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Mutmaßlicher Ex-Häftling demütigt "Putins Koch" Prigoschin


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Gangster-Boss ruft zur Kreml-Revolte auf

Von t-online, jro

01.12.2022Lesedauer: 2 Min.
Drohung im Video: Russische Kriminellen drohen immer unverhohlener der Kreml-Führung. (Quelle: t-online)
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Läuft in Russland eine Kampagne gegen den Putin-Vertrauten? Von einem angeblichen Ex-Mithäftling wird Prigoschin öffentlich beleidigt.

Das Video eines vermeintlichen russischen Schwerkriminellen sorgt in den sozialen Medien für Aufsehen. Darin behauptet ein Mann, der sich als "Sasha Kurara" vorstellt, gemeinsam mit Jewgeni Prigoschin im Gefängnis gesessen zu haben. Prigoschin gilt als enger Vertrauter Putins und ist der Gründer der Söldner-Gruppe "Wagner".

In dem Video äußert Kurara eine Mischung aus Diffamierungen und homophoben Beleidigungen übelster Sorte gegenüber Prigoschin. Dahinter stecken könnte ein Machtkampf in russischen Sicherheitskreisen, der den Einfluss Prigoschins eingrenzen soll.

Kurara behauptet in dem anderthalbminütigen Clip weiter, dass Prigoschin in der Gefängnis-Hierarchie ganz unten gewesen sei. Als Beweis seiner Glaubwürdigkeit hält er in einem zweiten Video seine zahlreichen Gefängnis-Tätowierungen in die Kamera. Nur zur Unterhaltung habe ihn Prigoschin mehrere Male oral befriedigt: "Er hatte seinen Platz und kannte seinen Platz", sagt Kurara.

Prigoschin saß wegen Raubüberfall ein

Prigoschin trägt den Beinamen "Putins Koch", denn er belieferte mit seinem Catering Kreml, Armee und Schulen und rutschte so nah an den russischen Präsidenten heran. Vor Kurzem räumte er erstmals öffentlich ein, die berüchtigte Söldnertruppe "Wagner" gegründet zu haben. 1979 wurde er im Alter von 18 Jahren wegen Diebstahls verurteilt, 1981 dann wegen Raub, Betrug und Beteiligung von Teenagern an Verbrechen. Dafür sollte er 12 Jahre einsitzen, doch er wurde begnadigt und kam 1990 frei.

Das Video, übersetzt von einem estnischen Ukraine-Blogger, enthält eine Reihe geschmackloser Beleidigungen gegen den Wagner-Gründer. Der mutmaßliche Gangster bezieht sich aber auch auf Grischa Moskovskiy – einen weiteren mutmaßlichen Schwerkriminellen, der zuletzt in den sozialen Medien vor dem wachsenden Einfluss der Wagner-Gruppe in Russland gewarnt hatte. Nach Informationen des ukrainischen Geheimdienstes sieht mittlerweile auch der Kreml den wachsenden Einfluss Prigoschins kritisch.

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Selenskyj-Berater vermutet Kampagne

Steckt hinter den Videos also eine gezielte Kampagne gegen die als skrupellos geltende Wagner-Gruppe und deren Anführer? Das vermutet unter anderem der ukrainische Präsidentenberater Oleksij Arestowitsch. Im Gespräch mit der ukrainischen Nachrichtenagentur "Unian" erklärt Arestowitsch, dass solche Videos dazu dienen könnten, Prigoschins Namen in der russischen Öffentlichkeit "giftig" zu machen. Eine solche Kampagne könne der Wagner-Gruppe auch die Rekrutierung von Soldaten in russischen Gefängnissen erschweren.

Kürzlich hatten in Russland Videoaufnahmen für Aufsehen gesorgt, in denen Prigoschin persönlich Gefängnisinsassen als Kämpfer für den Ukraine-Krieg rekrutiert haben soll. Westliche Staaten haben den 1961 im damaligen Leningrad (heute St. Petersburg) geborenen Prigoschin mit Sanktionen belegt. Die USA haben eine Belohnung für seine Ergreifung ausgesetzt.

Zuletzt hatte Prigoschin erstmals eingeräumt, die berüchtigte Söldnertruppe "Wagner" gegründet zu haben. Sie soll an zahlreichen Kriegsverbrechen, unter anderem im Syrien-Krieg beteiligt gewesen sein. Auch im Angriffskrieg gegen die Ukraine spielt die Gruppe eine zunehmend wichtige Rolle. Mitte November kündigte der Wagner-Chef an, an der russisch-ukrainischen Grenze Ausbildungszentren und eine Befestigungslage aufbauen zu wollen.

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Verwendete Quellen
  • twitter.com: Profil von "War Translated"
  • newsweek.com: "Russian Mob Boss Warns 'There Is a Change of Power' in the Country" (englisch)
  • Telegram-Kanal von Oleksij Arestowitsch
  • youtube.com: Криминальный авторитет в пух и прах разнес любимца Путина: Пригожин оказался петушком (Video der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian)
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und AFP
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