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Italiens Marine rettet Migranten – Salvini reagiert erbost


"Häfen bleiben geschlossen"
Italiens Marine rettet Migranten – Salvini reagiert erbost

Von dpa
10.05.2019Lesedauer: 1 Min.
Der rechte Vize-Premier und Innenminister Matteo Salvini droht nach einem Treffen mit Ministerpräsident Giuseppe Conte, Italien werde keinen einzigen Migranten aufnehmen, "solange Europa seine Verpflichtungen nicht hält".Vergrößern des BildesDer rechte Vize-Premier und Innenminister Matteo Salvini droht nach einem Treffen mit Ministerpräsident Giuseppe Conte, Italien werde keinen einzigen Migranten aufnehmen, "solange Europa seine Verpflichtungen nicht hält". (Quelle: Riccardo Antimiani/ANSA./dpa)
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Der italienischen Küstenwache droht erneut Streit mit dem rechten Innenminister Matteo Salvini. Die italienische Marine hatte 36 Migranten vor der libyschen Küste gerettet.

Die italienische Marine und ein Schiff einer privaten Rettungsorganisation haben auf dem Mittelmeer Dutzende Migranten aufgenommen. Die Marine rettete vor der libyschen Küste 36 Menschen, die "Mare Jonio" der italienischen Organisation Mediterranea nahm 29 Menschen auf.

Der rechte Innenminister Matteo Salvini drohte am Donnerstag mit einer neuen Blockade des Schiffes der NGO. "Für sie bleiben die Häfen geschlossen", erklärte der Chef der ausländerfeindlichen Lega-Partei. Laut italienischer Medien hatte er zuvor auch seinen Unmut über die Rettungsaktion der Marine kund getan.

"Ich bin Minister, um die Grenzen zu verteidigen, Schmuggler zu stoppen, Illegale auszuweisen und die Italiener zu schützen", so Salvini bei einem Wahlkampfauftritt für die Europawahl. Er frage sich, was das Schiff vor der libyschen Küste getrieben habe und warum es nicht auf die libysche Küstenwache gewartet habe, um die Menschen von dem kenternden Boot zu retten.

Immer wieder werden Schiffe blockiert

Seit Salvinis Amtsantritt vor etwa einem Jahr wurden mehrere Rettungsschiffe teils Wochen auf dem Meer blockiert. Italien will eine Verteilung der Bootsflüchtlinge auf andere EU-Staaten.

Ministerpräsident Giuseppe Conte zeigte sich zuversichtlich. "In Kürze werden wir auch diesen Fall lösen", sagte er bei dem EU-Gipfel in Rumänien. Unter anderem Deutschland, Spanien und Frankreich seien bereit, zu helfen.

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