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RaststÀtten-Toiletten zu teuer: Immer mehr Wildpinkler an Autobahnen

Von dpa, dpa-tmn
30.06.2011Lesedauer: 3 Min.
Saftige Strafen drohen, wenn man kleine "GeschĂ€fte" im GebĂŒsch erledigt (Symbolbild: dpa)
Saftige Strafen drohen, wenn man kleine "GeschĂ€fte" im GebĂŒsch erledigt (Symbolbild: dpa)
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DrĂŒckt auf der Autobahn die Blase, liegt oft nur eine Abfahrt entfernt das Paradies. Einziger Wermutstropfen: An vielen RaststĂ€tten werden selbst fĂŒr kurze Pinkelpausen 70 Cent fĂ€llig. Zu teuer, gaben vier von fĂŒnf Deutschen bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa an. Daher wundert es auch nicht, dass die Zahl der Wildpinkler drastisch gestiegen ist.

Besonderes Ärgernis sind ToilettengebĂŒhren

YouGov hatte fĂŒr die Deutsche Presse-Agentur zum Auftakt der Urlaubssaison mehr als 1000 Menschen befragt. Besonderes Ärgernis sind dabei die ToilettengebĂŒhren: 70 Cent fĂŒr die Benutzung der sanitĂ€ren Anlagen halten vier von fĂŒnf Befragten (80 Prozent) fĂŒr zu viel. Frauen sind dabei mit 83 Prozent kritischer als MĂ€nner (77 Prozent). Nur gut die HĂ€lfte der Befragten (52 Prozent) ist mit der QualitĂ€t der RaststĂ€tten insgesamt zufrieden. Aber nur jeder Vierte (25 Prozent) sucht regelmĂ€ĂŸig alternative PausenplĂ€tze abseits der Autobahnen. Mit 29 Prozent fahren mehr MĂ€nner regelmĂ€ĂŸig zum Rasten von der Autobahn ab als Frauen (21 Prozent). Insgesamt suchen fast zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) zumindest manchmal Alternativen, nur jeder zehnte Befragte (10 Prozent) ist den AutobahnraststĂ€tten immer treu. Die Meinungsforscher hatten 1060 Menschen ĂŒber 16 Jahren aus ganz Deutschland befragt.

UrsprĂŒngliche 50 Cent waren "nicht mehr kostendeckend"

FĂŒr die sauberen Toiletten des WC-Systems "Sanifair" bezahlte ein Kunde vormals 50 Cent. Beim Besuch des stillen Örtchens bekam er dafĂŒr an der Schranke einen gleichwertigen Bon, den er im Bistro oder Shop der RaststĂ€tte einlösen konnte. Weil das Toilettensystem "Sanifair" Tank und Rast-Sprecher Andreas Rehm zufolge "nicht mehr kostendeckend auf dem gewohnten Niveau betrieben werden" konnte, zogen die Pinkel-Preise im November 2009 zunĂ€chst an einigen Standorten an. Mittlerweise kostet der Klobesuch in nahezu allen RaststĂ€tten des Unternehmens 70 Cent. "Das ist zu viel", empört sich Toilettengast JĂŒrgen Karoly aus Heilbronn an der RaststĂ€tte MĂŒnsterland Ost. Zumal der "Sanifair"-Bon fĂŒr den Kunden weiter nur 50 Cent Zuschuss zu Espresso oder Croissant gewĂ€hrt.

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ADAC Àrgert sich

Auch der ADAC Ă€rgert sich ĂŒber den Eintritt fĂŒrs Austreten, unternehmen kann der Automobilclub dagegen aber nichts. "Es gibt keinen Grund fĂŒr die Erhöhung", sagt ADAC-Sprecher Dieter Wirsich. In die Taschen der PĂ€chter fließen die Extra-Einnahmen jedenfalls nicht, sagt Willy Habermeyer, der bis vor kurzem vier RaststĂ€tten gepachtet hatte. "Die 20 Cent gehen voll an Tank und Rast." Rehm streitet das ab: "Das stimmt nicht. Ein Teil der ErtrĂ€ge geht an die PĂ€chter." Die GĂ€ste hĂ€tten sich zudem an den kleinen Obolus gewöhnt. "Sanifair" ist kein faires System mehr", wettert hingegen PĂ€chter Habermeyer, "weder fĂŒr PĂ€chter noch fĂŒr Kunden". 72.000 Klo-GĂ€ste hĂ€tten ihm in den ersten Monaten nach der Preiserhöhung an seinen RaststĂ€tten gefehlt, sagt er. Dabei habe er in diesem Zeitraum sogar mehr Benzin verkauft als im Vorjahr.

Preisanstieg ein guter Grund fĂŒr starken Wildpinkler-Zuwachs

Dass Klo-GĂ€ste trotz gestiegenem Umsatzes ausblieben könnte damit zusammenhĂ€ngen, dass sich mehr Menschen aufs Wildpinkeln verlegt haben, dies hĂ€lt der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen fĂŒr möglich. "Subjektiv besteht seit ein bis zwei Jahren die Tendenz, dass es mehr wird", sagt Sprecher Bernd Löchter. Vor allem an den ParkplĂ€tzen zwischen den RaststĂ€tten mĂŒssen ReinigungskrĂ€fte beißenden Geruch ertragen und benutztes Toilettenpapier entsorgen. Dort sind die wenigen vorhandenen Klos hĂ€ufig unhygienisch, sagen Lastwagenfahrer. Gerade sie, die den ganzen Tag unterwegs sind, pinkeln da öfter mal im Freien. "Und fĂŒr Familien, die anhalten und hinter jedem Baum ein Mannsbild sehen, ist das einfach unangenehm", findet Habermeyer.

Wildpinklern drohen bis zu 1000 Euro Bußgeld

Kleine und große "GeschĂ€fte" an ParkplĂ€tzen ohne WC im GebĂŒsch zu erledigen, um sich vor Klo-Kosten zu drĂŒcken, ist keine gute Idee: Wer dabei erwischt wird, muss mit einer saftigen Strafe rechnen. Das Gesetz ĂŒber Ordnungswidrigkeiten sieht bis zu 1000 Euro Bußgeld vor. Parkt ein Autofahrer seinen Wagen auf dem Standstreifen einer Autobahn und erleichtert sich hinter der Leitplanke, kommen noch 40 Euro und zwei Punkte in Flensburg dazu. "Denn auf dem Pannenstreifen ist das Halten und Parken hierzulande verboten", erlĂ€utert Joseph Harrer vom Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). "Es sei denn, es liegt ein Notfall vor." Die Notdurft gilt allerdings nicht als Notfall, betont Harrer. Auch dann nicht, wenn man mit randvoller Blase im Stau stecke und die nĂ€chste Toilette unmöglich rechtzeitig erreichen kann. Wer sich in diesem Fall trotzdem fĂŒr einen kurzen Stopp auf dem Pannenstreifen entscheidet, sollte unbedingt den Warnblinker einschalten - und muss darauf hoffen, dass die Polizei ein Auge zudrĂŒckt. Dabei lĂ€sst sich so ein Notfall auch vermeiden. Bei der Suche nach einer kostenlosen Alternative kann die Webseite www.gratispinkeln.de helfen. Per internetfĂ€higem Handy lassen sich die stillen Örtchen zĂŒgig ausfindig machen. Auf der Homepage stehen auch Zusatzprogramme fĂŒr NavigationsgerĂ€te zum Download, mit denen das Navi Gratis-Toiletten an Autobahnen anzeigt.

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