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Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Von dpa
Aktualisiert am 15.05.2022Lesedauer: 6 Min.
Die Gefechte zwischen russischen und ukrainischen Truppen dauern weiter an.
Die Gefechte zwischen russischen und ukrainischen Truppen dauern weiter an. (Quelle: Francisco Seco/AP/dpa./dpa)
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Kiew (dpa) - WĂ€hrend die Ukraine sich erste Gedanken darĂŒber macht, wo sie kommendes Jahr den Eurovision Song Contest ausrichten könnte, gehen vor allem im Osten des Landes erbitterte KĂ€mpfe weiter.

PrÀsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer sehr schwierigen Lage im dortigen Industriegebiet Donbass. Regionale Behörden rechnen mit neuen Angriffen russischer Truppen in mehreren Richtungen.

Selenskyj: NĂ€chster ESC in der Ukraine

Der ukrainische PrĂ€sident zeigte sich nach dem Sieg der Band Kalush Orchestra beim in Turin ausgetragenen ESC entschlossen, trotz des aktuellen russischen Angriffskrieges den Pflichten als Gastgeberland nachzukommen. "Im nĂ€chsten Jahr empfĂ€ngt die Ukraine den Eurovision!", schrieb Selenskyj in der Nacht zum Sonntag in seinem Nachrichtenkanal beim Chatdienst Telegram. Selenskyj nahm auch Bezug auf den Aufruf der Band beim ESC, die von russischen Truppen belagerte Hafenstadt Mariupol zu retten. "Wir tun alles dafĂŒr, damit eines Tages das ukrainische Mariupol die Teilnehmer und GĂ€ste der Eurovision empfĂ€ngt. Ein freies, friedliches, wieder aufgebautes!", schrieb er.

Der ukrainische Kulturminister Olexandr Tkatschenko schrieb bei Telegram, die Regierung fange an, darĂŒber nachzudenken, wo man den Eurovision Song Contest veranstalten könnte. Die Ukrainer landeten mit 631 Punkten deutlich vor dem britischen SĂ€nger Sam Ryder, der mit 466 Punkten auf dem zweiten Platz landete.

Mariupol: Russische Phosphorbomben auf Asow-Stahlwerk?

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Russland hat das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol nach ukrainischen Angaben mit Phosphorbomben beschossen. "Die Hölle ist auf die Erde gekommen. Zu Azovstal", schrieb der Mariupoler Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram. Solche Brandbomben entzĂŒnden sich durch Kontakt mit Sauerstoff und richten verheerende SchĂ€den an. Ihr Einsatz ist verboten. Andrjuschtschenko veröffentlichte dazu ein Video mit Luftaufnahmen, auf denen ein Feuerregen zu sehen ist, der auf das Stahlwerk niedergeht. Auf den zunĂ€chst nicht ĂŒberprĂŒfbaren Aufnahmen unklarer Herkunft war zudem Artilleriebeschuss der Industriezone zu sehen.

Der Kommandeur der Donezker Separatistenbrigade "Wostok" (Osten), Alexander Chodakowski, und russische Kriegskorrespondenten veröffentlichten das Video am Sonntag ebenfalls und sprachen von einem Angriff auf das WerksgelĂ€nde mit brandauslösenden Geschossen. Dabei soll es sich demnach um Brandraketen vom Typ МЗ-21 (9М22ĐĄ) handeln, die mittels des Mehrfachraketenwerfers "Grad" (Hagel) abgefeuert werden.

Andrjuschtschenko veröffentlichte zudem Bilder, die Aufschriften auf Bomben zeigen. Demnach soll das russische MilitĂ€r damit auf den Sieg der Ukraine beim Eurovision Song Contest (ESC) reagiert haben. Es war zunĂ€chst nicht klar, woher diese Fotos stammten. Auf den mutmaßlichen Bomben war demnach auf Russisch zu lesen: "Kalusha, wie gewĂŒnscht! Auf Azovstal" und auf Englisch "Help Mariupol - Help Azovstal right now" (auf Deutsch: Helft Mariupol - Helft Azovstal sofort) mit dem Datum 14. Mai. Der SĂ€nger der beim ESC siegreichen Band Kalusha Orchestra hatte auf der BĂŒhne in Turin diese Worte in einem Appell gesagt.

In Hasskommentaren war zu lesen, die Phosphorbomben seien der russische Gruß zum ESC-Sieg. Russische Medien berichteten in der Nacht zum Sonntag zwar von dem Sieg, anders als in den Vorjahren durfte das Staatsfernsehen die Show aber nicht zeigen. Russland ist wegen des Angriffskrieges auf die Ukraine vom ESC ausgeschlossen.

Mehrere Ehefrauen der letzten ukrainischen KÀmpfer in der Hafenstadt Mariupol haben katastrophale ZustÀnde in dem von russischen Truppen belagerten Stahlwerk Azovstal geschildert. Pro Person gebe es nur noch ein Glas Wasser am Tag, sagte eine der Frauen in einem Interview, aus dem ukrainische Medien am Sonntag zitierten. Sie habe zuletzt vor einigen Stunden mit ihrem Mann telefonieren können, sagte die Frau. Sie und die anderen forderten einmal mehr eine Evakuierung aller verschanzten KÀmpfer - zuerst der Schwerverletzten unter ihnen. Deren Situation sei "schrecklich": Manchen fehlten Arme oder Beine, es gebe kaum noch Medikamente oder BetÀubungsmittel.

Kuleba: Folgen der Russland-Sanktionen akzeptieren

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba rief die Menschen in Deutschland auf, die Folgen der Sanktionen gegen Russland in Kauf zu nehmen. "Manchmal ist es gĂŒnstiger, einem anderen zu helfen und eine kurze Zeit der Entbehrung auszuhalten, anstatt zuhause zu sitzen, Fernsehen zu gucken und nichts zu machen, einfach zuzulassen, dass das Problem letztendlich an die eigene TĂŒr klopft", sagte Kuleba bei "Bild TV". Die Ukraine biete einen fairen Deal: "Gebt uns alles, was wir brauchen, und wir werden Russland einhegen und in der Ukraine besiegen, damit sie niemals bei euch an die TĂŒr klopfen."

Kiew lehnt Aufgabe von Gebieten an Russland ab

Kuleba bekrÀftigte in dem Interview auch, dass sein Land nicht zu Vereinbarungen mit Russland bereit sei, bei denen ukrainisches Territorium in der Hand der Angreifer bleibe. "Es gibt nichts Schlechtes an einem Waffenstillstand, wenn er der erste Schritt hin zu einer Lösung wÀre, wo das ukrainische Staatsgebiet befreit wird", sagte er. "Wir werden uns aber nicht damit abfinden, dass es eine Teil-Abtrennung von Territorium gibt." Die Regierung in Kiew werde "nicht zulassen, dass Diplomatie einfach unser Leiden verlÀngert und die nÀchste Phase des Krieges einfach nur vertagt."

Westukraine: Russische Raketen zerstören MilitÀrobjekt

Die russischen StreitkrĂ€fte haben nach ukrainischen Angaben in der Region Lwiw (Lemberg) im Westen des Landes nach tagelanger Pause erstmals wieder mit Raketen militĂ€rische Infrastruktur beschossen. Nach dem Angriff am Sonntagmorgen sei nichts ĂŒber Tote oder Verletzte bekannt, teilte der Chef der MilitĂ€rverwaltung, Maxym Kosyzkyj, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Das Ausmaß der Zerstörung werde untersucht. Ein Objekt nahe Jaworiw - vermutlich um den dortigen TruppenĂŒbungsplatz herum - soll komplett zerstört sein.

Es war demnach das erste Mal seit etwa einer Woche, dass es Luftalarm in der Region nahe der polnischen Grenze gab. Im Lagebericht des russischen MilitÀrs gab es dazu zunÀchst keine Angaben.

Moskau: LuftschlÀge und Artilleriefeuer im Gebiet Donezk

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, dass bei LuftschlÀgen im Verlauf der Nacht zwei ukrainische GefechtsstÀnde, elf Truppenansammlungen und vier Munitionslager getroffen worden seien. Die Ziele lagen demnach im Gebiet Donezk in der Ostukraine. Bei Angriffen mit Artilleriefeuer seien sechs weitere Kommandostellen und 123 Ziele mit Truppen und Technik getroffen worden, sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow. Dabei seien 150 ukrainische KÀmpfer "vernichtet" worden.

Die russische Luftabwehr habe unter anderem in den Gebieten Luhansk, Donezk und um die Schlangeninsel im Schwarzen Meer 15 Drohnen abgeschossen, sagte Konaschenkow. In den Gebieten Charkiw und Cherson seien zudem Raketen abgefangen worden. Von unabhĂ€ngiger Seiten ĂŒberprĂŒfbar waren die russischen Angaben nicht. Die Angriffe wĂŒrden fortgesetzt, hieß es.

London: Russland hat viele Bodenkampftruppen verloren

Die russischen StreitkrĂ€fte haben in der Ukraine nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten ein Drittel ihrer im Februar eingesetzten Bodenkampftruppen verloren. VerschĂ€rft werde das durch den Verlust von entscheidendem Material zum BrĂŒckenbau und zur AufklĂ€rung. "Die russischen StreitkrĂ€fte sind zunehmend eingeschrĂ€nkt durch zerstörte FĂ€higkeiten zur Versorgung, anhaltend niedriger Kampfmoral und reduzierter Kampfkraft", hieß es am Sonntag im tĂ€glichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des britischen Verteidigungsministeriums auf Twitter.

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Die russische Offensive im Donbass habe ihren Schwung verloren und liege erheblich hinter dem Zeitplan zurĂŒck, so die EinschĂ€tzung der britischen Experten weiter. Trotz anfĂ€nglicher Fortschritte zu Beginn habe Russland im vergangenen Monat keine substanziellen Gebietsgewinne gemacht. Die Abnutzung sei aber dennoch hoch gewesen. "Unter den derzeitigen Bedingungen ist es unwahrscheinlich, dass Russland seine VorstĂ¶ĂŸe in den kommenden 30 Tagen dramatisch beschleunigt, so das Fazit der Experten.

Region Belgorod: Ein Verletzter nach ukrainischem Beschuss

Die russische Region Belgorod nahe der ukrainischen Grenze hat erneut einen Angriff aus dem Nachbarland beklagt. Bei Beschuss des Dorfes Sereda sei ein Zivilist verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram mit. Der verletzte Bewohner werde medizinisch versorgt. Russland fĂŒhrt einen Angriffskrieg, gegen den sich die Ukraine wehrt. Es kommt im Grenzgebiet immer wieder zu ZwischenfĂ€llen. In der vergangenen Woche sprach Gladkow von einem Toten und mehreren Verletzten beim Beschuss des Dorfes Solochi. Die Angaben waren von unabhĂ€ngiger Seite nicht ĂŒberprĂŒfbar.

Selenskyj verbietet prorussische Parteien

Parteien, die den russischen Angriffskrieg unterstĂŒtzen, sollen in der Ukraine bald verboten werden können. PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete ein Anfang Mai beschlossenes Gesetz, wie das ukrainische Parlament auf seiner Website mitteilte. Das Gesetz tritt einen Tag nach der offiziellen Veröffentlichung in Kraft. Das Verbot soll zum Beispiel Parteien treffen, die Russlands Krieg gegen die Ukraine rechtfertigen oder leugnen. Bereits im MĂ€rz stoppten ukrainische Behörden die AktivitĂ€ten von fast einem Dutzend Parteien, die Verbindungen zu Russland haben sollen.

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