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Wer ist der Mann, über den sich Andrij Melnyk empörte?

Von t-online, mk

Aktualisiert am 09.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Harald Welzer: "Ich persönlich kriege sehr unangenehme Gefühle, wenn jemand ,tapfer für sein Land' kämpft".
Harald Welzer: "Ich persönlich kriege sehr unangenehme Gefühle, wenn jemand ,tapfer für sein Land' kämpft". (Quelle: teutopress/imago-images-bilder)
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Bei "Anne Will" sind Andrij Melnyk und Harald Welzer heftig aneinandergeraten, "moralisch verwahrlost" nannte der Ukraine-Botschafter den Soziologen. Welche Positionen vertritt der Forscher?

Mit Krieg und Gewalt hat sich Harald Welzer in seinem Forscherleben immer wieder beschäftigt. Eine gewisse Kenntnis der Dynamik menschlicher Konflikte kann der Soziologe und Sozialpsychologe also für sich in Anspruch nehmen. Doch für seine öffentliche Positionierung zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gerät Welzer jetzt immer stärker in die Kritik – der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk nannte Welzers Haltung bei "Anne Will" gar "moralisch verwahrlost".

In der ARD-Sendung am Sonntagabend hatte sich Welzer dagegen ausgesprochen, dass Deutschland die Ukraine mit schweren Waffen wie Panzern und Artillerie beliefert. Welzer warnte vor einer Eskalationsdynamik, die die Gefahr einer Entgrenzung des Konflikts mit sich bringe. Er forderte, neben die "Logik der Gewalt die Logik der Diplomatie" zu setzen – und sprach damit vermutlich aus, was laut Umfragen auch etwa die Hälfte der Deutschen befürchtet.

Harald Welzer hat sich vor "Anne Will" zum Krieg geäußert

Bei "Anne Will" stand Welzer allerdings ziemlich allein mit seiner Position. Deutliche Kritik kam nicht nur von Botschafter Melnyk, sondern auch vom CDU-Politiker Ruprecht Polenz. Aber ist es legitim, die Ablehnung des Krieges als "moralisch verwahrlost" zu brandmarken? Botschafter Melnyk dürfte nicht entgangen sein, dass Harald Welzer zuvor schon den umstrittenen offenen Brief von Alice Schwarzer und anderen Prominenten an Kanzler Olaf Scholz unterschrieben hatte, in dem diese aus Sorge vor einem dritten Weltkrieg einen Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine fordern.

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In einem Gastbeitrag für stern.de kritisierte Welzer schon Mitte März die angebliche Begeisterung in Deutschland für die ukrainische Regierung: "Von einem Tag auf den anderen gibt es plötzlich männliche Kriegshelden, die martialisch agitieren und dafür Titel wie 'Widerstandsikone' oder 'Freiheitsheld' verliehen bekommen", schrieb Welzer. "Ich persönlich kriege sehr unangenehme Gefühle, wenn jemand 'tapfer für sein Land' kämpft, wenn Zivilisten aufgefordert werden, Molotowcocktails zur privaten Verteidigung der Heimat zu basteln, wenn eine Ästhetik und Rhetorik des Krieges zelebriert wird, die wir seit Jahrzehnten für nicht mehr gesellschaftsfähig gehalten hatten."

Harald Welzer war schon vor dem Ukraine-Krieg immer wieder öffentlich in Erscheinung getreten, allerdings mit weniger kontroversen Positionen. Welzer hat viele Bücher zum Umgang mit der Nazi-Zeit und dem Gedenken an den Holocaust geschrieben, in den vergangenen Jahren beschäftigte er sich vor allem mit dem Thema Klimapolitik.

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  • Sonja Eichert
Von Sonja Eichert
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