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Haarausfall: Mittel gegen Haarausfall im Test

Mittel gegen Haarausfall  

Viele Mittel gegen Haarausfall wirkungslos

29.03.2010, 11:20 Uhr | jlu

Haarausfall: Mittel gegen Haarausfall im Test. Haarausfall: Gegen Haarausfall helfen nur rezeptpflichtige  Mittel aus der Apotheke. (Foto: imago)

Gegen Haarausfall helfen nur rezeptpflichtige Mittel aus der Apotheke. (Foto: imago)

Mit Geheimratsecken fängt er an und endet im schlimmsten Fall mit einer Glatze - Haarausfall. Besonders Männer leiden darunter. Um den meist erblich bedingten Haarschwund zu verhindern, greifen viele zu speziellen Mitteln gegen Haarausfall. Doch halten diese Tinkturen tatsächlich, was sie versprechen? Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat 30 Produkte aus Drogerien und Apotheken untersucht. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Haarsausfall-Mittel fallen durch.

Rezeptpflichtige Mittel gegen Haarausfall sind am besten im Test

Die Note "gut" erhalten lediglich sieben rezeptpflichtige Mittel mit dem Wirkstoff Finasterid. Diesen stufen die Tester als überzeugend ein. Um den Haarausfall aufzuhalten, müssen die Tabletten kontinuierlich eingenommen werden. Wird das Medikament abgesetzt, fallen die neu gewachsenen Haare allerdings wieder aus. Ein Nachteil von Präparaten mit Finasterid sind Nebenwirkungen wie Libidoverlust und Erektionsstörungen. Bei Frauen wirkt das Mittel hingegen nicht. Mit einem Preis zwischen 40 und 53 Euro gehören die "guten" Präparate zu den teuersten Produkten.

Koffein oder Ginseng wirken nicht gegen Haarausfall

Viele andere Präparate sind mit unter zehn Euro deutlich günstiger. Hier sollen meistens Inhaltsstoffe wie Koffein, Ginseng, Vitamine, Carnitin, Taurin, Hopfen- oder Kletterwurzelextrakt für volles Haar sorgen. Doch für die Wirksamkeit dieser Substanzen gebe es keine oder nur wenige überzeugende Nachweise, berichtet "Öko-Test". Deshalb bewerten die Tester 19 Mittel gegen Haarausfall mit "mangelhaft" oder "ungenügend", darunter unter anderem die Mittel "Plantur 39 Coffein-Tonikum" und "Alpecin Liquid" von Dr. Kurt Wolff.

Schlechte Noten für Präparate, die Leber und Niere schaden

Doch nicht nur die fehlende Wirksamkeit trägt zur Abwertung vieler Haarausfall-Mittel bei. Auch für bedenkliche Inhaltsstoffe gibt es von "Öko-Test" schlechte Noten: So enthält die "Rausch original Haartinktur" von Rausch die Substanz Resorcinol Acetat, die zu Allergien, Leber- und Nierenschäden führen kann. Außerdem fanden die Tester in mehreren Produkten sogenannte polyzklische Moschusverbindungen und andere Duftstoffe, die sich im Fettgewebe anreichern und Allergien auslösen können. Bei vielen Präparaten wurde zudem ein mit hormonähnlicher Wirkung Inhaltstoff gefunden, etwa in dem Produkt "Schwarzkopf Activ Men Anti-Haarausfall Systempflege Tonic" von Schwarzkopf & Henkel.


Das vollständige Testergebnis finden Sie in der April-Ausgabe der Zeitschrift "Öko-Test".

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