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Exotisches Leder

Exotisches Leder

19.08.2015, 16:45 Uhr | Sabine Kelle - wanted.de

Exotisches Leder. Schlangenleder zählt zu den edelsten aber auch umstrittensten Ledersorten. (Quelle: wallpapersma.com)

Schlangenleder zählt zu den edelsten aber auch umstrittensten Ledersorten. (Quelle: wallpapersma.com)

Leder - einer der edelsten Rohstoffe, den die Natur zu bieten hat. Der Leder-Kenner weiß, neben edlem Lammnappa tut sich eine unglaubliche Artenvielfalt auf: wanted.de entführt Sie in den Dschungel von rauem Pythonleder, perligem Rochenleder und der Haut von Straußenbeinen.

Foto-Serie mit 15 Bildern

Wenn Sie sich ein neues Paar Schuhe zulegen, dann greifen Sie nach weichem Velours, feinem Boxcalf oder derberem Büffelleder. Liebhaber wissen die Vorzüge dieses quasi lebendigen Naturproduktes zu schätzen. Wer wirklich auffallen möchte, wagt sich in exotische Gefilde: mit Schlangenleder.

Boxcalf und Ziegenleder

Als Klassiker unter den feinen Ledersorten gilt das Boxcalf. Das anschmiegsame Leder wird aus der Haut des Milchkalbes gewonnen und eignet sich für einfach alle Modeprodukte. Aufgrund der relativ großen Haut und der feinen, gleichmäßigen Maserung findet dieses Leder vielseitige Verwendung: von der coolen Lederjacke, über elegante Derbys, bis zu stilvollen Handschuhen. Ebenso gängig für modische Artikel und feine Accessoires ist Ziegenleder. Sie wollen Ihren Kalender in feinstes Leder einschlagen oder ein individuelles Notizbuch anfertigen lassen, dann können Sie in der britischen Traditionsmanufaktur Harmatan and Oakridge Leathers feinstes Ziegenleder in diversen Prägungen, Farben, Hautgrößen und -stärken ordern.

Cordovan Leder

Etwas exklusiver gibt sich Pferdeleder. Die spanische Stadt Cordoba ist berühmt für ihr Leder und wurde so zum Namens-Paten. Da Pferdeleder ausschließlich aus der Hinterpartie von Rosshäuten gewonnen wird, kommt man auf gerade ein Paar Schuhe pro Haut. Hinzu kommt ein aufwändiger vegetabiler Gerbprozess, der bis zu zwölf Monate dauern kann. So erklärt sich der relativ hohe Preis für dieses widerstandsfähige und geschmeidige Leder.

Kerniges Büffelleder

Wer eine derbere Struktur vorzieht, dem wird Büffelleder gefallen. Die grobe Narbung mit den leichten Noppen verleiht diesem Leder einen sehr maskulinen Look. Das Leder der Wasserbüffel findet deshalb gerne bei coolen Boots und breiten Gürteln Verwendung.

Python und Krokodil

Macht sich ein Dandy für den Abend ausgehfertig, so dürfen ein Paar exzentrische Slipper aus Python- oder Krokodilleder nicht fehlen. Aufgrund ihrer schönen Oberfläche werden solche Schuhe in den seltensten Fällen mit Ziernähten oder Brogues kombiniert. Auf Accessoires wie Uhrenarmbändern, Taschen und Gürteln kommt die ungewöhnliche Optik dieser Luxusleders wunderbar zur Geltung. Eine ganze Jacke aus Krokodil wirkt allerdings schnell prollig.

Gerade bei vom Aussterben bedrohten Exoten sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Leder von einer zertifizierten Schlangenfarm stammt. Zudem unterliegt solch besonderes Exotenleder oft dem Vorwurf der Tierquälerei und löst so moralische Debatten aus. Sicherheit gibt das CITES-Zertifikat (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Nicht selten muss ein heimkehrender Urlauber seine neu erstandenen Cowboystiefel oder die neue Clutch der Liebsten am Zoll lassen und zudem eine hohe Strafe zahlen.

Gecko und Eidechse Weitere Lederarten mit denen Sie elegant ins Auge fallen stammen von Reptilien wie der Eidechse oder dem Gecko. Die relativ kleinen Tiere liefern entsprechend kleine Häute und so sind es auch hier ausgesuchte Accessoires, die dieses Leder schmückt. Fischleder Seit einigen Jahren macht sich ein Leder einen großen Namen: Fischleder. Die schillernde Vielfalt aus dem Meer bietet ein ganz neues Feld unterschiedlichster Strukturen, Oberflächen und Farben. Dabei war Fischleder eigentlich ein Abfallprodukt! Ob Aal, Lachs oder Kabeljau, was bei dem einen auf dem Tisch landet, hängt beim Modekenner jetzt im Schrank. Nanai - Lachsleder

Dem sibirischen Urvolk der Nanai verdankt das Leder der Lachse seinen Namen. Die gleichnamige deutsche Firma hat sich auf die Herstellung dieses besonderen Leders spezialisiert, das durch seine vegetabile Verarbeitung als besonders hautschonend eingestuft wurde.

Aal-Leder Ein in Sachen Leder ebenfalls sehr unterschätzter Fisch ist der Aal. Obwohl ein sehr dünnes Leder, überzeugt es trotzdem durch seine Festigkeit und Widerstandsfähigkeit. Die relativ schmalen Aallederstreifen, werden zu größere Platten aneinandergefügt und erzeugen so den einzigartigen Look dieses Leders. Die Echtheit dieses Leders erkennen Sie an einer längs verlaufenden Saumnaht, dort befand sich die Rückenflosse. Gerade bei kleinen Accessoires wie Taschen oder Geldbörsen kommt dieses markante Leder zum Einsatz, aber auch bei Möbeln. Rochenleder Elegant und mysteriös schwebt der Rochen durch das Meer. Das markante Perlenmuster des Stachelrochens (auch Stingray oder Rojé Leder genannt) dient als Rohstoff für herrliche Accessoires und Schuhe mit Understatement. Straußenbeinleder

Auch Thomas Kernbichl arbeitet in seiner Ledermanufaktur Snud mit Fischleder. Doch dem Bayern hat es vor allem ein Exoten-Leder angetan: Straußenbeinleder. Das laut ihm "zu den wohl schönsten Lederarten gehört". Für einen Gürtel braucht er zwei ganze Stücke dieses ungewöhnlichen Leders mit seiner reptilienhaut-ähnlichen Struktur. Ein echter Hingucker für Liebhaber und Kenner. Aber auch das normale Straußenleder mit seiner leicht genoppten Struktur kann sich sehen lassen. Bevor sie Ihrer Liebsten eine edle Python-Handtasche oder ein Armband aus Rochenleder schenken, sollten Sie vorher unbedingt checken, wie sie über dieses Thema denkt. Steckt in ihr eine passionierte PETA-Aktivistin oder Veganerin, dann lassen Sie lieber die Finger von solchen ambitionierten Geschenken. Bilder der exotischen Ledersorten finden Sie in unserer Fotoshow.

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