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Aprikosen: Wie gesund sind die Steinfrüchte? Inhaltsstoffe und Kalorien

Viel Vitamin C  

Aprikosen: Wie gesund sind die Steinfrüchte?

12.04.2021, 14:18 Uhr | rk, helack, cch, t-online

Aprikosen: Wie gesund sind die Steinfrüchte? Inhaltsstoffe und Kalorien. Aprikosen: Vitamine, Mineralstoffe und wenige Kalorien machen die Aprikose zu einer kleinen Powerfrucht. (Quelle: Getty Images/GSPictures)

Aprikosen: Vitamine, Mineralstoffe und wenige Kalorien machen die Aprikose zu einer kleinen Powerfrucht. (Quelle: GSPictures/Getty Images)

Ihre Haut ist sonnengelb und samtig-weich, im besten Fall schmecken sie saftig-süß – doch sind Aprikosen gesund? Eine Antwort auf diese Frage und weitere Informationen zu den Sommerfrüchten finden Sie hier.

Die Heimat der sonnigen Früchte liegt in China und dem Hochland zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer. Heute wachsen Aprikosen fast überall dort, wo es schön warm ist. Aprikosen, die im Supermarkt verkauft werden, stammen mehrheitlich aus Anbaugebieten in Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich und der Türkei. Im Sommer können Sie aber auch auf deutsche Früchte zurückgreifen, die im Süden des Landes kultiviert werden.

Die Saison für die Früchte hängt vom jeweiligen Herkunftsland ab. Im Mittelmeerraum sind sie bereits ab Mai reif. In Deutschland müssen sich Obstbauern in der Regel bis zum Juli mit der Ernte gedulden.

Sind Aprikosen gesund?

Die Frage, ob Aprikosen gesund sind, lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Sie gehören zwar nicht zu den Spitzenreiterinnen, was den Vitamin C-Gehalt anbelangt – 100 Gramm Aprikosen enthalten etwa 10 Milligramm des Nährstoffs. Doch dafür sind Aprikosen reich an Provitamin A (Beta-Carotin), das für eine schöne, weiche Haut sorgt und die Sehkraft stärken soll. Beta-Carotin schützt die Haut zudem vor UV-Strahlen.

Außerdem enthalten die kleinen Früchte mit dem weißlichen oder orangefarbenen Fruchtfleisch Vitamine E und B und Mineralstoffe wie Phosphor, Eisen, Magnesium und Kalium. Die Sommerfrüchte sollen entschlackend und harntreibend wirken. Zudem sollen sie das Immunsystem und den Kreislauf stärken. Außerdem haben Sie auch eine positive Wirkung auf Haare und Nägel. Die enthaltene Salicylsäure tötet Keime im Magen-Darm-Trakt ab. Und auch gegen Kopfschmerzen und sogar gegen Migräne sollen Aprikosen helfen können – konkret der Stoff Dimethylglycine, der im Kern der Aprikose steckt.

Wie gesund sind getrocknete Aprikosen?

Zwar enthält getrocknetes Obst weniger Vitamin C, da das hitzeempfindliche Vitamin beim Trocknen verloren geht. Dafür sind Trockenfrüchte aber durch ihren hohen Ballaststoffgehalt besonders gesund für den Verdauungstrakt.

Zudem weisen getrocknete Aprikosen durch den Wasserentzug eine höhere Mineralstoffkonzentration auf. So steckt zum Beispiel mehr Kalium in den getrockneten Früchten als in frischen. Allerdings enthalten sie auch deutlich mehr Kalorien.

Wie viele Kalorien enthält die Steinfrucht?

Wer die Früchte nicht in großen Mengen verzehrt, muss sich keine Sorgen machen. Pro 100 Gramm enthalten Aprikosen gerade einmal 43 Kalorien. Auch der Fettgehalt ist mit 0,1 Gramm pro 100 Gramm Aprikosen kaum existent.

Wenn Sie getrocknete Aprikosen essen, sollten Sie jedoch beachten, dass dem Trockenobst das Wasser entzogen wurde, und die Früchte zu 50 bis 70 Prozent aus Fruchtzucker bestehen. Das getrocknete Obst hat ein deutlich kleineres Volumen als frisches Obst. 100 Gramm frische Aprikosen kann man also nicht mit 100 Gramm getrockneten Aprikosen gleichsetzen, diese schlagen mit rund 240 Kalorien zu Buche.

Bittere Aprikosenkerne enthalten Amygdalin

Bitteren Aprikosenkernen wird nachgesagt, dass sie Krebs vorbeugen oder bekämpfen können. Dafür gibt es laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung jedoch keinen wissenschaftlichen Nachweis. Vielmehr warnt das Institut vor dem Verzehr von mehr als ein bis drei Aprikosenkernen am Tag, da diese einen hohen Gehalt an Amygdalin aufweisen. Besser sei ein kompletter Verzicht. Während der Verdauung wird aus dem Amygdalin Blausäure freigesetzt. Diese kann in größeren Mengen zu Vergiftungen und sogar zum Tod durch Atemlähmung führen.

Süße Aprikosenkerne enthalten ebenfalls Amygdalin, jedoch in deutlich geringerer Konzentration. Die Kerne werden unter anderem zur Herstellung von Persipan verwendet, ein Marzipan-Ersatz-Produkt.

Aprikosenbaum: Die Aprikose gehört zur Familie der Rosengewächse. (Quelle: Getty Images/Zoya2222)Aprikosenbaum: Die Aprikose gehört zur Familie der Rosengewächse. (Quelle: Zoya2222/Getty Images)

Welche Aprikosensorten gibt es?

Aprikosenbäume können auch in Deutschland herangezogen werden. Zu den Sorten, die sich zum Anbau in unseren Breiten eignen, gehören zum Beispiel:

  • Compacta (saftig, mittelgroße Frucht)
  • Gold Rich (sehr süß, eher kleine Frucht)
  • Harlayne (saftig, kleine bis mittelgroße Frucht)
  • Kuresia (sehr aromatisch, süß-säuerliche Frucht)
  • Kioto (aromatisch, feste, mittelgroße Frucht)
  • Luizet (sehr saftig und sehr süß, mittelgroße Frucht)
  • Nancy (süß, große Frucht)

Wie Sie reife Früchte erkennen können

Eine vollreife Aprikose können Sie durch einen Drucktest erkennen: Drücken Sie mit dem Daumen vorsichtig die Frucht ein. Wenn die Aprikose leicht nachgibt, ist sie reif. Ein Hinweis darauf kann auch die kräftig orange-gelbe Färbung sein. Darüber hinaus lässt sich der Stein bei reifen Früchten leicht lösen.

Wie Sie Aprikosen lagern sollten

Aprikosen geben Ethylen ab, wenn sie reifen. In der Obstschale sollten sie deshalb nicht neben bereits reifen Früchten wie etwa Bananen liegen. Andernfalls verfaulen diese schneller.

Am besten lagern Sie Aprikosen im Gemüsefach des Kühlschranks. Dort sind sie gut aufgehoben, wenn sie länger frisch bleiben sollen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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