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Peru | Bei Protesten gegen die Regierung sterben 17 Demonstranten


Nach Inhaftierung von Ex-Präsident Castillo
17 Tote bei Anti-Regierungsprotesten in Peru

Von reuters
10.01.2023Lesedauer: 2 Min.
In der Nähe des Flughafens in Juliaca (Peru) kam es zum Clash zwischen Anhängern des abgesetzten Präsidenten Castillo und der Polizei.Vergrößern des BildesIn der Nähe des Flughafens in Juliaca (Peru) kam es zum Zusammenstoß zwischen Anhängern des abgesetzten Präsidenten Castillo und der Polizei. (Quelle: Reuters/Hugo Courotto )
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In Peru demonstrieren Anhänger von Ex-Präsident Castillo gegen seine Inhaftierung. Beo Zusammenstößen mit der Polizei kommt es zu Toten.

Im Süden Perus sind bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Nie zuvor gab es bei den seit Anfang Dezember stattfindenden Protesten gegen die Führung des südamerikanischen Landes so viele Tote binnen eines Tages. Zudem seien 68 Menschen bei den Auseinandersetzungen in Juliaca in der Region Puno verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium der Region am Montag mit. In der Stadt in der Nähe des Titicaca-Sees war es am Flughafen zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen.

Seit Beginn der Proteste wurden damit insgesamt 39 Menschen getötet. Auslöser ist die Absetzung und Inhaftierung des umstrittenen Präsidenten Pedro Castillo. Der Ex-Präsident verbüßt eine 18-monatige Untersuchungshaft wegen des Vorwurfes der Rebellion. Ihm wird vorgeworfen, dass er widerrechtlich das Parlament auflösen wollte, um einem Amtsenthebungsverfahren zu entgehen. Castillo weist die Anschuldigung zurück.

Amtierende Präsidentin ist seither Dina Boluarte, die zuvor das Vize-Amt innehatte. Castillos Anhänger fordern Neuwahlen, die Freilassung des Politikers, den Rücktritt Boluartes sowie die Auflösung des Parlaments und Verfassungsänderungen.

Auch Teenager unter den getöteten Demonstranten

Tausende Demonstrierende hätten versucht, den Flughafen in Juliaca und eine Polizeiwache zu besetzen, sagte Perus Ministerpräsident Alberto Otarola. Reuters-Reporter berichteten von Schüssen. Rauch hing in den Straßen. Demonstranten suchten Schutz hinter großen Metallplatten und Straßenschildern und bewarfen die Polizei mit Steinen.

Der Gesundheitsdirektor von Puno teilte mit, einige Leichen wiesen Schussverletzungen auf. Unter den Toten sind nach Angaben des regionalen Gesundheitsministeriums mindestens zwei Teenager. Im Flughafen von Juliaca säßen zudem 28 verletzte Polizisten fest, die nicht in Sicherheit gebracht werden könnten.

Präsidentin Boluarte hatte bei einem Treffen mit Vertretern der Regionen Perus gesagt, sie könne einige der wichtigsten Forderungen der Demonstranten nicht erfüllen. "Das Einzige, was ich in der Hand hatte, war, die Wahlen voranzutreiben", sagte sie. Das habe sie bereits vorgeschlagen. Boluarte rief die Demonstrierenden zum Nachdenken auf. "Was Sie verlangen, ist ein Vorwand, um weiterhin Chaos in den Städten zu stiften."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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