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Letzte Rebellenmiliz will Ost-Ghuta verlassen

Assads Armee feiert sich  

Letzte Rebellenmiliz will Ost-Ghuta verlassen

02.04.2018, 13:59 Uhr | AP, rtr, job

Letzte Rebellenmiliz will Ost-Ghuta verlassen . Ein Mann schiebt sein Fahrrad im zerstörten Duma: Die syrische Armee hat ihren Sieg über die Rebellen in der Region Ost-Ghuta erklärt. (Quelle: Reuters/Bassam Khabieh )

Ein Mann schiebt sein Fahrrad im zerstörten Duma: Die syrische Armee hat ihren Sieg über die Rebellen in der Region Ost-Ghuta erklärt. (Quelle: Bassam Khabieh /Reuters)

Die syrische Armee hat den Sieg über die Rebellen in Ost-Ghuta erklärt. Auch aus der letzten besetzten Stadt wollen nun die Rebellen abziehen.

Seit Jahren war Ost-Ghuta umkämpft. Nun hat sich die syrische Armee in der Vorort-Region von Damaskus zum Sieger im Kampf gegen die Rebellen erklärt. Mit 38 Bussen wurden nach Berichten des staatlichen Fernsehens mehr als 1700 Rebellen und Zivilisten aus vier Orten in die von Oppositionskräften gehaltene Provinz Idlib gefahren. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, die Armee von Baschar al-Assad kontrolliere nun rund 94 Prozent von Ost-Ghuta.

Auch die letzte Rebellengruppe hat Aktivisten zufolge am Sonntag einem Abzug zugestimmt. Die Miliz Dschaisch al-Islam und russische Unterhändler einigten sich darauf, dass die oppositionellen Kämpfer aus der Stadt Duma in den Norden des Bürgerkriegslandes gebracht werden, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte. Die Abmachung sehe die Ausreise von rund 1300 Zivilisten aus der Region Ost-Ghuta vor. Die Zivilisten sollten in die von Rebellen gehaltene Region Idlib gebracht werden. 

Ost-Ghuta hatte in den vergangenen Wochen die heftigste Angriffswelle der Regierung seit Beginn des Bürgerkriegs vor mehr als sieben Jahren erlebt. Russland hatte die syrische Armee unterstützt. Nach Angaben der Beobachtungsstelle kamen dabei mehr als 1600 Menschen ums Leben. Große Teile Ost-Ghutas sind zerstört. Mehr als 100.000 Menschen flohen aus der Region.

General verliest Siegesmeldung im staatlichen Fernsehen

Der syrische Brigadegeneral Ali Mahjub verlas bereits vor Abschluss der Verhandlungen um die Gebiete in Duma  eine Siegeserklärung im staatlichen Fernsehen. "Die Bedeutung dieses Siegs liegt in der Wiederherstellung der Sicherheit und Stabilität für die Stadt Damaskus und ihre umliegenden Gebiete nach einem Leiden ihrer Zivilisten unter den Verbrechen von Terroristen über mehrere Jahre", sagte er.

Am 18. Februar hatten die Regierungstruppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine Offensive gegen die Rebellen in Ost-Ghuta begonnen, die große Teile der Region in Schutt und Asche legte. Seit 2012 hatten mehrere Rebellengruppen Ost-Ghuta kontrolliert, in dem rund 400.000 Menschen wohnen. 

"Idlib kann nicht mehr Menschen aufnehmen"

Durch die Rückeroberung der Gebiete von Ost-Ghuta haben die Regierungstruppen Zugang zu einem großen Straßen- und Autobahnnetz, das Damaskus mit anderen Teilen des Landes verbindet.

Militärische Erfolge der Regierungstruppen in den vergangenen Jahren sind oft mit Abkommen verbunden worden, die Rebellen und ihren Familien sicheres Geleit in die Provinz Idlib gewährten. Idlib ist durch den Zustrom Zehntausender Menschen zu einer der am dichtesten bevölkerten Regionen Syriens geworden. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, in den vergangenen Wochen hätten 38.000 Kämpfer und Zivilisten Ost-Ghuta in Richtung Idlib verlassen. Der höchste UN-Repräsentant in Syrien, Ali Al-Satari, warnte nun im Fernsehsender Al-Arabija vor neuen Problemen: "Idlib kann nicht mehr Menschen aufnehmen."

Verwendete Quellen:
  • AP, Reuters, dpa

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