• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Diplomatie - Diplomatische Krise: Saudis stoppen Flüge nach Kanada


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextWetterdienst warnt vor DauerregenSymbolbild für einen TextGaspreis im HöhenflugSymbolbild für einen TextNach Unglück: Bahn sperrt StreckenSymbolbild für ein VideoBolsonaro greift YouTuber anSymbolbild für einen TextGoogle wehrt heftige Cyberattacke abSymbolbild für einen TextChina: Milliardär muss 13 Jahre in HaftSymbolbild für einen TextEmma Watson kaum wiederzuerkennenSymbolbild für einen TextMichael Wendler wird erneut zum GespöttSymbolbild für einen TextMünchen trauert um schrille LokalgrößeSymbolbild für einen TextTelekom erhöht FestnetzpreiseSymbolbild für einen TextIT-Chaos bei Polizei NiedersachsenSymbolbild für einen Watson TeaserHelene-Konzert steht vor ProblemenSymbolbild für einen TextNach der Ernte ist vor der Ernte

Diplomatische Krise: Saudis stoppen Flüge nach Kanada

Von dpa
Aktualisiert am 07.08.2018Lesedauer: 2 Min.
Ein Airbus der Fluggesellschaft Saudi Arabian in Frankfurt am Main.
Ein Airbus der Fluggesellschaft Saudi Arabian in Frankfurt am Main. (Quelle: Christoph Schmidt./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Riad (dpa) - Nach der Ausweisung des kanadischen Botschafters wegen Kritik an seiner Menschenrechtslage verschärft Saudi-Arabien die diplomatische Krise zwischen den beiden Ländern.

Die staatliche Fluggesellschaft Saudia kündigte am Montagabend an, vom 13. August an alle Flüge von und nach Toronto zu stoppen. Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland sagte dagegen am Montag (Ortszeit): "Kanada wird sich immer für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen, dazu gehören auch Frauenrechte und die freie Meinungsäußerung auf der gesamten Welt." Angesichts der diplomatischen Krise sei man besorgt.

Auslöser der Verwerfungen im Verhältnis beider Länder war ein Tweet der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland vom Donnerstag. Darin heißt es, Kanada sei ernsthaft besorgt wegen neuer Festnahmen von Aktivistinnen, die sich für die Zivilgesellschaft und für Frauenrechte in Saudi-Arabien einsetzen, darunter auch Samar Badawi. Die Frauenrechtlerin ist die Schwester des bekannten Bloggers Raif Badawi, der ebenfalls in Saudi-Arabien inhaftiert ist. Seine Ehefrau Ensaf Haidar hat gemeinsam mit ihren drei Kindern erst vor Kurzem die kanadische Staatsbürgerschaft erhalten.

Samar Badawi, 37, kämpft seit Jahren gegen die Unterdrückung von Frauen in Saudi-Arabien, die sie auch am eigenen Leib spürte. Ihr Vater verprügelte sie, sodass sie 2008 in ein Frauenhaus floh, wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) berichtete. Später zog sie zu ihrem Bruder Raif. Als die geschiedene Mutter eines Sohnes ein weiteres Mal heiraten wollte, ihr Vater jedoch nicht zustimmte, verklagte sie ihn - der erste Fall dieser Art. Bei der Gerichtsverhandlung wurde sie wegen "Ungehorsams" festgenommen und kam erst mehrere Monate später frei.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Trauriger Abschied für Benno Fürmann – Tochter zieht weg
Benno Fürmann: Der Schauspieler ist Vater einer Tochter.


Badawi kämpfte nicht nur gegen das Vormundschaftssystem in Saudi-Arabien, das es Frauen verbietet, ohne Zustimmung eines männlichen Vormunds zu heiraten, zu reisen oder ein Bankkonto zu eröffnen. Sie wendete sich auch gegen das Frauenfahrverbot, das im Juni aufgehoben wurde, und machte sich für das Frauenwahlrecht stark. 2012 zeichnete die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton Badawi mit dem International Women of Courage Award aus.

Doch während die USA zu Badawis Festnahme schweigen, bekommt Kanada die Wut Saudi-Arabiens zu spüren. Die Regierung in Riad hatte den kanadischen Botschafter Dennis Horak am Montagmorgen zur unerwünschten Person erklärt und ihn des Landes verwiesen. Gleichzeitig rief die saudi-arabische Führung ihren Botschafter in Kanada zu Konsultationen zurück und fror ein erst vor Kurzem geschlossenes Handelsabkommen mit Kanada sowie alle neuen Investitionen ein. Aus Sicht des Königreichs hat sich Kanada eklatant und unzulässig in die inneren Angelegenheiten des Landes eingemischt.

Beobachter sehen in der harschen Reaktion Saudi-Arabiens auch eine Warnung an alle anderen Länder: Wenn ihr uns kritisiert, geben wir unsere Milliarden woanders aus. Der junge Kronprinz Mohammed bin Salman, der starke Mann des Landes, ist bei Widerworten äußerst dünnhäutig. Abweichende Meinungen toleriert er nicht, viele Dissidenten ließ er in der Vergangenheit einsperren. Ähnlich sensibel reagiert er bei Kritik von außen. Nach Äußerungen des damaligen Bundesaußenministers Sigmar Gabriel 2017 rief Riad seinen Botschafter in Berlin ebenfalls zurück.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Luis Reiß
Von Luis Reiß
KanadaSaudi-Arabien
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website