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Sind Fertigprodukte wirklich ges├╝nder geworden?

Von dpa
Aktualisiert am 01.04.2020Lesedauer: 2 Min.
Fertigprodukte: H├Ąufig enthalten sie zu viel Zucker und Salz.
Fertigprodukte: H├Ąufig enthalten sie zu viel Zucker und Salz. (Quelle: Jochen Tack/imago-images-bilder)
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Weniger Salz in Tiefk├╝hlpizzen, weniger Zucker im Kinder-M├╝sli: Um bei Dickmachern gegenzusteuern, will die Bundesregierung Hersteller zu freiwilligen Umstellungen bewegen. Hat sich da schon etwas getan?

Muss der Eistee wirklich so s├╝├č sein? Und der Quark f├╝r Kinder auch? F├╝r eine ges├╝ndere Ern├Ąhrung sollen Fertigprodukte mit weniger Zucker, Fett und Salz auskommen. Doch wie erreicht man das?


Superfood: Die 15 ges├╝ndesten Lebensmittel

Rosenkohl: Er z├Ąhlt zu den ges├╝ndesten Lebensmitteln. Er entsch├Ąrft etwa Schadstoffe aus gegrilltem Fleisch, was vor Krebs sch├╝tzen kann.
Blaubeeren: Die kleinen N├Ąhrstoffbomben sind besonders reich an so genannten Antioxidantien. Das sind Schutzstoffe, die sch├Ądliche Stoffwechselprodukte abfangen und so vor Gef├Ą├čverkalkung und Krebs sch├╝tzen. Alternativen sind andere dunkle Beeren- und Obstsorten, zum Beispiel Preiselbeeren, Brombeeren, Kirschen oder rote Trauben.
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Ministerin sieht weiteren Handlungsbedarf

Bundesern├Ąhrungsministerin Julia Kl├Âckner (CDU) hat mehrere Branchen f├╝r Selbstverpflichtungen gewonnen ÔÇô und diese freiwilligen Zusagen zeigen Wirkung, machte sie am Mittwoch nach ersten Daten deutlich. Allerdings gebe es weiter Handlungsbedarf, vor allem bei Produkten speziell f├╝r Kinder. Verbrauchersch├╝tzern und Medizinern reichen die Reduzierungen und die ganze Vorgehensweise nicht aus.

Kl├Âckner betonte: "Es geht in die richtige Richtung." Positiv sei, dass vielfach auch die Gesamtkalorienzahl der Produkte sinke, wenn Zucker reduziert werde. Hintergrund ist eine vom Kabinett Ende 2018 beschlossene "Reduktionsstrategie". Sie sieht vor, dass Hersteller sich zu schrittweisen Zutaten-├änderungen bis 2025 verpflichten.

Zucker ist das Hauptproblem

Meist geht es um weniger Zucker. So soll in Fr├╝hst├╝ckscerealien f├╝r Kinder ein Minus von mindestens 20 Prozent erreicht werden, in ges├╝├čten Kinder-Milchprodukten und in Erfrischungsgetr├Ąnken von 15 Prozent. Dabei sollen Rezepturen nach und nach umgestellt werden, um beim gewohnten Geschmack f├╝r die Kunden abrupte ├änderungen zu vermeiden.

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Anlass zum Gegensteuern besteht: In Deutschland gelten 47 Prozent der Frauen, 62 Prozent der M├Ąnner und 15 Prozent der Kinder als ├╝bergewichtig. Zu viel Zucker, Fett und Salz erh├Âhen auch das Risiko f├╝r Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Um die Branchenzusagen zu ├╝berpr├╝fen, hat das bundeseigene Max-Rubner-Institut (MRI) eine erste Vergleichsuntersuchung gemacht. Die Ergebnisse liegen nun vor.

So ging der Zuckergehalt bei speziell f├╝r Kinder beworbenen Joghurtzubereitungen seit 2016 um 7,4 Prozent zur├╝ck. Er ist aber weiter h├Âher als in Produkten, die nicht f├╝r Kinder angepriesen werden. "Da muss die Wirtschaft nachsteuern", sagte Kl├Âckner. Bei Quarkzubereitungen "mit Kinderoptik" gab es demnach ein Zuckerminus von knapp 18 Prozent.

Bei Erfrischungsgetr├Ąnken ermittelte das Institut eine Zuckerreduktion von 35 Prozent bei Produkten ausdr├╝cklich f├╝r Kinder im Vergleich zu 2018. Bei regul├Ąren Limos und Colas fiel das Minus mit 0,2 Gramm pro 100 Milliliter aber nur "sehr gering" aus.

Salzgehalt nahm kaum ab

Bei Tiefk├╝hlpizzen, wo vor allem Salz im Blickpunkt steht, ist die Spannweite generell gro├č ÔÇô in einer "Pizza Salami" steckt deutlich mehr als in einer "Margherita". Insgesamt sei aber "keine statistisch signifikante Verringerung des Salzgehaltes zwischen 2016 und 2019 festgestellt worden".

Kritik an Regierungsbilanz

Kl├Âckners Zwischenbilanz stie├č auf Kritik. "Eine Zuckerreduktion von "sehr viel zu viel" auf "viel zu viel" ist kein Erfolg, sondern eine Bankrotterkl├Ąrung", monierte die Verbraucherorganisation Foodwatch. Gr├╝nen-Fachpolitikerin Renate K├╝nast sagte, freiwillige Selbstverpflichtungen der Konzerne seien nicht ausreichend im Kampf gegen viel zu s├╝├če, salzige und fettige Fertiglebensmittel.

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Der Experte des AOK-Bundesverbands, Kai Kolpatzik, forderte wirksamere und vor allem verpflichtende Reduktionsziele, die nicht erst in f├╝nf Jahren umgesetzt sind. Laut einer Untersuchung f├╝r die AOK ├╝berschreiten 73 Prozent der gekauften Menge an M├╝slis oder Cornflakes die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 15 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Bei speziell an Kinder gerichteten Cerealien l├Ągen 99 Prozent der gekauften Produkte dar├╝ber.

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  • Silke Ahrens
Von Silke Ahrens
BundesregierungCDU

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