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Nordrhein-Westfalen-Aufruf zur Europawahl

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Nordrhein-Westfalen-Aufruf zur Europawahl

08.05.2019, 10:41 Uhr

Nordrhein-Westfalen-Aufruf zur Europawahl . Stimmzettel der Europawahl. (Quelle: imago images)

Stimmzettel der Europawahl. (Quelle: imago images)

Ministerpräsident Armin Laschet ruft vor dem Europatag am 9. Mai gemeinsam mit Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Europawahl auf.

Stimmen Sie für ein starkes Europa!

Für Europa, für Deutschland, für die Menschen in Nordrhein-Westfalensteht viel auf dem Spiel. Am 26. Mai 2019 finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Populisten und Nationalisten kämpfen gegen Solidarität, gegen den Zusammenhalt, gegen unsere gemeinsamen europäischen Werte. Nutzen Sie Ihre Stimme und machen Sie diese Wahl zu einem Referendum für ein demokratisches, ein soziales und starkes Europa!

Die europäische Einigung hat unserem Land nach dem Zweiten Weltkrieg 70 Jahre Frieden, Freiheit und soziale Sicherheit ermöglicht. Gerade Nordrhein-Westfalen wurde durch die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl geprägt. Der europäische Binnenmarkt sichert hunderttausende Arbeitsplätze für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land an Rhein, Ruhr und Lippe. Mit den Niederlanden, Belgien und Luxemburg leben und arbeiten wir in Nordrhein-Westfalen heute in einem gemeinsamen Raum über frühere Grenzen hinweg.

Uns alle eint das Bekenntnis: Nie wieder Nationalismus! Nie wieder Krieg! Nie wieder Antisemitismus und Rassismus! Die europäische Einigung hat dafür das Fundament gelegt.

Heute blicken wir auch mit Stolz auf ein Europa von 28 Mitgliedsstaaten mit vielen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Errungenschaften.

Dazu zählt auch die Währungsunion. Der Euro ist mittlerweile die Währung für EU-Bürgerinnen und Bürger in 19 Ländern. Gemeinsam mit dem europäischen Binnenmarkt ist sie der Motor unserer Wirtschaft – gerade in Nordrhein-Westfalen.

Auch das Leben und Arbeiten jenseits nationaler Grenzen ist einfacher geworden. EU-Bürgerinnen und Bürger können selbst entscheiden, in welchem EU-Land sie sich niederlassen. Und nichts stärkt die europäische Identität mehr als Begegnung und gelebtes Miteinander über Ländergrenzen hinweg. Dafür steht auch Erasmus+, das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport.

Das gemeinsame europäische Projekt ist die Erfolgsgeschichte aller Europäer. Wir Nordrhein-Westfalen – im Herzen Europas – sind ökonomisch, ökologisch und kulturell mit Regionen und Ländern in allen Teilen Europas verbunden. Unser Anspruch und Auftrag als Bürgerinnen und Bürger dieses Landes ist es deshalb, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Ob Migration und Integration, äußere und innere Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, die Zukunft eines fairen Welthandels oder die Frage des drohenden Brexits: die Herausforderungen sind groß, und nur gemeinsam werden wir ihnen in einer globalisierten und digitalisierten Welt erfolgreich begegnen können. Nicht die Ideologie „Mein-Land-First“ macht uns stark, sondern gemeinsame Lösungen für eine gerechtere Welt.

In der Vergangenheit war die Europäische Union immer dann besonders stark, wenn wir auf der Basis unserer gemeinsamen Werte in Europa um die besten Lösungen gerungen haben. Gemeinsam können wir mehr!

Deshalb rufen wir Sie auf: setzen Sie am 26. Mai 2019 ein Zeichen, gehen Sie zur Wahl und gestalten Sie die Zukunft der Europäischen Union mit. Stimmen Sie ab und stimmen Sie ein für ein starkes Europa.


Anja Weber, Vorsitzende Deutscher Gewerkschaftsbund Nordrhein-Westfalen

Arndt Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw)

Andreas Ehlert, Präsident Handwerk NRW

Thomas Meyer, Präsident des Industrie-und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen e.V.

Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln

Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn

Dr. Felix Genn, Bischof von Münster

Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen

Dr. Helmut Dieser, Bischof von Aachen

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche

Zwi Rappoport, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe

Herr Dr. Oded Horowitz, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein

Dr. Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln

Alexandra Khariakova, Vorsitzende des Landesverbands Progressiver Jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen

Nurhan Soykan, Sprecherin des Koordinationsrates der Muslime  

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