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Coronavirus: Diese Einschränkungen gelten in Nationalparks

Wegen Corona  

Diese Einschränkungen gelten in den 16 deutschen Nationalparks

Von Ron Schlesinger

14.07.2020, 18:09 Uhr
Coronavirus: Diese Einschränkungen gelten in Nationalparks. Obersee mit Wasserspiegelung: Der Nationalpark Berchtesgaden liegt im südöstlichsten Teil Deutschlands direkt an der Grenze zu Österreich. (Quelle: imago images/imagebroker)

Obersee mit Wasserspiegelung: Der Nationalpark Berchtesgaden liegt im südöstlichsten Teil Deutschlands direkt an der Grenze zu Österreich. (Quelle: imagebroker/imago images)

Unberührte Natur vom Wattenmeer bis zum Alpenvorland: Die deutschen Nationalparks sind einzigartige Reservate, die praktisch vor der Haustür liegen. Doch wegen der Corona-Pandemie werden auch hier Angebote eingeschränkt. Ein Überblick.

Kann in der dicht besiedelten Bundesrepublik wieder ein echter Urwald entstehen? Das fragten sich Umweltaktivisten, als sie 1970 den ersten deutschen Nationalpark Bayerischer Wald einweihten. Heute nach exakt fünfzig Jahren scheint das Experiment geglückt. Es entstand ein Schutzgebiet, das sich ohne Eingriffe des Menschen entwickeln und so wieder zu einem urtümlichen Wald werden konnte.

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist einer von 16 Reservaten in Deutschland, in dem der Grundsatz gilt: Natur Natur sein lassen. Die Parks schützen besondere Landschaften und bieten seltenen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum – von der Nord- und Ostsee bis zu den Alpen. Zugleich können Besucher die Natur aktiv erleben: ganz klassisch beim Wandern und Radfahren, beim Klettern, auf Baumwipfelpfaden oder sogar beim Kitesurfen.

Corona-Pandemie: Welche Einschränkungen gelten?

Doch die Ausbreitung des Coronavirus macht auch vor den Nationalparks nicht Halt: Einerseits gibt es Einschränkungen. Zum Beispiel ist auch auf den Wanderwegen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Andererseits sind mancherorts viel mehr Besucher unterwegs als in den vergangenen Jahren: Das stresst die Tiere – aber auch die Ranger. Sie müssen die Besucher häufiger auf die ohnehin allgemein geltenden Regeln in einem Schutzgebiet hinweisen.

Wir sagen Ihnen, welche Corona-Einschränkungen in welchem der Nationalparks gelten – und verraten auch die Highlights der Reservate:

1. Nationalpark Bayerischer Wald

Nationalpark Bayerischer Wald: Blick vom Siebensteinkopf, der am südöstlichen Rand an der Grenze zu Tschechien liegt. (Quelle: imago images/imagebroker)Nationalpark Bayerischer Wald: Blick vom Siebensteinkopf, der am südöstlichen Rand an der Grenze zu Tschechien liegt. (Quelle: imagebroker/imago images)

Gut 100 Jahre nachdem der erste Nationalpark der Welt – der Yellowstone-Nationalpark – am 1. März 1872 in den USA eingeweiht wurde, öffnete der Nationalpark Bayerischer Wald seine Pforten. Dass er dennoch eine Erfolgsgeschichte wurde, zeigt sich heute auch daran, dass sich dort seltene Tiere wie Luchse, Schwarzstörche und Biber wieder heimisch fühlen.

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Die Tier-Freigelände und Spielplätze sind geöffnet. Die Grillplätze sind allerdings geschlossen. Führungen sind eingeschränkt.

2. Nationalpark Berchtesgaden

Nationalpark Berchtesgaden: Keine Sennerin, sondern eine Touristin ruht sich auf dem Röthsteig aus – mit Blick auf den Obersee und Königssee. (Quelle: imago images/imagebroker)Nationalpark Berchtesgaden: Keine Sennerin, sondern eine Touristin ruht sich auf dem Röthsteig aus – mit Blick auf den Obersee und Königssee. (Quelle: imagebroker/imago images)

Als der NDW-Hit "Die Sennerin vom Königssee" 1983 die westdeutschen Charts eroberte, stand der im Lied besungene weltberühmte Gebirgssee schon fünf Jahre unter besonderem Schutz. Denn er gehört zum 1978 gegründeten Nationalpark Berchtesgaden. Das Reservat liegt im Südosten Bayerns an der Grenze zu Österreich. Wer mag, kann im Sommer im saubersten See Deutschlands baden.

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Die Königssee-Schifffahrt ist nur mit eingeschränktem Fahrplan und Plätzen unterwegs. Übernachtungen auf Berghütten und Almen sind ausschließlich mit Reservierung möglich. Unbedingt eigenen Schlafsack mitbringen.

3. Nationalpark Eifel

Nationalpark Eifel: Die Urfttalsperre ist eine der ältesten Staumauern in Deutschland. (Quelle: imago images/McPhoto)Nationalpark Eifel: Die Urfttalsperre ist eine der ältesten Staumauern in Deutschland. (Quelle: McPhoto/imago images)

Im südwestlich von Köln gelegenen Großschutzgebiet kommen Wanderer voll auf ihre Kosten: Auf einem 85 Kilometer langen Fernwanderweg – dem "Wildnis-Trail" – können Sie die ganze Vielfalt des Parks erleben. In vier Tagesetappen durchqueren Sie sowohl Nadel- und Laubwälder als auch Seen- und Flusslandschaften. Außerdem bietet der Nationalpark Eifel einmalige Ausblicke auf die Talsperren Rur-, Ober- und Urftsee.

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Individuell buchbare Wanderungen mit Führern sind unter Auflagen möglich. Allerdings finden keine Rangertouren statt. Die Parkverwaltung rät, Besucherschwerpunkte wie Wilder Kermeter und Wüstung Wollseifen zu meiden.

4. Nationalpark Hainich

Nationalpark Hainich: Wandern, wo sonst nur die Vögel fliegen – das können Besucher des Baumkronenpfads. (Quelle: imago images/F. Berger)Nationalpark Hainich: Wandern, wo sonst nur die Vögel fliegen – das können Besucher des Baumkronenpfads. (Quelle: F. Berger/imago images)

Kaum zu glauben, dass die Natur auf den zwei ehemaligen militärischen Übungsplätzen heute machen darf, was sie will. Und Tier und Mensch finden's gut. Ein Highlight des 1997 in Thüringen gegründeten Nationalparks Hainich ist ein 530 Meter langer Baumkronenpfad. Dort oben können Sie im Sommer zwischen den Blätterdächern Käfer und Schmetterlinge, aber auch Spechte beobachten.

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Der Baumkronenpfad ist geöffnet – an sehr stürmischen Tagen wird allerdings wetterbedingt geschlossen. Seit 1. Juli finden wieder alle Veranstaltungen aus dem Mitmachen-Programm sowie die Ranger-Wanderungen statt. Auch das Nationalparkzentrum ist wieder geöffnet.

5. Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer

Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer: Bei Flut im Watt vor der Insel Neuwerk lässt es sich romantisch wandern. (Quelle: imago images/blickwinkel)Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer: Bei Flut im Watt vor der Insel Neuwerk lässt es sich romantisch wandern. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Der 1990 gegründete Nationalpark liegt etwa 12,5 Kilometer vor Cuxhaven im Elbmündungsbereich. Nur knapp 40 Menschen leben dauerhaft in dem Schutzgebiet an der Nordsee. Umso vielfältiger zeigt sich die Natur. In kaum einer anderen Region Mitteleuropas leben so viele verschiedene Vögel. Zudem können Sie Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale aus sicherer Entfernung beobachten. 2011 ernannte die Unesco die hamburgische Schutzzone zum Weltnaturerbe.

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Das Nationalpark-Haus Neuwerk hat seit 1. Juli wieder geöffnet. Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen gelten weiterhin. Veranstaltungen finden mit Einschränkungen wieder statt.

6. Nationalpark Harz

Nationalpark Harz: Die Rabenklippe nahe Bad Harzburg in Niedersachsen ist neben dem Brocken eines der Wahrzeichen des Reservats. (Quelle: imago images/Martin Wagner)Nationalpark Harz: Die Rabenklippe nahe Bad Harzburg in Niedersachsen ist neben dem Brocken eines der Wahrzeichen des Reservats. (Quelle: Martin Wagner/imago images)

Der Nationalpark Harz reicht von der Odertalsperre im Süden bis Bad Harzburg im Norden. Etwa 95 Prozent der rund 247 Quadratkilometer sind von Buchen- und Fichtenwäldern bedeckt. Viele Besucher kommen aber wegen des 1.114 Meter hohen Brockens – das Wahrzeichen des Harzes. Dazu hat auch Goethe beigetragen, der selbst dreimal den Brocken bestieg. Daher rührt auch der Name für den Goetheweg, der auf des Dichters Spuren durch den Nationalpark führt.

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Die Parkverwaltung rät, bei den Touren die gegebenenfalls unterschiedlichen Bestimmungen der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt einzuhalten. Alle Nationalparkeinrichtungen – außer das HarzWaldHaus Bad Harzburg – sind geöffnet. Führungen finden wieder statt.

7. Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Nationalpark Hunsrück-Hochwald: Der kleine Ort Kempfeld gesehen von der Südseite des Idarwaldes. (Quelle: imago images/Chromorange)Nationalpark Hunsrück-Hochwald: Der kleine Ort Kempfeld gesehen von der Südseite des Idarwaldes. (Quelle: Chromorange/imago images)

Obwohl erst im Mai 2015 eröffnet, ist der Nationalpark Hunsrück-Hochwald bereits von den Vereinten Nationen ausgezeichnet worden. Der Grund: Im "Nationalpark für alle" gibt es einen barrierefreien Naturerlebnisweg für Gehbehinderte, Broschüren in Blindenschrift und leichter Sprache sowie Führungen in Gebärdensprache. Der größte Teil des Reservats befindet sich in Rheinland-Pfalz, etwa ein Zehntel liegt im Saarländischen Hochwald.

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Seit Juli finden wieder erste begleitete Touren statt. Die Nationalpark-Ausstellung am Erbeskopf hat seit 11. Juli wieder geöffnet. Das Nationalparkamt ist für den Publikumsverkehr noch geschlossen.

8. Nationalpark Jasmund

Nationalpark Jasmund: Am Königsstuhl auf Rügen gibt es Ärger. Die Insulaner streiten sich um eine geplante Aussichtsplattform. (Quelle: imago images/Maria Gänßler)Nationalpark Jasmund: Am Königsstuhl auf Rügen gibt es Ärger. Die Insulaner streiten sich um eine geplante Aussichtsplattform. (Quelle: Maria Gänßler/imago images)

Das Reservat liegt in Mecklenburg-Vorpommern auf der Halbinsel Jasmund im Nordosten der Insel Rügen und befindet sich nicht weit der Stadt Sassnitz. Eines der Wahrzeichen und populäres Postkartenmotiv ist der Königsstuhl – ein 118 Meter hoher Kreidefelsen. Das Besucherzentrum des Nationalparks Jasmund befindet sich gleich in der Nähe.

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Auch im Juli fallen alle Führungen im Nationalpark aus. Sonst keine weiteren Einschränkungen.

9. Nationalpark Kellerwald-Edersee

Nationalpark Kellerwald-Edersee: Knorrige alte, zum Teil bemooste Buchen wirken wie aus dem Märchenland. (Quelle: imago images/imagebroker)Nationalpark Kellerwald-Edersee: Knorrige alte, zum Teil bemooste Buchen wirken wie aus dem Märchenland. (Quelle: imagebroker/imago images)

Der Nationalpark liegt etwa 40 Kilometer von Kassel entfernt – der Heimat der Brüder Grimm. Und tatsächlich erinnern die Wälder des 2004 gegründeten Naturreservats an jene aus den Grimm'schen Märchen: tief, dicht, urig. Auf einem rund 68 Kilometer langen "Urwaldsteig" rund um den Edersee können Besucher schon mal einen Eindruck bekommen. Psst, verlaufen Sie sich nicht wie Hänsel und Gretel auf den verschlungenen Pfaden.

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Alle Informationseinrichtungen haben wieder geöffnet. Wanderungen aus dem Veranstaltungskalender finden in reduzierter Zahl statt.

10. Nationalpark Müritz

Nationalpark Müritz: In dem Reservat darf sich die Natur nach ihren eigenen Regeln entwickeln. (Quelle: imago images/alimdi)Nationalpark Müritz: In dem Reservat darf sich die Natur nach ihren eigenen Regeln entwickeln. (Quelle: alimdi/imago images)

Der Nationalpark wurde 1990 gegründet und liegt zwischen Berlin und Rostock, im Süden Mecklenburg-Vorpommerns. Highlights des Reservats sind eindeutig die Seen – genau 100 an der Zahl – mit schmalen Wasserläufen und kleinen Kanälen. Der größte gab dem Park den Namen: Müritz. Viele See- und Fischadler sowie Kraniche sind hier beheimatet, die Sie bei Kanufahrten oder Radtouren beobachten können.

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Bereits seit Juni finden wieder Führungen statt. Die Teilnehmerzahl pro Führung ist auf zehn Personen beschränkt. Anmeldung erforderlich.

11. Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Auf Norderney führt ein Holzbohlenweg zur Aussichtsdüne am Zuckerpad. (Quelle: imago images/Priller&Maug)Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Auf Norderney führt ein Holzbohlenweg zur Aussichtsdüne am Zuckerpad. (Quelle: Priller&Maug/imago images)

Wenn das Watt zur Ebbezeit frei liegt, ist es Zeit für eine Wattwanderung. Denn Wandern im Niedersächsischen Wattenmeer ist ein Muss für jeden, der den Nationalpark vor der Nordseeküste besucht. Zahlreiche Lehrpfade zum "normalen" Wandern gibt es aber auch auf dem Festland. 1986 gegründet, zählen zum Naturreservat ebenso die Inseln Borkum, Norderney, Langeoog und Spiekeroog.

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Alle Nationalparkeinrichtungen sind wieder geöffnet und führen Veranstaltungen durch. Allerdings sind die Rahmenbedingungen auf Landkreisebene unterschiedlich geregelt. Unbedingt vorher informieren.

12. Nationalpark Sächsische Schweiz

Nationalpark Sächsische Schweiz: Die Schrammsteine sind eine zwölf Kilometer lange Felsgruppe, die stark zerklüftet ist. (Quelle: imago images/imagebroker)Nationalpark Sächsische Schweiz: Die Schrammsteine sind eine zwölf Kilometer lange Felsgruppe, die stark zerklüftet ist. (Quelle: imagebroker/imago images)

Der Nationalpark liegt etwa 40 Kilometer südlich von Dresden an der tschechischen Landesgrenze. Zerklüftete Sandsteinfelsen und dichte Buchen-Eichen-Wälder prägen die Landschaft. Wenn Sie eine Wanderung zur Bastei – eine Felsformation mit Aussichtsplattform – planen, dann am Besten über den Malerweg. Seinen Namen verdankt er den Künstlern, die verschiedene Ansichten der berühmten Felsformationen auf Bildern festhielten.

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Das Besucherzentrum und die Ausstellung des NationalparkZentrums Bad Schandau ist bereits seit Mai wieder geöffnet. Allerdings fällt der 24. Naturmarkt Sächsische Schweiz am 6. September in Wehlen wegen Corona aus. Der nächste findet am 5. September 2021 statt.

13. Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Hallig Hooge ist ein kleines Eiland, das von der Nordsee umspült wird. (Quelle: imago images/blickwinkel)Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Hallig Hooge ist ein kleines Eiland, das von der Nordsee umspült wird. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Etwa 68 Prozent des Nationalparks liegen permanent unter Wasser und rund 30 Prozent werden alle sechs Stunden überflutet, um wieder trocken zu liegen, wenn das Meer sich erneut zurückzieht. Gerade deshalb ist der Nationalpark vor der Nordseeküste Schleswig-Holsteins so sehenswert. Wer's lieber etwas trockener unter den Füßen mag, wandert zu Land über Salzwiesen, Sandbänke und Dünen.

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Das Nationalpark-Haus in Wyk/Föhr bleibt weiterhin geschlossen. Wattführungen sind allerdings unter Auflagen wieder möglich. Für öffentliche Veranstaltungen, wie die Ranger-Exkursionen, wird derzeit ein Konzept erarbeitet.

14. Nationalpark Schwarzwald

Nationalpark Schwarzwald: Der Mummelsee ist der größte der sieben Karseen im Schwarzwald. (Quelle: imago images/imagebroker)Nationalpark Schwarzwald: Der Mummelsee ist der größte der sieben Karseen im Schwarzwald. (Quelle: imagebroker/imago images)

Im Juni 2018 wurde bekannt, dass sich die 2014 gegründete Nationalparkregion Schwarzwald vergrößert. Bislang gehörten dem Zusammenschluss 18 Gemeinden an. Nun wächst der Park um weitere zehn Orte, darunter Gaggenau und Durbach. Als Besonderheit des Nationalparks Schwarzwald gelten die Weideflächen in den Hochlagen, die sogenannten Grinden – ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen – sowie die Karseen, Überbleibsel aus der letzten Eiszeit.

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Seit Ende Juni können kleinere Führungen wieder durchgeführt werden. Allerdings bleibt das Nationalparkzentrum am Ruhestein weiterhin geschlossen. Dafür gibt es aber eine mobile Infotheke.

15. Nationalpark Unteres Odertal 

Nationalpark Unteres Odertal: Paddelboote auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße bei Schwedt/Oder. (Quelle: imago images/Hohlfeld)Nationalpark Unteres Odertal: Paddelboote auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße bei Schwedt/Oder. (Quelle: Hohlfeld/imago images)

Im Sommer beginnt nach dem Ende der Brutzeit vieler Vogelarten im Nationalpark Unteres Odertal die Kanusaison. Bis in den Spätherbst können Besucher bei geführten Exkursionen die Wasserwelt der Polderlandschaft in der Uckermark erkunden. Mehr als 160 Vogelarten gilt es auf einem etwa 120 Kilometer langen Netz an Deichwegen zu entdecken. Bekanntestes Teilstück ist der Oder-Neiße-Fahrradweg.

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Ab 15. Juli startet wieder die Kanusaison, allerdings nicht verspätet wegen Corona, sondern weil jetzt die Brutzeit der meisten Vogelarten beendet ist. Das Besucherzentrum des Nationalparks ist seit Anfang Juli wieder geöffnet.

16. Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: Große Schwärme von Graukranichen rasten im Reservat. (Quelle: imago images/blickwinkel)Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: Große Schwärme von Graukranichen rasten im Reservat. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Das Reservat mit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wurde 1990 gegründet. Es liegt an der Ostsee- und Boddenküste Vorpommerns nordöstlich von Rostock. Die Hälfte des Nationalparks ist offenes Meer. Der Rest ist durch Windwatten, Sandhaken, Kliffs und Kiefernwälder sowie Strände und Dünen geprägt. Im September machen dort jährlich bis zu 60.000 Graukraniche einen Zwischenstopp – auf ihrem Weg nach Süden.

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Alle Führungen sowie alle rund um das Nationalparkjubiläum geplanten Veranstaltungen fallen aus, vorerst bis Ende August. Dazu zählen auch das rund um das Nationalparkamt in Born geplante Fest am 30. August. Reguläre Führungen finden nicht statt.

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