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Russland warnt vor bewaffnetem Konflikt mit der Nato

Von dpa
Aktualisiert am 27.12.2021Lesedauer: 2 Min.
"Die Allianz ist zu einer Praxis direkter Provokationen ĂŒbergegangen": Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Alexander Fomin.
"Die Allianz ist zu einer Praxis direkter Provokationen ĂŒbergegangen": Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Alexander Fomin. (Quelle: ---/Saudi Press Agency/dpa./dpa)
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Moskau (dpa) - Angesichts der Spannungen zwischen Russland und der Nato hat das Verteidigungsministerium in Moskau westliche MilitÀrattachés vor der Gefahr eines bewaffneten Konflikts gewarnt.

"In der letzten Zeit ist die Allianz zu einer Praxis direkter Provokationen ĂŒbergegangen, die ein hohes Risiko darstellen, sich zu einer bewaffneten Konfrontation auszuweiten", sagte der stellvertretende russische Verteidigungsminister Alexander Fomin vor Diplomaten in Moskau.

Das Ministerium verbreitete ein Video, auf dem zu sehen ist, wie Fomin die auslĂ€ndischen Uniformierten ĂŒber Russlands Kritik an der Nato informiert. Demnach waren unter den 105 Anwesenden auch Vertreter von 14 Nato-Staaten.

Fomin warf der Nato eine massive Zunahme militĂ€rischer AktivitĂ€ten vor. Allein 2020 sei die Zahl der militĂ€rischen FlĂŒge an Russlands Grenzen von 436 auf 710 gestiegen. Jedes Jahr halte die Nato zudem 30 große Manöver mit Kampfszenarien gegen Russland ab.

Fomin erinnerte an Russlands Forderungen an die Nato nach Sicherheitsgarantien und einem Ende der Osterweiterung. Erneut warnte er vor einem möglichen Nato-Beitritt der Ukraine. PrÀsident Wladimir Putin hatte zuletzt mit Konsequenzen gedroht, sollte die Nato weiter in Russlands NÀhe vordringen.

Dialog ab 9. Januar erwartet

Der Kreml und das Außenministerium in Moskau erwarten, dass es nach den russischen Neujahrsferien, die am 9. Januar enden, einen Dialog mit der Nato dazu gibt. Dazu könnte der Nato-Russland-Rat zusammenkommen. Ein Termin steht nicht fest.

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Fomin sagte, dass Russland jederzeit zu einem GesprÀch auf Augenhöhe bereit sei. Zugleich kritisierte er, dass die Nato seit Jahren jedes GesprÀchsangebot Moskaus ablehne und den Weg der Konfrontation bevorzuge. Russland kritisiert, dass die Nato seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor 30 Jahren MilitÀrbasen und Waffensysteme immer nÀher an Russland verlege. Allein in Osteuropa seien inzwischen dauerhaft 13.000 Soldaten von Nato-Staaten und unter anderem 200 Panzer und 30 Flugzeuge und Hubschrauber stationiert.

Die Nato sieht darin eine Abschreckung gegen eine aggressive Politik Russlands unter anderem gegen die Ukraine. Zudem kritisiert das MilitĂ€rbĂŒndnis aktuell einen russischen Truppenaufbau in der NĂ€he der ukrainischen Grenze.

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