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Le Pen vor der Wahl: "Niemals war der Wechsel greifbarer"

Von afp
08.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Marine Le Pen in Perpignan, Frankreich: "Wenn das Volk wählt, gewinnt das Volk", steht auf dem Redepult der rechtspopulistischen Politikerin.
Marine Le Pen in Perpignan, Frankreich: "Wenn das Volk wählt, gewinnt das Volk", steht auf dem Redepult der rechtspopulistischen Politikerin. (Quelle: Joan Mateu Parra/AP/dpa-bilder)
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Während Macron von einem Ukraine-Gipfel zum nächsten eilte, besuchte Marine Le Pen die französischen Städte. Bei ihrem letzten großen Wahlkampfauftritt zeigte sich die rechte Herausfordererin siegessicher.

Ein letzter Blumenstrauß im Gedenken an den Algerien-Krieg, ein letzter Bummel über den Markt von Narbonne – die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen beschließt ihren Präsidentschaftswahlkampf am Freitag in Siegerlaune. Von Mitternacht an bis zum Wahlergebnis am Sonntagabend herrscht in Frankreich politische Funkstille. Le Pen ist nahezu sicher, in die Stichwahl zu kommen und ist in Umfragen schon bis auf die Fehlermarge an Amtsinhaber Emmanuel Macron herangerückt.

Am Vorabend in Perpignan herrschte Volksfeststimmung, als Le Pen vor einem riesigen blauen "M" ihre Anhänger auf die Wahl einschwor. "Niemals war der Wechsel greifbarer als jetzt", rief sie den Anhängern ihrer Partei Rassemblement National zu, die Frankreich-Fahnen schwenkten und "Marine – Präsidentin" skandierten.

"Echte Patrioten enthalten sich nicht der Stimme", betonte sie. "Wenn das Volk wählt, dann gewinnt das Volk", war auf ihrem Rednerpult zu lesen – Ausdruck ihrer Sorge, dass eine geringe Wahlbeteiligung sie viele Stimmen kosten könne. Auch Macron trichtert seinen Anhängern seit Tagen ein, dass die Wahl noch keineswegs gelaufen sei.

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"Das Szenario ist genau umgekehrt wie 2017"

Le Pen hatte Perpignan für ihren letzten großen Auftritt gewählt, die größte Stadt in der Hand der Rechtspopulisten. Der Bürgermeister, ihr Ex-Lebenspartner Louis Aliot, lässt die Straßen der Altstadt morgens mit Seifenlauge reinigen, was bei vielen Bewohnern gut ankommt.

Hoch zufrieden zeigte sich auch der Bürgermeister von Hénin-Beaumont, Steeve Briois, einer ihrer engsten Vertrauten. "Das Szenario ist genau umgekehrt wie 2017", sagte er. Damals hatten sich die Kurven von Macron und Le Pen auseinander bewegt, dieses Mal laufen sie aufeinander zu. Die Frage ist, ob sie sich noch vor der ersten Runde kreuzen.

"Das liegt daran, dass Marine Le Pen schon früh auf die Kaufkraft gesetzt hat", meint Briois. Tatsächlich war das Thema in ihrem Wahlkampf präsenter als die traditionelle Angstmache mit Einwanderung und Kriminalität.

"Früher habe ich für 80 Euro getankt, heute sind es 100 Euro", sagte der 23 Jahre alte Immobilienmakler Brent van Pelt. "Le Pen ist die einzige, die dagegen etwas unternimmt", erklärte er. Er finde es gut, dass Franzosen bei Jobs und Wohnung bevorzugt werden sollen. "Wenn wir die Verfassung ändern müssen, machen wir das. Le Pen hat schon alle Gesetzestexte vorbereitet", sagte er.

Den Ukraine-Krieg erwähnt Le Pen nicht einmal

Anfang März hatte es noch so ausgesehen, als sei die Wahl gelaufen. Der Ukraine-Krieg hatte Macron um die fünf Punkte Zuwachs in den Umfragen beschert – ein Reflex des "Scharens um die Fahne" in unsicheren Zeiten. Wozu also Wahlkampf machen? Macrons Strategie bestand darin, den Staatsmann zu geben. Nach jedem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gab es ausgiebige "Briefings" seiner sonst so pressescheuen Berater.

Während Macron von Gipfeltreffen zu Gipfeltreffen eilte und sich von den Alltagssorgen der Franzosen immer weiter entfernte, zog Le Pen durch das Land und lächelte für unzählige Selfie-Fotos an der Seite ihrer Fans. Sie zeigte sich volksnah und profitierte letztlich davon, dass der rechtsextreme Eric Zemmour ihre radikaleren Anhänger abzog. Das ließ sie für viele gemäßigter erscheinen. Auf die Zemmour-Wähler kann sie in der Stichwahl dennoch zählen.

Wahlprogramm bleibt fremden- und europafeindlich

"Sie hat sich geändert", beteuerten viele von Le Pens Anhängern in Perpignan. Ihr Programm ist jedoch weiterhin das alte, proppenvoll mit europa-, fremden- und verfassungsfeindlichen Vorschlägen. In ihrer letzten Wahlkampfrede erwähnte sie einige davon und erntete jedes Mal Jubel. "Wir sind bei uns", grölte das Publikum.

Auf den Ukraine-Krieg hingegen ging Le Pen mit keiner Silbe ein. Macrons Anhänger greifen sie seit Tagen wegen ihrer Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin an. Ihre Partei muss noch einen Kredit von neun Millionen Euro an russische Geldgeber zurückzahlen.

Am Sonntagabend kurz nach 20.00 Uhr wird sich herausstellen, wie treffsicher die Umfragen waren. Le Pen versicherte ihren Anhängern schon mal: "Wir sind bereit."

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