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Britische TV-Debatte: Beim Thema Brexit bleibt Theresa May eisern

Britische TV-Debatte  

Beim Brexit bleibt Theresa May eisern

30.05.2017, 07:30 Uhr | AP, dpa, rtr, df

Britische TV-Debatte: Beim Thema Brexit bleibt Theresa May eisern. Beim Thema Brexit bleibt Theresa May eisern (Quelle: dpa/Stefan Rousseau)

Die britische Premierministerin Theresa May verteidigte in der TV-Sendung ihren harten Brexit-Kurs. (Quelle: Stefan Rousseau/dpa)

Im indirekten TV-Duell vor der Wahl in Großbritannien droht Premierministerin Theresa May mit einem Abbruch der EU-Austrittsverhandlungen. Labour-Chef Jeremy Corbyn muss sich dagegen mit Fragen zu seiner Vergangenheit herumschlagen.

Die Premierministerin und ihr Herausforderer beantworteten am Montagabend Fragen von Moderator Jeremy Paxman und Zuschauern im Studio. Sie traten aber nicht direkt in einem Rededuell gegeneinander an. May hatte eine direkte Debatte abgelehnt. 

"Kein Deal ist besser als ein schlechter"

Die konservative Parteichefin bekräftigte in der Sendung erneut ihre harte Haltung in Bezug auf den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Sie würde eher ganz auf einen Austrittsvertrag mit der EU verzichten, als einen schlechten abzuschließen. 

"Wir werden dort sein, um den richtigen Deal auszuhandeln, aber wie ich schon sagte, kein Deal ist besser als ein schlechter", erklärte May. Großbritannien müsse auch bereit sein, die Verhandlungen zu verlassen.

Wichtig sei, die Kontrolle über die Einwanderung zurückzugewinnen, so May. Wie das Verhältnis zur Europäischen Union aussehen möge, falls es zu einem Brexit ohne vorherige Einigung über dessen genaue Bedingungen kommt, sagte sie nicht. Kritik aus dem Publikum bekam May für die von den Konservativen geplanten Einschnitte bei Sozialleistungen.

Corbyn fordert neue Außenpolitik

Labour-Chef Corbyn setzte auf innenpolitische Themen wie Investitionen in Bildung, Erziehung, Gesundheitssystem und Polizei. Nach dem Anschlag in Manchester mit 22 Toten betonte Corbyn auch die Notwendigkeit eines außenpolitischen Wandels.

"Wir brauchen eine Außenpolitik weltweit, die es nicht zulässt, dass es große Gebiete ohne effektive Regierung gibt - wie etwa gegenwärtig in Libyen - die zu einem Nährboden für riesige Gefahren für uns alle werden können." Kritik erhielt der Labour-Vorsitzende vor allem für seine schwache Führung innerhalb der Partei.

Kritik an Haltung zur IRA

Ein Zuschauer kritisierte, dass Corbyn sich in der Vergangenheit nicht klar genug von der irischen Untergrundorganisation IRA distanziert hatte, die unter anderem mit Bombenanschlägen für eine Unabhängigkeit von Großbritannien gekämpft hatte. Der Labour-Politiker antwortete ausweichend und lobte die Verhandlungslösung, die zu einer Beendigung des bewaffneten Konflikts in Nordirland geführt hatte.

In den jüngsten Umfragen vor der Wahl am 8. Juni konnte die sozialdemokratische Labour-Partei ihren Rückstand verringern. Die konservativen Tories liegen mit 43 bis 46 Prozent der Stimmen aber noch immer deutlich vor Labour mit 32 bis 36 Prozent.

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