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Ostsee: Nato lässt wegen Putins Flugzeuge Kampfjets aufsteigen


Russische Flugzeuge gesichtet
Nato lässt über Wochen Kampfjets über der Ostsee aufsteigen

Von dpa
Aktualisiert am 18.06.2024Lesedauer: 1 Min.
imago images 0557018248Vergrößern des BildesEurofighter (Symbolbild): In den vergangenen Wochen wurden immer wieder russische Flugzeuge gemeldet. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)
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Immer wieder melden Nato-Staaten die Präsenz russischer Flugzeuge über der Ostsee. Nun hat das Bündnis wohl reagiert.

Nato-Kampfjets sind litauischen Angaben zufolge zu mehreren Einsätzen aufgestiegen, um ungekennzeichnete russische Militärflugzeuge im internationalen Luftraum über der Ostsee zu identifizieren. Insgesamt seien in der vergangenen Woche elf Alarmstarts absolviert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius am Montag mit. Zusammengenommen wurden dabei gut zwei Dutzend russische Kampfjets, Jagdbomber, Aufklärungs- und Transportflugzeuge sowie eine Passagiermaschine abgefangen und eskortiert. Die meisten davon waren den Angaben zufolge ohne vorab eingereichten Flugplan, Transpondersignal oder Funkkontakt unterwegs.

Das Ministerium brachte die vergleichsweise hohe Zahl an Einsätzen mit mehreren Militärübungen in Verbindung, die die baltischen Staaten auf nationaler Ebene wie auch gemeinsam mit Nato-Verbündeten durchführen. Demnach findet gegenwärtig in der Ostsee etwa das jährliche maritime Großmanöver "Baltic Operations" statt, an dem sich über 50 Schiffe und Boote aus 20 Nato-Staaten beteiligen. An Land übten beim Manöver "Iron Wolf 2024-1" mehr als 3.700 Soldaten aus Litauen und anderen Nato-Staaten.

Estland, Lettland und Litauen besitzen keine eigenen Kampfjets. Die Nato sichert deshalb bereits seit 2004 den baltischen Luftraum. Dazu verlegen die Verbündeten im regelmäßigen Wechsel Kampfflugzeuge samt Personal in die an Russland grenzenden Staaten im Nordosten Europas. Stationiert sind die Einheiten in Siauliai (Litauen) und Lielvarde (Lettland). Deutschland hat die Aufgabe wiederholt übernommen und beteiligt sich seit Anfang März am "Nato Air Policing Baltikum".

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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