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Geisel-Freilassung: Hamas inszeniert Aktion – nur Propaganda?


Zum Abschied nutzt die Hamas eine perfide Masche


Aktualisiert am 28.11.2023Lesedauer: 1 Min.
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Diese Inszenierung spielt der Hamas in die Karten.

Die Hamas hat weitere Geiseln freigelassen, darunter auch die Söhne von Renana Gome. Die emotionalen Szenen nutzt die Hamas für eigene Propagandazwecke aus.

Insgesamt elf israelische Geiseln hat die Terrororganisation Hamas in der vergangenen Nacht freigelassen, darunter zwei Frauen sowie neun Kinder und Jugendliche. Die Väter der freigelassenen Kinder sollen weiter von der Hamas festgehalten werden.

Es ist die vierte Gruppe von Geiseln, die die Hamas im Austausch gegen Gefangene gehen lässt. Darunter sollen auch zwei deutsche Jugendliche sein, wie Außenministerin Annalena Baerbock bestätigte.

Damit befinden sich nach Angaben der israelischen Regierung noch 184 Geiseln im Gazastreifen. Die jüngste Geisel, die derzeit festgehalten wird, ist ein zehn Monate altes Baby.

Die Freilassung der Gefangenen inszeniert die Hamas dabei besonders perfide. Vor allem in den sozialen Netzwerken werden die Szenen genutzt, um Stimmung gegen Israel zu machen.

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Renana Gome ist endlich wieder mit ihren Söhnen vereint. Die Kinder wurden über Nacht von der Hamas freigelassen. Damit kam die vierte Gruppe an Geiseln frei. Insgesamt wurden dabei 11 Geiseln freigelassen, darunter auch zwei deutsche Kinder.

Das große Problem bei der Freilassung der Geiseln: Die Hamas stellt sich selbst als Helden der Situation dar.

Das Perfide: Die Hamas inszeniert diese Momente, zwingt die Freigelassenen, zum Abschied zu winken. Die Botschaft: Den Geiseln ging es gut in Gefangenschaft. Das siebenwöchige Martyrium soll so heruntergespielt werden.

Auch Renanas Söhne sollen in die Kamera winken.

Renana Gome erlangte große Aufmerksamkeit mit einem Animationsfilm, den sie nach der Entführung ihrer beiden Söhne Yagil Jacob und Or Jacob veröffentlichte.

Darin verarbeitete sie die Entführung der beiden Kinder.

“Das sind keine Tauschmittel, das sind Kinder. Kinder, egal wo auf der Welt, sollten mit so was nichts zu tun haben. Nicht in Gaza, nicht in Israel, nicht in der Ukraine, nirgendwo auf der Welt.”
“An einem Samstagmorgen, dem 7. Oktober, um 6.30 Uhr morgens, wurde der rote Alarm ausgelöst und ein Raketenhagel fiel auf unser Haus im Kibbuz Nir Oz. Meine Söhne, 12 und 16, waren allein in meinem Haus und schliefen. Sie gingen in den Schutzraum”
“Obwohl meine Söhne sich bemühten, sie geschlossen zu halten, wurde die Tür zum Schutzraum aufgestoßen. Das Letzte, was ich hörte, war, wie mein Jüngster sagte: ‘Nehmt mich nicht mit – ich bin zu jung.’”
“Ich stelle mir sie allein, in einer Grube oder einem dunklen Tunnel vor. Ohne Zeitgefühl.”
“Ich hoffe, dass sie zusammen sind und sich gegenseitig Halt geben und dass sie bei anderen Kindern sind, die ebenfalls entführt wurden. Bis ich sie wiedersehe, warte ich darauf, sie wieder zu umarmen.”
Am Ende der Animation ist Gome wieder mit ihren Kindern vereint. So wie es nun nach über anderthalb Monaten der Fall ist.

Im Gegenzug zur Freilassung der israelischen Geiseln ließ Israel eine Gruppe von palästinensischen Häftlingen frei.

Laut den Angaben der Terrororganisation Hamas standen 3 Frauen und 30 Minderjährige auf der Liste. Die Ankunft der Häftlinge wurde im Westjordanland groß gefeiert.

Damit sind laut Angaben der israelischen Regierung noch 184 Geiseln im Gazastreifen. Die jüngste Geisel, die noch festgehalten wird, ist ein zehn Monate altes Baby.

Wie genau die Hamas die Geiselentlassung für eigene Zwecke inszeniert und ausnutzt, sehen Sie hier oder im Video oben.

Verwendete Quellen
  • X (vormals Twitter)
  • Nachrichtenagentur Reuters
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