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Saudi-Arabien: Hoher Geistlicher stellt Vollverschleierung in Frage

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Frauenrechte in Saudi-Arabien  

Hoher Geistlicher stellt Vollverschleierung infrage

 (Quelle: Autor)

Von Tibor Martini

11.02.2018, 21:28 Uhr
Saudi-Arabien: Hoher Geistlicher stellt Vollverschleierung in Frage. A woman walks in an empty street in Tuz Khurmato (Quelle: Reuters)

Eine Frau in einer Abaja in Tuz Khurmato, Irak. In Saudi-Arabien gibt es erstmals Widerspruch an der Abaja-Pflicht. (Quelle: Reuters)

Erstmals in Saudi-Arabien hat sich ein hoher geistlicher Würdenträger kritisch über die strenge Kleiderordnung für Frauen geäußert. Sein Fernsehauftritt könnte der Auftakt einer weiteren Annäherung an westliche Normen sein. Zuletzt war es Frauen unter anderem erlaubt worden, selbst Auto zu fahren und Sportveranstaltungen zu besuchen.

Konkret nahm Scheich Abdullah al-Mutlak auf den langen schwarzen Mantel Abaja Bezug, den Frauen derzeit noch in der Öffentlichkeit tragen müssen. Al-Mutlak gehört dem „Rat der Höchsten Religionsgelehrten“ an, der in Saudi-Arabien die höchste religiöse Instanz ist.

So begründet er seine Aussage

Frauen sollten nach Ansicht des Scheichs nicht mehr zum Tragen der Abaja verpflichtet werden. Er begründet das damit, dass diese Regelung nur in Saudi-Arabien gelte: „Mehr als 90 Prozent der frommen Frauen in der muslimischen Welt tragen keine Abaja“, sagte Scheich Abdullah al-Mutlak in einer Fernsehsendung. „Wir sollten die Menschen also nicht zwingen, Abajas zu tragen.“

Auch wenn die Äußerung an sich nicht bindend ist, könnte sie eine größere Tragweite für saudi-arabische Frauen erreichen. Es ist das erste Mal, dass sich ein Top-Geistlicher zur Abschaffung der Abaja äußert.

Die Abaja ist ein reiner Langmantel, der auch ohne Verschleierung getragen werden kann. In Saudi-Arabien wird die Abaja allerdings häufig zusammen mit dem Nikab getragen, der das Gesicht bis auf die Augen komplett verdeckt.

Aktueller Stand der Frauenrechte in Saudi-Arabien

Saudi-Arabien hatte zuletzt bereits mehrere Regelungen gelockert. Unter anderem sollen Frauen ab 2018 selbst Auto fahren und Sportveranstaltungen besuchen dürfen.

Nichtsdestotrotz gibt es weiterhin starke Einschränkungen für saudi-arabische Frauen. In der Kritik steht vor allem das „Beschützer“-System, das den Alltag der Frauen stark bestimmt. Frauen brauchen demnach jedes Mal das Einverständnis eines männlichen Verwandten, wenn sie einen neuen Pass beantragen, international verreisen, im Ausland studieren, heiraten oder sogar das Gefängnis verlassen wollen.

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