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Japan und Australien stÀrken MilitÀrkooperation

Von dpa
Aktualisiert am 06.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Der australische Premierminister Scott Morrison (l.
Der australische Premierminister Scott Morrison (l.) im GesprÀch mit dem japanischen Botschafter in Australien, Shingo Yamagami. (Quelle: Lukas Coch/AAP/dpa./dpa)
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Tokio (dpa) - Japan und Australien rĂŒcken mit Blick auf das wachsende Machtstreben Chinas in der Region militĂ€risch enger zusammen.

Die Regierungschefs der beiden BĂŒndnispartner der USA, Fumio Kishida und Scott Morrison, unterzeichneten ein Abkommen zur Erleichterung gemeinsamer Manöver. Dazu gehört die schnellere Entsendung von Personal sowie eine Lockerung der Restriktionen beim Transport von Waffen und AusrĂŒstung fĂŒr Übungen und KriseneinsĂ€tze bei Naturkatastrophen. Das "Reciprocal Access Agreement" entspricht einem Abkommen, das Japan bislang nur mit seiner Schutzmacht USA hatte. Die engere MilitĂ€rkooperation auch mit Australien erfolgt auch angesichts des militĂ€risch stĂ€rkeren Auftretens Chinas in der Region.

China sieht das Verteidigungsabkommen zwischen Japan und Australien kritisch. Außenamtssprecher Wang Wenbin sagte schon am Vortag in Peking laut einer Stellungnahme, Kooperation zwischen Staaten sollte Vertrauen und VerstĂ€ndnis unter den LĂ€ndern in der Region verstĂ€rken und Frieden und StabilitĂ€t wahren, "anstatt auf eine dritte Partei abzuzielen oder dessen Interessen zu untergraben". Frieden und StabilitĂ€t im Pazifik hĂ€nge von gemeinsamen BemĂŒhungen der LĂ€nder der Region ab, sagte Wang Wenbin. "Wir hoffen, dass der Pazifik ein Ozean des Friedens sein wird und kein Ort, um Wellen zu machen."

"Dies ist ein wegweisendes Abkommen, das die Sicherheitszusammenarbeit zwischen Japan und Australien auf ein neues Niveau heben wird", sagte Kishida bei der Unterzeichnung. Japan und Australien zĂ€hlen zur sogenannten Quad-Gruppe, zu der auch die USA und Indien gehören. Die vier LĂ€nder wollen ihr Engagement im Indopazifik ausbauen und damit China die Stirn bieten. Mit Indopazifik ist eine Region vom Indischen bis zum Pazifischen Ozean gemeint. Auch andere Staaten sind besorgt ĂŒber Chinas Handelspraktiken und den chinesischen Expansionsdrang im Indopazifik.

So hat Japans Regierungschef Kishida jĂŒngst seine Absicht unterstrichen, die Beziehungen auch mit anderen demokratischen LĂ€ndern zu stĂ€rken. Seit Oktober verhandelt Japan mit Großbritannien ĂŒber ein Ă€hnliches Abkommen wie mit Australien. Daneben arbeitet Chinas Nachbar bereits mit Frankreich enger im Sicherheitsbereich zusammen und will auch die Kooperation mit Deutschland stĂ€rken. Im November legte erstmals seit rund 20 Jahren ein deutsches Marineschiff in Japan an. Deutschland will sich so fĂŒr Frieden und StabilitĂ€t im Indopazifik einsetzen. Dieses Jahr kommt zudem die deutsche Luftwaffe zu einem Kurzbesuch nach Japan.

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