Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Saakaschwili wiedersetzt sich Festnahme

"Geheimdienst wird es nicht schaffen"  

Saakaschwili widersetzt sich seiner Festnahme

06.12.2017, 10:32 Uhr | dpa

Saakaschwili wiedersetzt sich Festnahme.  (Quelle: Serg Glovny/ZUMA Wire/dpa)

Der frühere Präsident von Georgien, Micheil Saakaschwili. (Quelle: Serg Glovny/ZUMA Wire/dpa)

Der ehemalige georgische Präsident und jetzige Kiewer Oppositionelle Michail Saakaschwili will sich seiner Festnahme weiterhin widersetzen. "Der Geheimdienst wird es nicht schaffen, mich festzunehmen".

Er bestätigte demnach, dass er mit dem Sturz vom Dach seines Wohnhauses gedroht habe. "Ich habe ihnen zu gerufen, dass wir alle vom Dach fallen könnten, wenn sie mich festnehmen", sagte er. Saakaschwili wird die Unterstützung krimineller Kreise vorgeworfen. Am Dienstag hatten Hunderte ukrainische Demonstranten die Festnahme des 49-Jährigen vereitelt.

Vorwürfe frei erfunden?

Mit seiner Kritik am ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko dominiert Saakaschwili seit Wochen die ukrainischen Schlagzeilen. Er hat immer wieder zu Protesten aufgerufen, um dessen Amtsenthebung zu erreichen. Saakaschwili sagte: "Poroschenko ist völlig verrückt geworden. Jeder weiß, dass es absurd ist, mir eine Kooperation mit Russland vorzuwerfen. Das ist frei erfunden. Poroschenko hat Angst, dass ich ihm politisch gefährlich werde, nur darum geht es".

Zurzeit ist Saakaschwili staatenlos. Im September war er in einer spektakulären Aktion mithilfe von Anhängern in die Ukraine zurückgekehrt. 2015 hatte er bereits die Staatsangehörigkeit seines Heimatlandes verloren, nachdem er für die Arbeit als Gouverneur in Odessa den ukrainischen Pass angenommen hatte. Ihm droht die Abschiebung nach Tiflis. Georgien hat wegen Ermittlungen zu Korruption und Amtsmissbrauch um seine Auslieferung gebeten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal