Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Konsequenz aus Schulmassaker - Nach Parkland: Lehrer in Florida dürfen jetzt Waffen tragen

Konsequenz aus Schulmassaker  

Nach Parkland: Lehrer in Florida dürfen jetzt Waffen tragen

02.05.2019, 16:06 Uhr | dpa

Konsequenz aus Schulmassaker - Nach Parkland: Lehrer in Florida dürfen jetzt Waffen tragen. Nikolas Cruz, der mutmaßliche Schütze des Schulmassakers in Parkland, bei dem 17 Menschen getötet worden sind, sitzt im Broward Courthouse.

Nikolas Cruz, der mutmaßliche Schütze des Schulmassakers in Parkland, bei dem 17 Menschen getötet worden sind, sitzt im Broward Courthouse. Foto: Mike Stocker/Pool South Florida Sun-Sentinel. (Quelle: dpa)

Tallahassee (dpa) - Nach dem Schulmassaker in Florida vor einem Jahr mit 17 Toten sollen Lehrer in dem südlichen US-Bundesstaat künftig Schusswaffen tragen dürfen.

Das entschied das von den Republikanern dominierte Parlament in der Hauptstadt Tallahassee nach einer hitzigen Debatte am Mittwoch.

Der Gesetzentwurf muss nun noch von Gouverneur Ron DeSantis unterzeichnet werden, der schon zuvor seine Unterstützung signalisiert hatte. Ein bereits kurz nach dem Massaker in Parkland nördlich von Miami verabschiedetes Gesetz hatte Lehrer vom Waffentragen während des Dienstes bisher ausgenommen.

In den USA kommt es immer wieder zu Schusswaffenmissbrauch an Schulen und Hochschulen, teils mit Todesopfern - zuletzt vor wenigen Tagen auf einem Universitätscampus in North Carolina. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere, weil vor allem die Republikaner dagegen sind.

US-Präsident Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, dass Lehrer im Klassenzimmer zum Schutz vor Eindringlingen Schusswaffen tragen. 30 Bundesstaaten hätten dies inzwischen erlaubt, sagte er kürzlich bei einer Veranstaltung der Waffenlobby-Organisation NRA in Indianapolis.

Tatsächlich sind Schusswaffen für Lehrkräfte bereits an Hunderten Schulen in den USA üblich - vor allem in ländlichen Gegenden. Die Gesetzeslage in den einzelnen Staaten ist allerdings nicht so klar, wie von Trump vereinfacht beschrieben. Einige lassen Schusswaffen nur für Sicherheitskräfte zu, andere Gesetzestexte enthalten offene Formulierungen, die von unterschiedlichen Schulbezirken unterschiedlich interpretiert werden.

In Florida müssen Lehrer und andere Mitarbeiter dem Artikel zufolge zunächst vom zuständigen Schulbezirk für ein entsprechendes Programm - das "Guardian Program" - angemeldet werden, um ein Training im örtlichen Sheriffbüro zu durchlaufen. Einige Schuldirektoren sagten aber bereits, ihr Personal nicht bewaffnen zu wollen. Professionelles Sicherheitspersonal und nicht Lehrer sollten für Sicherheit sorgen, zitierte die Zeitung Alberto Carvalho vom Schulbezirk Miami-Dade.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal