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Biden besucht Katastrophengebiet - "Die Klimakrise ist da"

Von dpa
Aktualisiert am 03.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Jose Duran (l) hilft seiner Mutter Cruz Palma, die ├ťberreste ihres Hauses nach dem Hurrikan Ida zu durchsuchen.
Jose Duran (l) hilft seiner Mutter Cruz Palma, die ├ťberreste ihres Hauses nach dem Hurrikan Ida zu durchsuchen. (Quelle: David J. Phillip/AP/dpa./dpa)
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Washington/New York (dpa) - US-Pr├Ąsident Joe Biden besucht heute das vom verheerenden Hurrikan "Ida" getroffene Katastrophengebiet im S├╝den der Vereinigten Staaten.

Biden reist daf├╝r nach New Orleans im Bundesstaat Louisiana, wie das Wei├če Haus ank├╝ndigte. "Ida" hatte zun├Ąchst im S├╝den der USA Verw├╝stung angerichtet. Dann schw├Ąchte sich der Sturm ├╝ber Land ab und zog nach Nordosten, wo es in mehreren Bundesstaaten zu heftigen Regenf├Ąllen und schweren ├ťberflutungen kam. Dutzende Menschen kamen ums Leben.

Alleine im Bundesstaat New Jersey starben nach Angaben des Gouverneurs mindestens 23 Menschen. Der B├╝rgermeister von New York City, Bill de Blasio, teilte am Donnerstagabend (Ortszeit) mit: "Es ist meine traurige Pflicht zu berichten, dass wir nun insgesamt 13 New Yorker durch den Sturm der letzten Nacht verloren haben." Der Sender CNN bezifferte die Gesamtzahl der Todesopfer infolge des Sturms in den sechs nord├Âstlichen Bundesstaaten New Jersey, New York, Connecticut, Pennsylvania, Maryland und Virginia auf mindestens 45.

Innerhalb k├╝rzester Zeit wurden bei dem Unwetter am Mittwochabend Stra├čen zu rei├čenden Fl├╝ssen, Menschen wurden in ihren Autos von den todbringenden Wassermassen eingeschlossen. "Es ist absolut herzzerrei├čend", sagte die Gouverneurin des Bundesstaats New York, Kathy Hochul. Sie sprach bei CNN von einem "verheerenden Ereignis" und "unerwarteten sintflutartigen Regenf├Ąllen". Im New Yorker Central Park etwa gingen binnen einer Stunde 80 Millimeter Regen nieder - die erst Ende August erreichte historische H├Âchstmarke f├╝r New York von 49 Millimetern wurde damit regelrecht pulverisiert.

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"Wir sind in einer ├ära, in der historische Regenf├Ąlle die Normalit├Ąt werden", sagte Hochul. "Das wird kein seltenes Ereignis mehr sein."

"Ida" war am Sonntag als gef├Ąhrlicher Hurrikan der St├Ąrke vier von f├╝nf s├╝dwestlich von New Orleans auf die K├╝ste getroffen. Auf dem Weg des Sturms nach Nordosten waren zwar Unwetter erwartet worden, aber nicht in dieser Heftigkeit. In der Stadt New York und andernorts wurde der Notstand ausgerufen.

Das Wei├če Haus hatte Bidens Besuch im Katastrophengebiet in New Orleans am Mittwochnachmittag angek├╝ndigt - wenige Stunden vor den desastr├Âsen Regenf├Ąllen im Nordosten. Biden sagte am Donnerstag, bei "Ida" habe es sich um den f├╝nftst├Ąrksten Hurrikan in den USA seit Beginn der Aufzeichnungen gehandelt. In der Katastrophenregion im S├╝den habe der Sturm mindestens sechs Menschen das Leben gekostet und "unvorstellbare Sch├Ąden" angerichtet. In Kalifornien im Westen der USA w├╝ten zudem weiterhin heftige Waldbr├Ąnde. Biden sagte den Betroffenen der Naturkatastrophen Unterst├╝tzung zu.

"Hurrikan "Ida", die Waldbr├Ąnde im Westen und die beispiellosen ├ťberschwemmungen in New York und New Jersey in den vergangenen Tagen sind eine weitere Erinnerung daran, dass die Klimakrise da ist", schrieb Biden auf Twitter. "Wir m├╝ssen besser vorbereitet sein." Die Infrastruktur m├╝sse den versch├Ąrften Bedingungen angepasst werden. Der US-Pr├Ąsident rief den Kongress dazu auf, entsprechende Gesetze zu verabschieden. Biden hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einem seiner wichtigsten Ziele erkl├Ąrt.

"Die gesamte Bundesregierung wird alles tun, um den Amerikanern zu helfen, die nach einem katastrophalen Sturm in akute Not geraten sind", teilte die Sprecherin des Wei├čen Hauses, Jen Psaki, am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Biden habe Ma├čnahmen ergriffen, um die Verf├╝gbarkeit von Treibstoff sicherzustellen und Versorgungsengp├Ąsse infolge des Sturmes zu vermeiden.

Der Pr├Ąsident wird nach Angaben des Wei├čen Hauses heute nach New Orleans fliegen, um sich dort pers├Ânlich ein Bild von der Lage zu machen. Geplant sind unter anderem Gespr├Ąche mit Beh├Ârdenvertretern und Bewohnern besonders schlimm von den Unwettern getroffener Ortschaften in der Metropolregion.

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