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Was steckt hinter den Versprechen der Kosmetik-Industrie?

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

12.09.2019Lesedauer: 3 Min.
Eine Frau beim Eincremen: Die Kosmetikbranche wirbt häufig mit großen Versprechungen.
Eine Frau beim Eincremen: Die Kosmetikbranche wirbt häufig mit großen Versprechungen. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)
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Haarausfall, Falten, Cellulite: Die Kosmetik-Industrie hat angeblich für jeden Schönheitsmakel ein passendes Mittelchen parat. Im besten Fall auch noch allergikerfreundlich, gesund und natürlich. Doch welche Versprechungen werden wirklich gehalten und welche Regeln gibt es bei der Bewerbung von Produkten?

Das Wichtigste im Überblick


  • Echte Naturkosmetik oder Greenwashing?
  • Kosmetik und ihre Wirkung im Test: Werbelügen und was wirklich wirkt
  • Kosmetikordnung der EU verbietet falsche Versprechungen
  • Vorsicht bei Testurteilen, Umfragen und "Mogelpackungen"

Der Konzern Beiersdorf bringt Ende September eine neue Creme speziell für tätowierte Haut auf den Markt, als "passende Pflege für jedes Tattoo". Was steckt hinter Werbeversprechen wie dem von Beiersdorf und wären falsche Versprechungen erlaubt?


Kosmetiksiegel definieren Inhaltsstoffe

Logo Deutscher Tierschutzbund: Das Siegel gegen Tierversuche in Kosmetik wird nur vergeben, wenn zur Entwicklung und Herstellung keine Tierversuche stattgefunden haben.
Leaping Bunny Siegel: Das Siegel wurde von verschiedenen Tierschutzorganisationen geschaffen.
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Echte Naturkosmetik oder Greenwashing?

Immer mehr Menschen legen Wert auf natürliche Produkte. Logisch, dass deshalb auch immer mehr Hersteller mit Natur und Umweltfreundlichkeit werben. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich angeschaut, wie viele Kosmetika auch wirklich "bio" oder "natürlich" sind und kam zu einem ernüchternden Ergebnis.

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"Greenwashing" nennt die Verbraucherzentrale das Vorgehen, bei dem Hersteller ihre Produkte umweltfreundlicher darstellen wollen, als sie es tatsächlich sind. Als Beispiele werden unter anderem Cremes von "Biotherm" oder "Doctor Eckstein Bio Kosmetik" genannt, die über das "Bio" im Namen natürlicher wirken. Tatsächlich enthalten sie aber viele synthetische Stoffe und entsprechen nicht dem naturkosmetischen Standard.

Natur- und Biokosmetik am Label erkennen

Kosmetikprodukte sind häufig mit verschiedenen Siegeln gekennzeichnet. Die zeigen unterschiedliche Schwerpunkte an: Kosmetik ohne Tierversuche und tierische Zusatzstoffe, Natur- und Biokosmetik, faire Kosmetik und Kosmetik für Allergiker.

Grundsätzlich verbietet die Kosmetikverordnung der EU seit 2013 den Verkauf von Kosmetikprodukten mit Inhaltsstoffen, die an Tieren getestet wurden. Einige Inhaltsstoffe könnten trotzdem zu anderen Zwecken an Tieren getestet worden sein. Die Label für Kosmetik ohne Tierversuche sind strenger. Für Naturkosmetik gibt es eine Vielzahl an Siegeln, die beiden wichtigsten in Deutschland sind das BDIH-Siegel und der Cosmos-Standard sowie das NaTrue-Siegel.

Kosmetik und ihre Wirkung im Test: Werbelügen und was wirklich wirkt

Stiftung Warentest und "Öko-Test" untersuchen immer wieder auch Kosmetikartikel auf ihre Wirksamkeit und Inhaltsstoffe. Auch die Verbraucherzentralen führen Tests durch – und natürlich die Kunden selbst. In vielen Fällen wird dabei deutlich, dass längst nicht alle Versprechen eingehalten werden.

Zahnpasta für weiße Zähne

"Weißere Zähne in drei Tagen": Das ist ein großes Versprechen, was aber tatsächlich einige der Zahnpasten laut Stiftung Warentest einhalten. Ein Großteil der Weißmacherwirkung stütze sich demnach aber auf das Entfernen von Verfärbungen, was dazu führt, dass der natürliche Farbton zurückkehrt ~ was nicht immer automatisch strahlend weiße Zähne bedeutet.

Im Test ("test"-Ausgabe 01/2019) hat mit einem stolzen Preis von 7,20 Euro die Perlweiss-Zahnpasta gesiegt. Sie sorgt auch wirklich für weißere Zähne. Ähnlich gut bewertet wird "Extra White" von Odol-Med.

Deodorant gegen Schwitzen

Besser riechen, weniger schwitzen, keine Flecken auf der Kleidung: Deoroller- und Deospray-Hersteller versprechen in ihrer Werbung einiges. Bei den Produkten mit Aluminium-Gehalt wird das Versprechen am besten eingelöst: "In unseren Tests gab es noch nie solche Spitzenwerte bei der Schweißminderung", teilt Stiftung Warentest mit ("test"-Ausgabe 6/2019) . Am besten erfüllte die Rexona-Creme ihr Versprechen, die gleichzeitig aber auch das meiste Aluminium enthält.

Farbschutz-Shampoo für Farbintensität

Sie werben mit "langer Farbintensität" oder mit einem Schutz der "Schönheit der Haarfarbe", "Farbtreue" und "Leuchtkraft". Als Stiftung Warentest im August 2019 allerdings 17 Farbschutzshampoos getestet hat, waren die Ergebnisse enttäuschend. Selbst teure Shampoo-Marken wie Syoss, Guhl, Rausch oder Udo Walz haben nicht besser als ausreichend abgeschnitten, die meisten sogar mangelhaft.

Bei einigen Produkten werde Farb- und/oder Colorschutz angepriesen . Das Shampoo verhindere das Verblassen der Haarfarbe jedoch kaum und sei darin nur geringfügig besser als ein Pflegeshampoo ohne dieses Werbeversprechen, heißt es dazu von Stiftung Warentest.

Kosmetikordnung der EU verbietet falsche Versprechungen

Seit 2013 gibt es eine Kosmetikverordnung in der Europäischen Union, die in jedem Mitgliedsstaat gültig ist. Artikel 19 und 20 regeln auch die Kennzeichnung sowie die Werbung für Kosmetikprodukte. Danach ist es verboten, Merkmale oder Funktionen vorzutäuschen, die das Produkt nicht erfüllt.

"Vorsicht ist geboten bei allen Bezeichnungen, die den Eindruck erwecken, es handele sich um eine besonders 'reine' Creme oder Lotion", erklärt beispielsweise die Wettbewerbszentrale auf ihrer Homepage. Werbeaussagen müssen zudem nicht nur wahr sein, sondern auch belegbar. Die Wirkung, die angepriesen wird, muss auch nachgewiesen sein.

Grundsätzlich sind Kosmetika aber nicht zulassungspflichtig, es müssen nur bestimmte Inhalts- und Zusatzstoffe zugelassen werden. Dazu zählen beispielsweise Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder UV-Filter. Hersteller müssen allerdings immer die Unbedenklichkeit ihrer Produkte garantieren.

Vorsicht bei Testurteilen, Umfragen und "Mogelpackungen"

"Testurteil: Sehr gut" ist ein beliebter Ausdruck in der Kosmetikwerbung. Bei Testurteilen oder Umfragen muss der Hersteller dem Kunden allerdings die Möglichkeit geben, das Testergebnis nachzuvollziehen.

Zusätzlich zu falschen Angaben zu Wirksamkeit oder Verträglichkeit, sorgen "Mogelpackungen" immer wieder für Kundenbeschwerden. Nicht selten wird der Inhalt eines Produkts verringert, der Preis bleibt aber gleich. Kunden sollten auf Gramm- oder Mengenangaben achten und Preise im Auge behalten.

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  • Claudia Zehrfeld
Von Claudia Zehrfeld
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