Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Schwangerschaft > KInderwunsch >

Zöliakie behindert den Kinderwunsch

...

Unfruchtbarkeit und Komplikationen  

Unerkannte Zöliakie verhindert das Wunschkind

11.07.2014, 17:56 Uhr | mmh, t-online.de

Zöliakie behindert den Kinderwunsch. Zöliakie kann die Fruchtbarkeit stören.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zöliakie kann die Fruchtbarkeit stören. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Ursachenforschung ist schwierig und mühsam: Ein Paar wünscht sich ein Kind, beide fühlen sich gesund und haben regelmäßig und unverhütet Sex. Trotzdem kündigt sich kein Baby an. Bevor die lange Reise durch Arztpraxen zum Kinderwunschzentrum startet, kann ein Unverträglichkeitstest erste Erkenntnisse bringen. Denn auch eine Glutenunverträglichkeit kann das Kinderkriegen erschweren und sogar unmöglich machen.

Zöliakie ist eine Unverträglichkeit des Getreideklebstoffs Gluten. Sogar Fehl- und Frühgeburten kann diese Glutenunverträglichkeit auslösen. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Gynäkologen der Katholischen Universität in Rom. Das Vertrackte an Zöliakie: Es muss nicht immer Magen und Darm treffen, ganz andere, untypische Störungen können auftreten, wie eben Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten.

Fünfmal häufiger unfruchtbar

Laut "Ärztezeitung" hatten die Mediziner zahlreiche Studien gesichtet, um die Risiken neu zu bewerten. Demnach hatten Frauen mit Zöliakie eine fünf mal höhere Wahrscheinlichkeit unfruchtbar zu sein als Frauen ohne diese Störung. Das Risiko, wiederholt eine Fehlgeburt zu erleiden, versechsfacht sich für diese Frauen. Das Risiko, dass das Baby im Mutterleib nicht so wächst, wie es sollte, ist sogar achtmal so groß.

Die Forscher hatten sich die Fälle von Frauen mit unerklärbarer Infertilität, mehreren Fehlgeburten in Folge und Totgeburten genauer angesehen, ebenso von Schwangeren, deren Kinder eine intrauterinäre Wachstumsverzögerung hatten oder deren Neugeborene ein geringes Geburtsgewicht aufwiesen.

Meist hatten diese Frauen zuvor keine typischen Anzeichen einer Zöliakie verspürt. Erst unregelmäßige Menstruation, eingeschränkte Fruchtbarkeit oder eine problematisch verlaufende Schwangerschaft hätten den Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit gelenkt.

Gründe für die Reproduktionsstörung

Eine mögliche Ursache dafür, dass Zöliakie die Fortpflanzung verhindern könnte, sehen die Mediziner darin, dass die Antikörper auch gegen das Klebeeiweiß des Blastomers vorgehen, also der wenige Tage alten befruchteten Eizelle.

Die Mediziner erklären auch die Häufung von Fehlgeburten mit dem Auftreten der Antikörper: Der Körper von Zöliakie-Betroffenen bildet verstärkt Antikörper gegen das Endomysium, das ist die Schutzschicht um Muskelfasern. In einer Schwangerschaft greifen diese Antikörper dann aber auch die Blutgefäße an, die sich in der Plazenta bilden. Das hat zur Folge, dass der Fötus nur mangelhaft versorgt wird.

Die Mediziner empfehlen Frauen mit Kinderwunsch, sich auf Zöliakie testen zu lassen und sich im Zweifel glutenfrei zu ernähren, um die Chancen auf eine Empfängnis und Schwangerschaft ohne Komplikationen zu erhöhen. Die Analyse hat ergeben, dass eine entsprechende Ernährung das Risiko deutlich senke. Die Autoren appellieren, dass Ärzte Zöliakie-Patienten darauf hinweisen sollten.

Zöliakie ist gar nicht so selten. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Zöliakie leidet einer unter 200 Menschen an der Unverträglichkeit, die sich oft mit Durchfall und Bauchkrämpfen äußert. Im Extremfall kann dies zu Mangelerscheinungen führen.

In unserer "Eltern-Welt" finden Sie alles, was Eltern bewegt: Jetzt Fan bei Facebook werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben unsere Community grundlegend erneuert und viele Veränderungen vorgenommen. Es gibt neue Funktionen und auch die Redaktion wird verstärkt in den Kommentarbereichen mit Ihnen in Kontakt treten. Mehr zu unserer neuen Community erfahren Sie in unseren FAQ.

Leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen.
Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Schwangerschaft > KInderwunsch

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018