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Präsidentschaftswahl in Argentinien: Javier Mileis Parallelen zu Trump


"Ein Haufen von Parasiten"


20.11.2023Lesedauer: 1 Min.
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Argentinien: So hart greift der neue Präsident seine politischen Gegner an. (Quelle: t-online)

Er fordert eine neue politische Ära: Der neue Präsident Argentiniens, Javier Milei, hat radikale Ideen und ein noch radikaleres Auftreten.

Argentinien befindet sich in der Krise: Hohe Inflation und zunehmende Armut verursachen Unmut in der Bevölkerung. Von dieser Unzufriedenheit konnte Javier Milei, der neu gewählte Präsident Argentiniens, nun profitieren.

Er vertritt extreme Ideen, die er besonders im wirtschaftlichen Sektor umsetzen will. Er spricht sich gegen Abtreibung aus, fordert lockere Waffengesetze und glaubt nicht an den menschengemachten Klimawandel. Nicht nur politisch erinnert diese Agenda an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Denn auch in der Rhetorik und in seinem Auftreten steht er dem Republikaner in nichts nach. Milei teilt gern brutal gegen seine politischen Gegner aus und hat Wutausbrüche in Fernsehinterviews, wie diese Videoaufnahmen zeigen.

Videotranskript lesenSymbolbild zum Ein- und Ausklappen

Als er die Bühne betritt, gibt es tosenden Applaus.
Der rechtsliberale Javier Milei wurde am Sonntag zum neuen Präsidenten Argentiniens gewählt.
Seit mehr als 20 Jahren dominierten die Linken in dem südamerikanischen Land das politische Geschehen. Milei verspricht nun eine neue Ära. Bekannt ist er für seine Polemik und seine verbalen Attacken:


“Linken Scheißern kann man keinen Millimeter entgegenkommen.”
“Können Sie ‘Scheiß-Linke’ definieren?”
“Alle Kollektivisten, alle Arten von Kollektivisten.”
“Aber warum nennen Sie sie ‘scheiße’”?
“Weil sie scheiße sind!”


Der Marktliberale Milei plant den Besitz von Waffen zu erleichtern, leugnet den vom Menschen verursachten Klimawandel und ist gegen Abtreibung.
“Der Sozialismus ist immer und überall ein gewalttätiges, mörderisches und verarmendes Phänomen. Das sind die Merkmale des Sozialismus.”
Milei entmenschlicht regelmäßig seine politischen Gegner:
“Du verhandelst nicht mit Abschaum, denn er wird dich fertigmachen”
“Und da wir immer besser werden als sie (die Linken), da wir sie im Kulturkampf vernichten, sind wir nicht nur wirtschaftlich, sondern auch moralisch überlegen. Wir sind in allem besser als sie.”
Ähnlich wie der ehemalige US-Präsident Donald Trump versteht sich Milei als Sprachrohr des einfachen Volkes und bedient sich einer Anti-System-Rhetorik:
“Die Politiker sind Soziopathen, die uns glauben lassen wollen, dass wir in jeder Hinsicht geistig behindert sind, weil wir ohne sie nicht leben können. Aber in Wirklichkeit sind sie diejenigen, die nicht ohne uns leben können.”
“Die verdammten Politiker, die Syndikalisten, dieser ganze Haufen von Parasiten, sie würden untergehen und sterben.”
Milei, der von einer großen Unzufriedenheit der Wähler mit dem politischen Mainstream profitierte, gewann mit einem größeren Vorsprung als erwartet.
Trump hat dem neuen Präsidenten unterdessen auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social” mit dem Post: “*” gratuliert.

Das aggressive Auftreten des neuen argentinischen Präsidenten sehen Sie hier oder oben im Video.

Verwendete Quellen
  • Material von der Nachrichtenagentur Reuters
  • Videos der Plattform X (vormals Twitter)
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