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Türkei entlässt erneut Tausende aus Staatsdienst

Von afp
Aktualisiert am 15.07.2017Lesedauer: 2 Min.
Polizisten stehen bei einem Spezialeinsatz auf einer Straße in Istanbul (Archivbild).
Polizisten stehen bei einem Spezialeinsatz auf einer Straße in Istanbul (Archivbild). (Quelle: Sedat Suna/EPA/dpa-bilder)
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Kurz vor dem ersten Jahrestag des Putschversuchs sind in der Türkei erneut tausende Staatsbedienstete entlassen worden. Den Betroffenen werden Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen. Der im US-Exil lebende Geistliche sprach von einer "Hexenjagd".

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Die neuerliche Entlassungswelle traf insgesamt 7563 Polizisten, Soldaten und Mitarbeiter von Ministerien, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf ein am Freitag veröffentlichtes Dekret. Die Zeitung "Hürriyet" berichtete von allein 2300 entlassenen Polizisten.

Unter den Entlassenen sind auch ein ehemaliger Gouverneur von Istanbul sowie der Ex-Fußballstar Hakan Sükür. Dem "Bullen vom Bosporus" genannten Stürmer wurden alle Siegesmedaillen entzogen. Nach seiner Karriere als Fußballer ging Sükür als Abgeordneter der regierenden AKP in die Politik. Wegen seiner Verbindungen zu Gülen fiel er jedoch in Ungnade. Inzwischen wird er per Haftbefehl gesucht und soll in den USA im Exil leben.

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50.000 Menschen seit dem Putsch festgenommen

Am Samstag erinnert die Türkei mit Veranstaltungen im ganzen Land an die Niederschlagung des Putsches vor einem Jahr. Seit den blutigen Ereignisse des 15. Juli 2016 geht die türkische Regierung mit großer Härte gegen ihre Gegner vor. Bislang wurden etwa 50.000 Menschen festgenommen, weitere 100.000 aus dem Staatsdienst entlassen oder suspendiert, darunter Lehrer, Richter, Soldaten und Polizisten.

Betroffen sind vor allem mutmaßliche Anhänger Gülens, dessen Bewegung von der Regierung in Ankara für den Putschversuch verantwortlich gemacht wird. Aber auch kurdische Aktivisten, Oppositionsanhänger und Regierungskritiker wurden entlassen.

Gülen: "Hexenjagd" auf alle Kritiker Erdogans

Der im US-Exil lebende Geistliche Gülen wies erneut jede Verantwortung für den Umsturzversuch zurück. Er verurteilte den Putsch als "verabscheuungswürdig", warf aber gleichzeitig den Behörden eine "Hexenjagd" auf alle Kritiker von Präsident Recep Tayyip Erdogan "und seines Regimes" vor.

Der türkische Prediger Fethullah Gülen lebt in den USA im Exil.
Der türkische Prediger Fethullah Gülen lebt in den USA im Exil. (Quelle: Matt Smith/dpa-bilder)

"Hunderttausende unschuldige Türken werden bestraft, weil die Regierung entscheidet, dass sie irgendwie mit mir 'verbunden' sind," erklärte Gülen weiter. Er forderte eine unabhängige internationale Untersuchung des gescheiterten Militärputsches, bei dem 249 Menschen getötet wurden.

Erdogan erinnert an Bombenangriff auf Parlament

Bei den Gedenkfeiern wird Erdogan in der Nacht zum Sonntag eine Ansprache in der Nationalversammlung halten, die Putschisten vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt bombardiert hatten. An einer Bosporus-Brücke in Istanbul weiht er zudem ein Denkmal für die 249 Opfer des Putschversuchs ein. Kurz nach Mitternacht sind die Türken aufgerufen, zu "Demokratiewachen" auf die Straße zu kommen.

Am Abend des 15. Juli 2016 hatte eine Gruppe Militärs versucht, die Macht in der Türkei an sich zu reißen. Sie besetzten Straßen und Brücken und bombardierten das Parlament und den Präsidentenpalast, doch scheiterte der Umsturzversuch am Widerstand der Bevölkerung.

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