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"Achterbahn der Symptome": Melania Trump schildert Corona-Infektion

"Achterbahn der Symptome"  

Melania Trump schildert Corona-Infektion

15.10.2020, 08:37 Uhr | dpa

"Achterbahn der Symptome": Melania Trump schildert Corona-Infektion. First Lady Melania Trump: Sie schlägt nach ihrer Genesung andere Töne an als ihr Mann. (Quelle: AP/dpa/Julio Cortez)

First Lady Melania Trump: Sie schlägt nach ihrer Genesung andere Töne an als ihr Mann. (Quelle: Julio Cortez/AP/dpa)

US-Präsident Trump rief die Amerikaner dazu auf, keine Angst vor Corona zu haben. Seine Ehefrau schlägt nach ihrer Genesung andere Töne an – und zeigt Mitgefühl mit anderen Betroffenen. 

Fast zwei Wochen nach ihrer Corona-Diagnose spricht die First Lady Melania Trump über ihre Corona-Erkrankung. Ich hatte großes Glück, dass meine Diagnose mit minimalen Symptomen einherging, obwohl sie mich alle auf einmal trafen und es in den Tagen danach eine Achterbahn der Symptome zu sein schien", schrieb Melania Trump in einer Mitteilung, die auf der Seite des Weißen Hauses veröffentlicht wurde. 

Sie habe während ihrer Genesung die Gelegenheit gehabt, über viele Dinge nachzudenken – über ihre Familie, ihre Freunde und ihre Arbeit. Sie habe auch über die "Hunderttausenden Menschen" nachgedacht, die im ganzen Land ebenfalls von der Krankheit betroffen seien. Hunderttausende greift allerdings zu kurz: In den USA sind fast 7,9 Millionen Ansteckungen nachgewiesen worden. Mehr als 216.000 Menschen starben bislang nach einer Infektion.

"Ich hatte Körperschmerzen, Husten und Kopfschmerzen"

Die First Lady machte auch deutlich, dass es nicht selbstverständlich ist, so umsorgt zu werden wie die Familie des US-Präsidenten. Und sie führte aus, welche Symptome sie erlebte: "Ich hatte Körperschmerzen, Husten und Kopfschmerzen und habe mich die meiste Zeit extrem müde gefühlt." Sie habe in medizinischer Hinsicht einen "natürlicheren Weg" gewählt und sich "mehr für Vitamine und gesundes Essen" entschieden.

Ihr knapp 24 Jahre älterer Mann dürfte, wie viele andere Patienten, keine andere Wahl als eine aggressive Behandlung gehabt haben: Er war unter anderem mit dem antiviralen Medikament Remdesivir, Entzündungshemmern und einem experimentellen Antikörper-Cocktail behandelt worden. Die Therapie ließ vielen Experten zufolge – entgegen der Darstellung des Weißen Hauses – auf eine ernstere Erkrankung schließen.

"Zum Glück ist er ein starker Teenager"

Die Corona-Diagnose des US-Präsidenten hatte die USA wenige Wochen vor der Wahl am 3. November in eine beispiellose Unsicherheit gestürzt. Sein Krankheitsverlauf und insbesondere sein dreitägiger Klinikaufenthalt wurden mit ebenso großer Aufmerksamkeit wie seine Rückkehr in die Öffentlichkeit verfolgt. Die First Lady, die im Weißen Haus blieb, rückte derweil in den Hintergrund.

Außerdem gab sie bekannt, dass auch ihr Sohn Barron sich mit dem Virus angesteckt hatte. Nach ihm schien niemand mehr zu fragen, nachdem Sprecherin Stephanie Grisham am 2. Oktober von einem negativen Testergebnis berichtet hatte. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Melania Trump schrieb nun: "Wie so viele Eltern in den vergangenen Monaten konnte ich auch ich nicht anders als zu denken: "Was ist mit morgen oder übermorgen?" Meine Befürchtung erfüllte sich, als er erneut getestet wurde und der Test positiv ausfiel. Zum Glück ist er ein starker Teenager und zeigte keine Symptome." Der 14-Jährige sei mittlerweile wieder negativ auf das Coronavirus getestet worden

Melania Trump zeigt Mitgefühl mit Erkankten

US-Präsident Trump hat insbesondere seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus am Montag vergangener Woche alle Gelegenheiten genutzt, um Stärke zu demonstrieren. Die Amerikaner rief er bei der Rückkehr ins Weiße Haus dazu auf, "keine Angst vor Covid" zu haben und sich das Leben davon nicht bestimmen zu lassen. Er behauptete zudem, sich besser als vor 20 Jahren zu fühlen.

Die First Lady schlug andere Töne an. Während ihrem Ehemann vorgeworfen wurde, die Gefahr durch das Virus herunterzuspielen und keine Empathie zu zeigen, brachte sie ihr Mitgefühl mit anderen Betroffenen zum Ausdruck. "Wenn Sie krank sind oder wenn Sie einen geliebten Menschen haben, der krank ist, denke ich an Sie und werde jeden Tag an Sie denken", schrieb Melania Trump.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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