose in dunkler und trockener Umgebung ist auch keine gute Alternative. Hier wird die Butter nach einigen Tagen ranzig und beginnt unangenehm zu riechen.

Auch Margarine muss gekühlt werden

Gleiches gilt laut der Verbraucher-Initiative auch für Margarine. Sie rät daher dazu, immer zu den Packungen im Kühlregal zugreifen.

Wie lange ist Butter haltbar?

Die Haltbarkeit der Butter hängt auch von ihrem Fettgehalt ab. Je höher dieser ist, desto länger ist sie haltbar. Echte Butter muss laut EU-Verordnung einen Fettanteil von mindestens 80 Prozent haben. Dadurch ist sie beispielsweise bis zu sechs Monate ungeöffnet haltbar. Wichtig ist, dass sie im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Je geringer der Fettanteil, desto schneller sollte Butter verbraucht werden. Vor allem, wenn sie geöffnet wurde. Dann ist sie nur wenige Wochen haltbar.

Woran erkenne ich ranzige Butter?

Ranzige Butter erkennen Sie daran, dass sich ihre helle, gelbliche Färbung in ein dunkles Gelb verwandelt hat. Das ist ein erstes Anzeichen dafür, dass sich die pflanzlichen und tierischen Fette in der Butter verändert haben. Verantwortlich dafür sind Licht, Sauerstoff sowie Mikroorganismen und Enzyme. Unter diesem Einfluss werden die Fette zersetzt und es entstehen Abbauprodukte, die nicht nur schlecht riechen, sondern auch schlecht schmecken und als gesundheitsschädlich gelten.

Handelt es sich nur um wenige, verfärbte Stellen, können Sie diese großzügig entfernen. Probieren Sie vorsichtig, ob der restliche Teil ebenfalls ranzig geworden ist. Ist dies nicht der Fall, können Sie das Streichfett noch verzehren.

Ist ranzige Butter gesundheitsschädlich?

Im Normalfall verhindert bereits ein stechender Geruch, dass man das Produkt verzehrt. Wenn Sie doch einmal ranzige Butter essen sollten, kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Dies gilt insbesondere für Personen mit einem Gallenleiden, bei denen die Fettverdauung nicht mehr richtig funktioniert.

Kann ich ranzige Butter noch verwerten?

Ranzige Butter können Sie beispielsweise erhitzen und damit Ihre Gerichte verfeinern. Auch wenn Sie das Fett zum Braten oder Backen verwenden, ist Butter, die noch nicht allzu lange ranzig ist, noch verwendbar.

Teilweise wird auch geraten, etwas Natronwasser mit der Butter zu vermengen. Dazu benötigen Sie einen Teelöffel Natron und mischen diesen mit einem Glas Wasser (200 ml). Anschließend kneten Sie die Flüssigkeit in die Butter ein. 

Streichfett gehört in das Butterfach im Kühlschrank

Das Streichfett sollte im Butterfach vom Kühlschrank aufbewahrt werden. Hier herrschen mildere Temperaturen als im restlichen Kühlschrank, sodass die Butter nicht zu hart wird. Sie können die Butter auch einige Minuten vor dem Verzehr aus der Kühlung nehmen, dann ist sie besonders streichfähig und kann zudem ihr Aroma entfalten.

Ein weiterer Tipp: Butter nimmt sehr schnell fremde Gerüche auf. Damit sie nicht nach Käse oder anderen Lebensmitteln aus Ihrem Kühlschrank schmeckt, sollten Sie die Butter in einer Vorratsdose aufbewahren.

Butter können Sie auch einfrieren

Wenn Sie das Streichfett auf Vorrat kaufen, können Sie es auch einfrieren. Bei minus 18 Grad hält es sich sogar bis zu sieben Monate. Bei Lagerung im Gefrierfach empfiehlt es sich, die Butter noch einmal extra zu verpacken, damit sich weniger Eiskristalle auf ihr bilden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Verbraucherzentrale Berlin

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