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Türkei droht erbitterte Schlacht um Manbidsch an

Kurdische Krieger rüsten auf  

Türkei droht erbitterte Schlacht um Manbidsch

29.08.2016, 14:46 Uhr | AP, AFP, rtr, dpa

Türkei droht erbitterte Schlacht um Manbidsch an. Syrische Rebellen in Manbidsch. Um die Stadt drohen Kämpfe auszubrechen. (Quelle: Reuters)

Syrische Rebellen in Manbidsch. Um die Stadt drohen Kämpfe auszubrechen. (Quelle: Reuters)

Die Türkei geht weiterhin gegen kurdische Kämpfer im Norden Syriens vor. Nachdem man die YPG-Anhänger ein weiteres Mal aufforderte, sich zurückzuziehen, droht nun die nächste Schlacht.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat die syrisch-kurdischen Milizen zum sofortigen Rückzug ans Ostufer des Euphrats aufgefordert. Andernfalls drohten ihnen weitere Angriffe von Seiten der türkischen Truppen, die vergangene Woche die Grenze nach Syrien überschritten hatten.

Ethnische Säuberungen vorgeworfen

Der Minister warf der Kurdenmiliz "ethnische Säuberungen" in den von ihr eroberten Gebieten vor. Die YPG vertreibe sogar andersdenkende Kurden, sagte Cavusoglu nach einem Treffen mit seinem niederländischen Kollegen Bert Koenders in Ankara. Cavusoglu warf der Kurdenmiliz insbesondere vor, die Rückkehr geflüchteter arabischer Bewohner in Gegenden um die kürzlich von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückeroberte Stadt Manbidsch verhindern zu wollen.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen rüsten die kurdischen Kämpfer die kürzlich vom IS eroberte Stadt Manbidsch auf. Es würden Waffen und Personal in die Stadt gebracht, hieß es. Sie bereiten sich damit auf Kämpfe gegen von der Türkei unterstützte Rebellen vor. Manbidsch liegt am Westufer des Euphrats. 

Das US-Verteidigungsministerium erklärte, Kämpfe in Gebieten außerhalb der IS-Herrschaft seien inakzeptabel und hätten große Sorge ausgelöst. "Die Vereinigten Staaten waren nicht in diese Aktivitäten eingebunden, sie wurden mit US-Kräften nicht koordiniert und wir unterstützen sie nicht", teilte das Pentagon mit.

Angeblich viele Zivilisten getötet

Die Türkei hatte am vergangenen Mittwoch ihre Offensive "Schutzschild Euphrat" gestartet, die sich neben dem IS vor allem auch gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), den bewaffneten Arm der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD), richtet.

Im Zuge der türkischen Bodenoffensive waren nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mindestens 40 Zivilisten getötet worden. Die türkische Armee sprach dagegen von "25 getöteten Terroristen" von PKK und PYD. Das Büro von Regierungschef Binali Yildirim erklärte, die Behauptungen, dass die türkische Armee Zivilisten angreife, entsprächen "nicht der Wahrheit". Die Türkei ergreife "alle erforderlichen Maßnahmen", um die Zivilbevölkerung zu schützen.

Syrische Rebellen rücken weiter vor

Syrische Oppositionsgruppen berichteten, von der Türkei unterstützte syrische Rebellen hätten weitere Ortschaften im Norden Syriens eingenommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, die Rebellen hätten 21 Städte und Dörfer in der Nähe der Stadt Dscharablus von der vorwiegend kurdischen Allianz SDF erobert, die von den USA unterstützt wird.

Mit Unterstützung türkischer Panzer hatten Rebellen vergangene Woche Dscharablus von der Terrormiliz Islamischer Staat zurückerobert. Dies hatte auch das Ziel, weitere Geländegewinne kurdischer Kämpfer zu unterbinden. Die Türkei will verhindern, dass die Kurden ihre Gebiete westlich und östlich des Euphrats zu einer großen Kurdenregion verbinden und sich im Grenzgebiet einen eigenen kurdischen Staat schaffen.

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