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So schlecht schneidet Kindermilch im Test ab

Von t-online, cch

29.03.2018Lesedauer: 2 Min.
Milch aus der Flasche: Kindermilch ist speziell für Kleinkinder entwickelt worden – trotzdem kann sie für genau diese schädlich sein.
Milch aus der Flasche: Kindermilch ist speziell für Kleinkinder entwickelt worden – trotzdem kann sie für genau diese schädlich sein. (Quelle: tam_odin/getty-images-bilder)
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Kindermilch ist oftmals mit Mineralöl und umstrittenen Zusätzen wie Phosphaten belastet. Das zeigt eine Untersuchung von "Öko-Test" für die "Eltern"-App. Welche Produkte besonders schlecht abschnitten, lesen Sie hier.

"Öko-Test" hat für seine "Eltern"-App insgesamt elf Produkte Kindermilch untersucht. Das Ergebnis ist laut einer Pressemitteilung "niederschmetternd": Die Bestnote im Test ist "ausreichend". Die meisten Produkte wurden mit "mangelhaft" oder sogar "ungenügend" bewertet.

Kindermilch ist "Milch" in Pulverform, die speziell für Kinder ab dem zwölften Monat gedacht ist. Sie ist mit einer Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist das völlig unnötig, da Kinder bei einer ausgewogenen Ernährung ausreichend mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden.

Kindermilch: Mineralöle in zehn der getesteten Produkte

Zehn der elf getesteten Produkte enthielten mehr als ein Milligramm gesättigten Kohlenwasserstoffe (Mosh/Posh) pro Kilogramm Milch. Dabei handelt es sich um Mineralölbestandteile, die sich im Fettgewebe und in der Leber anreichern können und in Tierversuchen zu Organschäden geführt haben.

Außerdem setzten die Hersteller in neun der elf Produkte Phosphate zu. Diese dienen in Lebensmitteln häufig als Stabilisatoren oder Säureregulatoren. Phosphatzusätze stehen aber in der Kritik, da zu viel davon den Nieren schaden kann. Zudem können sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Kindermilch im Test: Diese Produkte erhielten ein "ungenügend"

Besonders schlecht schnitten diese zwei Produkte im Test ab:

  • "Bebivita Kindermilch 1" fiel im Test mit "ungenügend" durch. Grund dafür sind in der Kindermilch gefundene Mineralölbestandteile, Phosphate und Aroma sowie Mängel bei der Deklaration. Als einzige Milch im Test ist das Produkt außerdem mit sehr hohen Werten an Fettschadstoffen belastet.
  • Ebenfalls "ungenügend" wurde "Holle Bio Folgemilch" eingestuft. Die Tester bezeichneten die Mosh/Posh-Gehalte als "stark erhöht" und fanden unter anderem die Deklaration auf der Verpackung der Kindermilch verbesserungswürdig.

"Öko-Test" hat die Kindermilch auf Mineralölbestandteile, Fettschadstoffe, die Keimbelastung und auf Chlorat untersuchen lassen. In das Gesamturteil ging darüber hinaus die Deklaration auf der Verpackung ein – falsche Nährwerteinheiten, fehlende Warnhinweise, übertriebene Gesundheitsversprechen und Werbung mit Selbstverständlichkeiten führten zu einer Abwertung des Produktes.

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Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung von "Öko-Test"
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