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Nato beunruhigt über russische U-Boote im Nordatlantik

Höchste Aktivität seit Kaltem Krieg  

Nato beunruhigt über russische U-Boote im Atlantik

16.12.2019, 18:00 Uhr | dpa

Nato beunruhigt über russische U-Boote im Nordatlantik. Die Dmitrij Donskoj bei der Durchfahrt dänischer Gewässer: Im Oktober wurden vor Norwegen zehn russische U-Boote gleichzeitig gesichtet. (Archivfoto) (Quelle: imago images)

Die Dmitrij Donskoj bei der Durchfahrt dänischer Gewässer: Im Oktober wurden vor Norwegen zehn russische U-Boote gleichzeitig gesichtet. (Archivfoto) (Quelle: imago images)

Die Nato beobachtet so viele russische U-Boote im Nordatlantik wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Im Bündnis wächst die Sorge – etwa vor Angriffen auf die Unterseekabel zwischen den USA und Europa.

Die Nato hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr die meisten Aktivitäten russischer U-Boote seit Ende des Kalten Krieges beobachtet. Russland verstärke kontinuierlich seine Operationen unter Wasser, sagte Nato-Sprecherin Oana Lungescu dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). Allein bei einer Operation rund um Norwegen im Oktober habe das westliche Bündnis bis zu zehn russische U-Boote gleichzeitig beobachtet.

Die Nato werde darauf reagieren, zitiert das RND die Sprecherin weiter. So plane das westliche Bündnis mehr Patrouillen im Nordatlantik. Zudem werde man in moderne U-Boot-Bekämpfung aus der Luft investieren. Der Nordatlantik sei wegen militärischer Nachschubrouten, ziviler Handelswege und Kommunikationskanälen "von vitaler Bedeutung für die Sicherheit Europas", sagte die Sprecherin.

Zu den bei der Nato kursierenden Szenarien gehöre auch, dass russische U-Boote die Unterseekabel zwischen den USA und Europa kappen könnten. Durch diese Kabel fließt der größte Teil der Internetkommunikation. Attacken dieser Art könnten Teil einer hybriden Kriegsführung sein, also einer Mischung offener und verdeckter Kriegshandlungen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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