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Konflikte: Palästinenser erklären Ende der Kämpfe

Konflikte  

Palästinenser erklären Ende der Kämpfe

10.08.2018, 22:12 Uhr | dpa

Konflikte: Palästinenser erklären Ende der Kämpfe. Die israelische Luftwaffe hatte Ziele der radikalislamischen Hamas angegriffen.

Die israelische Luftwaffe hatte Ziele der radikalislamischen Hamas angegriffen. Foto: Adel Hana/AP. (Quelle: dpa)

Gaza/Tel Aviv (dpa) - Nach israelischen Luftangriffen als Reaktion auf Beschuss aus dem Gazastreifen hat sich die Lage in Israel und dem palästinensischem Küstengebiet deutlich entspannt.

In der Nacht zum Freitag hatten militante Palästinenser nach eigenen Angaben ein Ende der Kämpfe mit Israel verkündet. Israel bestätigte die Abmachung zunächst nicht. Ein Sprecher der radikalislamischen Hamas erklärte jedoch, die wöchentlichen Proteste am Grenzzaun gingen weiter.

Bei Protesten am Freitag wurden nach Hamas-Angaben zwei Palästinenser durch israelischen Beschuss getötet. Dutzende weitere Palästinenser seien verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza am Abend mit. Einer der Getöteten sei ein Arzt gewesen und habe den Verletzten geholfen.

Die sogenannten Widerstandskomitees im Gazastreifen hatten zuvor mitgeteilt, es sei eine Vereinbarung der gegenseitigen Ruhe unter Vermittlung Ägyptens und des UN-Nahostgesandten Nikolaj Mladenow geschlossen worden. Diese sei nun in Kraft, unter der Bedingung, dass Israel sich daran halte. Zu der Gruppierung gehört auch die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas.

Die israelische Luftwaffe hatte in der Nacht zum Donnerstag Ziele der Hamas angegriffen. Dabei wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums eine schwangere Frau und ihre 18 Monate alte Tochter sowie ein Mitglied des militanten Arms der Hamas getötet.

27 weitere Palästinenser wurden demnach insgesamt verletzt. In Israel wurden nach Angaben der Armee durch Beschuss aus dem Gazastreifen sieben Menschen verletzt.

Die israelische Armee zählte bis Donnerstagmorgen rund 150 Raketen, die aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert wurden. Mehr als 30 palästinensische Raketen wurden abgefangen, der Rest schlug meist auf freiem Gelände ein, wie die Armee mitteilte. Sie attackierte nach eigenen Angaben daraufhin mehr als 150 militärische Ziele im Gazastreifen - unter anderem Trainingscamps, Lagerstätten und eine Waffenfabrik.

Das Auswärtige Amt zeigte sich besorgt über die jüngste Konfrontation. Alle Bemühungen um Vermittlung und Beilegung des Konfliktes, insbesondere seitens Ägyptens und der Vereinten Nationen, müssten intensiviert werden, hieß es in einer Erklärung in Berlin. Frankreich verurteilte den Abschuss von Raketen auf Israel ebenfalls.

Israelische Medien berichteten von Verhandlungen über eine langfristige Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas unter ägyptischer Vermittlung. Die Hamas hatte am Montag Gespräche mit Ägypten über eine Waffenruhe bestätigt. Von Israel gab es dafür keine offizielle Bestätigung.

Auch am Freitag riefen Hamas-Aktivisten im Gazastreifen die Menschen dazu auf, sich an den Protesten am Grenzzaun zu Israel zu beteiligen. Seit Ende März sind bei Protesten und Zusammenstößen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 160 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.

Die Palästinenser fordern ein Ende der Gaza-Blockade und ein Recht auf Rückkehr in ihre frühere Heimat oder die ihrer Eltern und Großeltern. Diese Dörfer oder Städte gehören heute zum israelischen Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Israel lehnt die Forderungen ab.

Die radikalislamische Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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