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Israel-Krieg im Newsblog: Israel: Tägliche "taktische Pausen" im Süden Gazas


Newsblog zum Krieg in Nahost
Israel will täglich Einsatz im Süden Gazas unterbrechen


Aktualisiert am 16.06.2024 - 06:45 UhrLesedauer: 10 Min.
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Israelische Soldaten bei einer Übung: Die Armee soll ab sofort täglich eine "taktische Pause" für humanitäre Hilfe einlegen. (Quelle: Jim Hollander/imago-images-bilder)

Acht israelische Soldaten wurden getötet. Zehntausende demonstrieren erneut für die Freilassung der Geiseln. Mehr Informationen im Newsblog.

Israel: Tägliche "taktische Pause" im Süden Gazas

6.33 Uhr: Das israelische Militär hat angekündigt, täglich eine "taktische Pause der militärischen Aktivitäten" in Gebieten im Süden des Gazastreifens einzulegen. Das berichtet unter anderem die "Times of Israel". Die Pause sei ein weiterer Schritt, um mehr humanitäre Hilfe zu ermöglichen, wie das Militär mitteilte. Sie soll den Angaben zufolge jeden Tag zwischen 8 und 19 Uhr rund um eine Straße vom Grenzübergang Kerem Shalom in Richtung der Stadt Chan Junis führen. Das Militär teilte mit, bereits am Samstag damit begonnen zu haben.

Auf Notruf nicht reagiert: US-Kommando macht Iran Vorwürfe

3.10 Uhr: Das United States Central Command (CENTCOM) hat dem Iran vorgeworfen, Notrufe des unter palauischer Flagge fahrenden und in ukrainischem Besitz befindlichen Massengutfrachters Verbena ignoriert zu haben, nachdem dieser am Donnerstag bei zwei separaten Raketenangriffen der vom Iran unterstützten Huthi getroffen wurde.

In einer am Samstag veröffentlichten Erklärung teilte CENTCOM mit, dass die Besatzung der Verbena einen Notruf abgesetzt habe, in dem sie angab, das Schiff zu verlassen. Das in der Nähe befindliche Schiff Anna Meta habe die Seeleute gerettet. Die Besatzung musste das Schiff aufgrund anhaltender Brände verlassen. Laut CENTCOM befand sich die iranische Fregatte IRIN Jamaran acht Seemeilen (etwa 14 Kilometer) von der Verbena entfernt und habe nicht auf den Notruf reagiert.

"Dieses fortgesetzte bösartige und rücksichtslose Verhalten der vom Iran unterstützten Huthi gefährdet die regionale Stabilität und das Leben von Seeleuten im Roten Meer und Golf von Aden", fügte CENTCOM hinzu und erklärte, es werde "weiterhin mit Partnern zusammenarbeiten, um die Huthi zur Rechenschaft zu ziehen und ihre militärischen Fähigkeiten zu schwächen."

Zehntausende demonstrieren in Israel für Freilassung der Geiseln

21.59 Uhr: Zehntausende Menschen haben am Samstagabend in Tel Aviv und anderen israelischen Städten für die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen demonstriert. Die Teilnehmer der Kundgebung in Tel Aviv verlangten, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Gazakrieg beendet, damit ein Abkommen über die von der islamistischen Hamas verschleppten Geiseln ermöglicht wird, wie das Portal "haaretz.com" berichtete.

Acht israelische Soldaten im Gazastreifen getötet

17.39 Uhr: Bei einer Explosion im Süden des Gazastreifens sterben nach Angaben des israelischen Militärs acht Soldaten. Einzelheiten teilt das israelische Militär zunächst nicht mit. Zuvor erklärte die radikal-islamische Hamas, bei einem Angriff auf einen Truppentransporter in Rafah mehrere israelische Soldaten getötet und verletzt zu haben. Wie das Militär mitteilt, handelt es sich um den tödlichsten Vorfall für die IDF im Gazastreifen seit Januar.

Britische Behörde: Besatzung verlässt von Huthis getroffenen Frachter

17.25 Uhr: Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO berichtet, die Besatzung des Frachters "Verbena" verlasse das Schiff. Das am Donnerstag 98 Seemeilen östlich von Aden im Jemen getroffene Schiff sei im Begriff zu sinken. Das US-Zentralkommando erklärt, von der jemenitischen Huthi-Miliz abgefeuerte Raketen hätten den unter der Flagge Palaus fahrenden Frachter getroffen.

Ein Feuer sei ausgebrochen, ein Besatzungsmitglied sei schwer verletzt worden. Die mit dem Iran verbündeten Huthis haben seit November Dutzende Handelsschiffe im Roten Meer angegriffen. Damit wollen sie die Palästinenser im Gazastreifen unterstützen.

US-Militär griff Radaranlagen der Huthi an

4.55 Uhr: Nach Angaben des US-Zentralkommandos vom Freitag hat das US-Militär binnen 24 Stunden eine Drohne, zwei unbemannte Überwasserfahrzeuge und sieben Radarsysteme der Huthi-Miliz im Jemen, zerstört. "Diese Radarsysteme ermöglichen es den Huthis, Schiffe ins Visier zu nehmen und die Handelsschifffahrt zu gefährden", so das Zentralkommando auf X. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hatten erst vor zwei Tagen einen unter liberianischer Flagge fahrenden griechischen Frachter bei einem Angriff im Roten Meer so beschädigt, dass er nicht mehr manövrierfähig war. Die Huthi-Rebellen greifen seit Monaten Frachter an, um damit die Palästinenser im Gazastreifen zu unterstützen.

Ehemalige Hamas-Geisel ruft zu Demonstrationen auf

3.10 Uhr: Eine Woche nach seiner Befreiung aus dem Gazastreifen hat die ehemalige Hamas-Geisel Andrey Kozlov die Israelis zu einer Demonstration für seine Leidensgenossen aufgerufen. "Ich bin wieder zu Hause in Israel, aber viele Geiseln sind noch immer im Gazastreifen", sagte der 27-Jährige in einer am Freitag veröffentlichten Videobotschaft. "Ich habe an den Samstagen oft die Demonstrationen gesehen und sie haben mir viel Hoffnung gegeben. Ich bitte euch, an diesem Samstag wieder auf die Straße zu gehen und die Geiseln und ihre Familien zu unterstützen."

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Behelfshafen muss wegen Seegang verlegt werden

23.10 Uhr: Das US-Militär bereitet sich darauf vor, den erst vor kurzem errichteten Behelfshafen vor der Küste des Gazastreifens wegen des zu erwartenden Seegangs vorübergehend zu entfernen. Die Anlegestelle dürfte in den israelischen Hafen Aschdod verlegt werden, bis sich die Seebedingungen verbesserten, sagt ein US-Vertreter. Die von den USA gebaute Anlegestelle war Mitte Mai in Betrieb genommen worden, kurz darauf brach jedoch ein Teil der Konstruktion ab. Der Behelfshafen dient zur Versorgung der Menschen im Gazastreifen mit Lebensmitteln über den Seeweg.

G7 an Israel: Menschenrechte achten und Rafah verschonen

17.55 Uhr: Die Runde der sieben führenden demokratischen Industrienationen (G7) hat Israel im Gaza-Krieg aufgerufen, Menschenrechte zu achten und von einer Großoffensive in Rafah abzusehen. In der Abschlusserklärung des G7-Gipfels in Süditalien verurteilen die Staats- und Regierungschefs die Attacke der islamistischen Hamas vom 7. Oktober aufs Schärfste, ebenso wie die Strategie der Terrorgruppe, Zivilisten als Schutzschild zu nutzen.

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Die Siebenerrunde richtete auch Mahnungen an die israelische Führung. Wegen der hohen Zahl ziviler Opfer und der humanitären Not im Gazastreifen steht das Vorgehen der israelischen Armee international in der Kritik – zuletzt vor allem die Einsätze in Rafah an der Grenze zu Ägypten. Dort hatten etliche Menschen Schutz vor dem Krieg gesucht.

Israel müsse bei seinem militärischen Vorgehen gegen die Hamas Völkerrecht und Menschenrechte achten, heißt es in dem Gipfel-Papier. "Wir sind zutiefst besorgt über die Folgen der laufenden Bodenoperationen in Rafah für die Zivilbevölkerung und über die Möglichkeit einer umfassenden Militäroffensive." Diese hätte weitere schlimme Folgen für die Zivilbevölkerung. "Wir fordern die Regierung Israels auf, von einer solchen Offensive abzusehen", mahnt die G7-Gruppe.

Hilfgüter zerstört: USA sanktionieren israelische Extremisten

17.46 Uhr: Die US-Regierung hat Sanktionen gegen die radikale israelische Gruppe Tzav 9 verhängt. Es handele sich um gewaltbereite Extremisten, die Hilfsgüter für die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen blockierten und beschädigten, teile das US-Außenministerium mit.

"Seit Monaten versuchen Mitglieder von Tzav 9 wiederholt, die Lieferung humanitärer Hilfe nach Gaza zu verhindern", heißt es in der Mitteilung. "Unter anderem, indem sie auf der Route von Jordanien nach Gaza, auch im Westjordanland, Straßen blockieren – manchmal gewaltsam." Die Gruppe habe etwa Lastwagen geplündert, in Brand gesetzt und lebensrettende Hilfsgüter auf die Straße geworfen, die für Männer, Frauen und Kinder bestimmt gewesen seien.


Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa, AFP und Reuters
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