Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeLebenReisenFernreisen

Lufthansa: Eurowings Discover startet mit großen Plänen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextMaaßen zum Chef der Werteunion gewähltSymbolbild für einen Text"Scheiß-Rennen" für DSV-FahrerSymbolbild für einen TextSo soll das 49-Euro-Ticket funktionierenSymbolbild für einen TextVanessa Blumhagen ungeschminktSymbolbild für einen TextMassen-Crash auf A5: SchwerverletzteSymbolbild für einen TextCDU: Prostitution soll in den LehrplanSymbolbild für einen TextSpanner beobachtete Ex-"Miss Thüringen"Symbolbild für einen Text13-jähriger Schütze: Wieder Terror-VerdachtSymbolbild für einen TextPamela Anderson erbt wohl MillionenSymbolbild für einen TextSupermarkt ruft Tiefkühlpizza zurückSymbolbild für einen TextZDF setzt gleich zwei beliebte Serien abSymbolbild für einen Watson TeaserEx-BVB-Star in Video den Tränen naheSymbolbild für einen TextDiese Risiken birgt eine verschleppte Erkältung
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Neuer Billigflieger startet am Samstag

dpa, Von Christian Ebner und Ralf E. Krüger

21.07.2021Lesedauer: 3 Min.
Lufthansa: Bald startet der erste Flieger von Eurowings Discover.
Lufthansa: Bald startet der erste Flieger von Eurowings Discover. (Quelle: Rüdiger Wölk/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Lange hat Lufthansa das Geschäft mit Urlaubsreisenden anderen überlassen. Corona hat das Umdenken im Konzern beschleunigt. Nun startet eine neue Fernflug-Tochter – mit ehrgeizigen Zielen.

Mitten in der Corona-Krise hat der Lufthansa-Konzern eine neue Airline mit dem Namen "Eurowings Discover" gegründet. Was am kommenden Samstag (24.7.) mit einem schon ausgebuchten Erstflug nach Kenia und Sansibar beginnt, soll bereits im Sommer 2022 ein mittelgroßer Ferienflieger mit 21 Flugzeugen an den Drehkreuzen Frankfurt und München sein. 600 Crewmitglieder seien bereits an Bord, berichtet Airline-Chef und Erstflug-Pilot Wolfgang Raebiger. Rund die doppelte Zahl soll noch folgen, um den etablierten Ferienfliegern wie Condor und Tuifly Konkurrenz zu machen.


Diese Reiseziele zählen zu den Hochrisikogebieten

Belgrad: Serbien gilt als Hochrisikogebiet in der Corona-Pandemie
Port-au-Prince, Haiti: Seit Anfang August zählt das Urlaubsziel zu den Hochrisikogebieten.
+4

Lufthansa hat sich bisher auf Zulieferflüge konzentriert

Bislang hat die Lufthansa das touristische Geschäft insbesondere an ihren Drehkreuzen meist anderen überlassen. Zu knapp waren die Start- und Landefenster, zu wichtig die Zulieferflüge für die großen Interkontinentalmaschinen mit den vielen Geschäftsreisenden. Corona hat das Umdenken im Konzern beschleunigt. Zwar waren Grundzüge des neuen Angebots schon vor der Pandemie geplant, doch Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist nun noch überzeugter, dass das Geschäft mit den Touristen schneller wächst als die klassische Geschäftsfliegerei.

"Wir wollen die Einmalflieger begeistern", ist dann auch das Credo Raebigers. Die neue Gesellschaft mit dem Flugplankürzel "4Y" erreicht aus dem Stand die Größe von Tuifly. Neben den elf geplanten Langstreckenfliegern vom Typ A330 sind bis Sommer 2022 jeweils fünf Mittelstreckenjets A320 für Frankfurt und München vorgesehen. Sie werden Ziele in Europa und Nordafrika anfliegen, die der Lufthansa vor der Krise nicht lukrativ genug waren: griechische und spanische Inseln, Ägypten oder die Türkei. Die Langstreckenflüge gehen zunächst nach Afrika, in die Karibik und in die USA.

Eurowings Discover will Stellen extern ausschreiben

Die mit drei Buchungsklassen neu eingerichteten Airbus-Flugzeuge stammen aus dem in der Pandemie gut gefüllten Fuhrpark des Konzerns. Das Personal soll ebenfalls weitgehend innerhalb des Konzerns rekrutiert werden – aber zu deutlich günstigeren Konditionen, als dies im Rahmen der Tarifverträge für die Lufthansa-Kerngesellschaft oder die bereits bestehende Eurowings möglich wäre. Bei Lufthansa stehen im kommenden Frühjahr betriebsbedingte Kündigungen an, während die Eurowings Discover voraussichtlich ab April ihre Stellen auch extern ausschreiben will.

Eurowings Discover: Mitten in der Corona-Krise hat der Lufthansa-Konzern eine neue Airline gegründet.
Eurowings Discover: Mitten in der Corona-Krise hat der Lufthansa-Konzern eine neue Airline gegründet. (Quelle: Lufthansa/MoCGI/dpa/dpa-bilder)

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat das einst unter dem Arbeitstitel "Ocean" gestartete neue Geschäftsmodell von Anbeginn bekämpft und sogar zum indirekten Gegenstand von Tarifverhandlungen gemacht, ist damit aber gescheitert. Inzwischen lautet das gewerkschaftliche Ziel, für die neue Tochter bald einen eigenen Tarifvertrag abzuschließen. Bislang, so eine Sprecherin, liege das Gehaltsniveau rund 25 Prozent unter dem der Direktflugschwester Eurowings.

Auch das Afrika-Geschäft soll intensiviert werden

Die Ferienfliegerei unterscheidet sich grundsätzlich vom Liniengeschäft, denn ein großer Teil der Plätze wird von Reiseveranstaltern wie Tui, Alltours oder DER gebucht. Dies galt bislang als Domäne der Condor, die nach der Pleite des Mutterkonzerns Thomas Cook von einem privaten Finanzinvestor übernommen worden ist und gut 50 Flugzeuge betreibt. Lufthansas Versuch aus dem vergangenen Jahr, die Zubringerflüge für die Condor zu kündigen, ist vorläufig vom Bundeskartellamt gestoppt worden. Wie die EU-Kommission halten die Bonner Beamten einen Missbrauch der Marktmacht durch die Lufthansa für möglich. Die Eurowings Discover muss sich also zunächst ohne diese Unterstützung der Mutter am Markt bewähren.

Mit Eurowings Discover und der Edelweiss aus der Schweiz investiert der Lufthansa-Konzern wieder in sein bislang arg auf Südafrika konzentriertes Afrika-Geschäft. Dem Kranich kommt zugute, dass viele afrikanische Airlines stark angeschlagen aus der Corona-Krise kommen. Von Mauritius bis Namibia ergeben sich so neue Möglichkeiten, sodass der neue Ferienflieger einen überproportionalen Fokus auf diese Destinationen legt. "Die großen nationalen Carrier stehen am Boden, das eröffnet neue Marktmöglichkeiten", sagt Lufthansas Regionalmanager André Schulz.

Im ostafrikanischen Tansania gehören der Kilimandscharo-Airport sowie auch die Insel Sansibar zu den Flugzielen der neuen Lufthansa-Tochter. Zum Auftakt wird Kenias Küstenort Mombasa angesteuert. Das Beispiel der Lufthansa macht Schule – auch KLM will nun folgen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Der Luftraum wird zur Todesfalle
Von Steve Haak
Condor FlugdienstDeutsche LufthansaEurowingsKeniaTUIfly
Ratgeber

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website