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Russland: Wissenschaftler stirbt bei mysteriösem Sturz


Russischer Experte stirbt bei mysteriösem Sturz

Von t-online
Aktualisiert am 22.09.2022Lesedauer: 2 Min.
imago images 98037924Vergrößern des BildesTriebwerke in einem Hangar des Moscow Aviation Insitutes (MAI), dessen Direktor Anatoli Geratschenko von 2007 bis 2015 war (Archivbild). (Quelle: Sergei Bobylev via www.imago-images.de)
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Seit Monaten häufen sich mysteriöse Todesfälle in Russlands Elite. Nun gibt es offenbar einen weiteren Toten – diesmal ein Wissenschaftler.

Der ehemalige Leiter des Moskauer Instituts für Luftfahrt, Anatoli Geraschtschenko, soll bei einem Sturz innerhalb seiner Forschungsanstalt ums Leben gekommen sein. Das berichtet die Zeitung "Iswestija" unter Berufung auf anonyme Quellen.

Dem Blatt zufolge soll Geraschtschenko aus "großer Höhe" gestürzt sein, wobei er mehrere Treppenstufen hinunterfiel. Herbeieilende Sanitäter hätten nur noch den Tod des Wissenschaftlers feststellen können. In seiner letzten Position soll Geraschtschenko als Berater für das Luftfahrtinstitut tätig gewesen sein, zwischen 2007 und 2015 soll er selbst Rektor der Einrichtung gewesen sein. Wie die Zeitung schreibt, hat er über 100 wissenschaftliche Artikel in seiner Fachrichtung veröffentlicht.

Der Fall ist nicht der erste mysteriös anmutende Todesfall russischer Oligarchen und Wissenschaftler seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Mysteriöse Todesfälle unter Russlands Mächtigen

Bereits im April berichtete t-online über eine dubiose Todesserie unter russischen Oligarchen. Innerhalb von 24 Stunden sollen zwei russische Top-Manager sich selbst und ihre Familien getötet haben. Im Mai starb ein russischer Ölmagnat kurz nach dem Besuch eines Schamanen. Der frühere Manager Alexander Subbotin war Vorstandsmitglied beim russischen Ölkonzern Lukoil.

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Im Juli starb dann der Oligarch Juri Woronow, der Verbindungen zum russischen Staatskonzern Gazprom hatte. Wie das britische Boulevardmedium "Daily Mail" berichtete, wurde der 61-Jährige mit einer Schusswunde am Kopf im Swimmingpool seiner Villa in St. Petersburg aufgefunden.

Opfer hatten Einfluss in Wirtschaft, Wissenschaft und Medien

Mitte September erwischte es einen hochrangigen Beamten im russischen Staat – wieder im Zusammenhang mit Öl und Gas. Unter mysteriösen Umständen ging der 39-Jährige vor der Küste von Wladiwostok im Fernen Osten Russlands über Bord. Petschorin war Geschäftsführer der russischen Gesellschaft zur Entwicklung des Fernen Ostens und der Arktis. Die Wirtschaftsförderung in diesen Regionen gilt als bedeutend, weil unter anderem die Arktis eine wichtige Quelle für Gas und Öl ist.

Zuletzt sorgte auch der Tod eines kremlnahen Journalisten für Wirbel. Vergangene Woche starb der Chefredakteur der auflagenstärksten russischen Zeitung "Komsomolskaja Prawda" unerwartet im Alter von 68 Jahren, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Wladimir Sungorkin galt als einer der wichtigsten Propagandisten des Kremls, das Blatt als die Lieblingszeitung Putins. Der Journalist galt als einer der Hauptakteure der russischen Propaganda und stand deshalb seit April auf der Sanktionsliste der Europäischen Union.

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