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Wussten Sie das? Deshalb öffnen Kassierer im Supermarkt den Eierkarton

Supermarkt-Einkauf  

Weshalb öffnen Kassierer immer die Eierkartons?

14.02.2021, 14:26 Uhr | t-online, ron

Wussten Sie das? Deshalb öffnen Kassierer im Supermarkt den Eierkarton. Eierkarton: Vor dem Kauf schauen auch Kunden hinein, ob alle Eier unbeschädigt sind. (Quelle: Getty Images/nortonrsx)

Eierkarton: Vor dem Kauf schauen auch Kunden hinein, ob alle Eier unbeschädigt sind. (Quelle: nortonrsx/Getty Images)

Jeder kennt es: Wenn man eine Packung Eier kauft, wirft das Kassenpersonal einen kurzen Blick in den Karton. Sehr aufmerksam. Könnte ja ein kaputtes Ei darunter sein. Oder hat der Routine-Check noch einen anderen Grund?

Laut des Online-Portals Statista verbrauchten die Deutschen im Jahr 2019 pro Kopf durchschnittlich 236 Eier. Am häufigsten werden sie in Discountern und Supermärkten gekauft. Um auf Nummer sicher zu gehen, ob auch alle Eier unbeschädigt sind, öffnen die meisten Kunden im Markt die Schachtel. So weit, so gut.

Legt man seine Waren später aufs Einkaufsband, passiert etwas, dass so sicher ist, wie das Amen in der Kirche: Bevor die Kassiererin den Eierkarton über den Scanner zieht, wirft sie einen routinierten Blick in die Schachtel. Viele Kunden nehmen an, dass das Personal noch einmal nachschaut, ob ein Ei zu wenig drin oder kaputt ist.

Kleine Produkte verstecken?

Verfolgt man Diskussionen in Social-Media-Kanälen soll der Routine-Check noch einen zusätzlichen Grund haben: Das Kassenpersonal wolle sichergehen, dass Kunden in den Kartons keine weiteren kleine Waren verstecken – um diese mitzunehmen, ohne zu bezahlen. Darunter zählen zum Beispiel Überraschungseier.

Doch was sagen die Discounter und Supermärkte selbst zu dem Routine-Check ihrer Kassiererinnen und Kassierer? t-online hat bei Aldi, Lidl, Netto und Rewe nachgehakt. Doch fast alle Anfragen blieben überraschenderweise unbeantwortet.

Das sagt Aldi-Nord

Einzig Aldi-Nord teilt uns mit: "Die Eierkartons werden geöffnet, um zu kontrollieren, ob alle Eier vorhanden und nicht beschädigt sind", sagt Jana Freund von der Pressestelle des Discounters. Dies sei aber keine Dienstvorschrift. Der Gedanke des Kundenservices stehe im Vordergrund, fügt Freund hinzu.



Ähnlich verfahre das Kassenpersonal, wenn Kunden Zeitungen und Zeitschriften kaufen. "Hier wird kontrolliert, ob zwischen den Seiten keine andere Zeitung oder Zeitschrift steckt." Freund erklärt, dass es immer passieren könne, dass eine Zeitschrift zwischen eine andere rutscht. "Dabei gehen wir nicht davon aus, dass der Kunde die Zeitschrift stehlen möchte."

Nicht alles ist erlaubt

Derweil verliert der Einzelhandel jedes Jahr Millionen durch Ladendiebe. Deshalb greifen die Firmen zu mehr oder weniger erfolgreichen Methoden, um Dieben das Handwerk zu legen. Laut der Verbraucherzentrale ist aber nicht alles erlaubt. Dazu zählt die sogenannte Taschenkontrolle. Das heißt konkret: Ein Blick in die Tasche, ohne konkreten Verdacht auf Diebstahl, stellt einen unzu­lässigen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht dar.

Dagegen ist der Blick in den Eierkarton gestattet. Und hat sogar noch einen Vorteil: Falls Sie es zuvor vergessen haben, ist es auch Ihre letzte Chance, die Unversehrtheit der Eier zu überprüfen. Sogar mit Zeugen.

Verwendete Quellen:

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